neuester Massaria-Stand
Hallo Klaus,
dann kann ich mir die Antwort mit dem Verweis auf die schöne Arbeit von Voglmayr & Jaklitsch ja sparen. Ist doch interessant, wie wirtsspezifisch Massaria-Arten tatsächlich zu sein scheinen. Massaria inquinans nur an Bergahorn (ich beziehe mich mal auf unsere üblichen Ahornarten), wo sie die einzige Massaria-Art ist. Mehr Artenvielfalt gibt es an Feld- und Spitzahorn. An Feldahorn bin ich mit Massaria campestris mittlerweile schon vier Mal fündig geworden (davon zwei Mal mit Nectria decora), andere Arten habe ich da jedoch noch nicht gehabt. Man braucht auch keinen Kran oder so, die Äste hängen i.d.R. tief genug: Mein letzter Fund (mit Nectria) lief mir just gestern über den Weg, als ich mit meiner Tochter im Gebüsch am Spielplatzrand Verstecken spielen sollte – und das mitten auf einem Platz in der Großstadt!
Auch die Bestimmung finde ich mit der Arbeit von Voglmayr und Jaklitsch ziemlich unproblematisch. Die meisten Arten sind gut morphologisch abgrenzbar. Massaria campestris freilich hat mit Massaria vomitoria einen Doppelgänger an Spitzahorn, der sich morphologisch kaum unterscheidet (molekularbiologisch natürlich schon!). Hier muss man eben das Substrat kennen – bei ansitzenden Ästen ja in der Regel kein Problem.
Viel Spaß bei der Jagd nach den neuen Massaria-Arten wünscht Jesko.