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Viersporiges Verwirrspiel *PIC*

RalfD, (vor 5261 Tagen)

Zur Zeit findet man bei uns Scutellinia crucipila in Unmengen. Die Farbe orange ist beim Mutterbodenspionieren eigentlich schon ausgeblendet, dennoch blieb das Auge an diesem kleinen Exemplar hängen.

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Grade mal 3mm war das Becherchen groß und schien doch schon fast reif. Zur Sicherheit mal mitgenommen. Das Foto enstand erst nach der ersten Probeentnahme, drum fehlt ein kleines Stück.

Zunächst mal Haare angeschaut. Also doch S.crucipila.

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Mal kurz auf die Sporen gekuckt...Uppsss. Viersporig ???

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Nein, nur auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung fanden sich sowohl Asci mit nur vier Sporen, als auch solche mit vier weiteren, die allerdings mehr oder weniger verkümmert waren.

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Auch die Sporenmaße und die Ornamentation passen auf S.crucipila.

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Mir fällt jedenfalls keine andere Art ein als S.crucipila. Oder hab ich da was übersehen?

Jetzt frage ich mich, ob es sich hierbei vieleicht um einen Trockenschaden handeln kann. Die letzten Tage vor dem Fund waren extrem trocken und heiß. Kann es sein, dass unter diesen Umständen Sporen zurückgebildet werden, um die verbleibenden lebensfähig zu halten? Und dann immer genau die Hälfte?

Hat jemand sowas auch schonmal beobachtet?

Gruß
Ralf

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Re: Viersporiges Verwirrspiel

HARZPILZCHEN, (vor 5261 Tagen) @ RalfD

Lieber Ralf

auch dieser Vierporer dürfte dein Fund sein, stimmts? LG Hartmut

Beitrag 222386

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Re: Viersporiges Verwirrspiel

RalfD, (vor 5261 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Lieber Ralf
auch dieser Vierporer dürfte dein Fund sein, stimmts? LG Hartmut
Beitrag 222386

Hallo Hartmut,

ja das ist richtig. Aber der darf auch nur vier reife Sporen haben:--)

Deine Fotos sind übrigens ganz hervorragend.

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Re: Viersporiges Verwirrspiel

Ingo Wagner, (vor 5261 Tagen) @ RalfD

Hallo Ralf!

Jetzt frage ich mich, ob es sich hierbei vieleicht um einen Trockenschaden
handeln kann. Die letzten Tage vor dem Fund waren extrem trocken und heiß.
Kann es sein, dass unter diesen Umständen Sporen zurückgebildet werden, um
die verbleibenden lebensfähig zu halten? Und dann immer genau die Hälfte?

Genau, das ist der Punkt: bei einer eventuellen Schädingung durch äußere Bedingungen (Hitze oder Frost) wären es nicht immer genau 4 verkümmernde Sporen.
Ich denke also schon, dass das bei diesem Pilz genetisch fixiert ist.

Es gibt auch andere Becherarten, auch inoperculate, bei denen das genauso passiert. Pezicula frangulae (Faulbaum-Rindenbecherchen) fällt mir gerade so ein.
Wobei nicht in jedem Ascus immer auch die zurückgebildeten noch nachweisbar sind.

Andere Arten haben auffälligerweise zu 4 normal entwickelten Sporen auch 4 kleinere Sporen.
Oder dieses Beispiel von Hartmut, wo sie es anordnungsmäßig wohl nicht immer ganz genau nehmen:
Beitrag 217272

VG Ingo W