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Re: "Grünspan-Haarbecherchen"

MartinB, (vor 5259 Tagen) 1.875 Beiträge @ Klaas

Hallo Klaas,

meine Funde sind alle von der gleichen Fundstelle. Ein Fichtenwald in Hanglage (gar nicht besonders feucht) auf saurem Grund (Buntsandstein), der aber vermutlich früher ein Laubwald war. Im Moos vergraben stecken alte Eichenstubben. Meist auf deren Unterseite in Hohlräumen fruktifiziert der Aeruginoscyphus. Meine Funddaten sind März, Juli und August. Also ein recht weites Spektrum. Bei einem Fund bin ich aufgrund der Beschaffenheit des Holzes nicht sicher, ob es Eiche ist. Ich habe das nicht mikroskopiert. Ich hab den Beleg aber glaube ich noch. Jedenfalls war das Holz immer dunkelbraun, durchzogen mit Wolken der grünen Verfärbung durch den Pilz.
Chlorociboria aeruginascens kenne ich z.B. nur auf weißfaulem mittel bis sehr morschem Holz.
Wenn Du dich an der Holzmikroskopie versuchen willst, gibt es hier eine gute Seite: http://www.woodanatomy.ch/
Beachte besonders den "Identification key".
Schon ein Tip vorweg: die vielen Luftblasen im Präparat beseitigt man am besten mit Alkohol (Brennspiritus).

Herzliche Grüße

Martin

Hallo Martin,
ich sehe gerade eben den "Disco bleu"-Beitrag auf ascofrance, Du
schreibst ja unten auch von Deinen Kollektionen.
Scheint also wieder (wie so viele andere) ein Übersehener und kein Seltener
zu sein, der vermutlich jetzt oder bald
seine Hauptfruktifikationszeit hat, oder?
Kannst Du, ohne großen Aufwand, sagen, ob der Pilz besondere Ansprüche hat,
oder überall wachsen kann,
wo halbwegs feuchtes (Eichen-)Holz liegt (z.B. Bachnähe)?
Grüße
Klaas

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