Hallo Dieter,
ich tippe ebenfalls auf Ascocoryne sarcoides, den Fleischrötlichen
Gallertbecher, der hat genau diese Farbe. Schau Dir im Vergleich dazu mal
mein Foto von Ascocoryne sarcoides (Jungstadium) an:
Gruß Karl
Hallo,
Ascocoryne sarcoides und A. cylichnium sind makroskopisch nicht auseinanderzuhalten. Wer's genau wissen will muß IMMER mikroskopieren.
Allerdings scheint (aber nur als Verdacht ...) A. sarcoides im Spätherbst/Frühwinter häufiger zu sein, A. cylichnium dagegen im Winter/Frühjahrsanfang.
Mikroskopische Trennmerkmale:
1. Sporen bei sarcoides reif mit 1-3 Septen, bei cylichnium mit 3-5(7)
2. Sporengröße (reif, noch nicht keimend) bei sarcoides 14-23 x 4,5-6 µm, bei cylichnium (19)22-30(35) x 5-6,5 µm. Das ist zwar knapp überlappend, aber in der Praxis hatte ich noch kaum einmal Schwierigkeiten, die Sporengröße der entsprechenden Art zuzuordnen.
3. Konidienbildung an den Ascosporen bei sarcoides in Ketten am Sporenende, bei cylichnium einzeln und an mehreren Stellen an der Spore
4. Ascokonidien (nicht die der NFF, sondern die die an den normalen Ascosporen gebildet werden!) bei sarcoides 3-4 x 2,5-3,5 µm, biguttulat, zitronenförmig. Bei cylichnium 2-3 x 2-2,5, monoguttulat, breitelliptisch bis subglobos.
5. Ascusgröße bei sarcoides 140-170 x 10-14 µm, bei cylichnium 200-250 x 11-14 µm.
Die Unterscheidungskriterien fußen auf den Untersuchungen von H.O. Baral und sind meiner Erfahrung von -zig Kollektionen nach 100% zutreffend.
Nachzulesen mit Mikrozeichnung und Foto in meinem Artikel "Doppelgänger: Die Fleischroten Gallertbecherlinge Ascocoryne sarcoides - Ascocoryne cylichnium" in der SPR (Südwestdeutsche Pilzrundschau) 32(2) von 1996, S. 46-47.
Grüße,
Andreas