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Russula sericatula (Wildledertäubling)

Jesko, (vor 5213 Tagen) 1.044 Beiträge @ Jesko

Mit Russula sericatula kommt unter Hainbuche ein weiterer milder Gelbsporer vor, der sich von carpini im Feld z.B. durch festeres (trockneres) Fleisch ohne Obstgeruch (Geruch beim Reiben an der Stielbasis steinpilzartig) und eine meist eigentümlich samtige Huthaut unterscheidet. Im mikroskopischen Huthautaufbau sind die inkrustierten Primordialhyphen und das Fehlen von Dermatozystiden charakteristisch. Das Foto zeigt im Übrigen recht typische Exemplare, bei denen man bereits am Standort Russula sericatula vermuten darf.
Über die Verbreitung von Russula sericatula in Deutschland ist nur sehr wenig bekannt. Felix Hampe und Jochen Girwert haben die Art mehrfach in den Muschelkalkgebieten des Thüringer Beckens nachgewiesen, wo sie in ihrem Lieblingshabitat (hainbuchenreiche Laubwälder) zu den relativ gut verbreiteten Arten zählen dürfte. Für Nordwestsachsen kommt dieser Fund aus dem Agrapark zu früheren aus meinem Hauspark (zusammen mit Felix) und dem Leipziger Auwald hinzu.

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