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Viermal (eher) selten, einmal Rätsel

Ulysses, (vor 5184 Tagen)

Hallo,

an diesem so wunderbar schwül-heißen Sommertag gabs – ungeachtet der für den bayerischen Wald mikrigen Niederschläge der letzten Wochen – immer noch schöne Sachen zu sehen... vier davon möchte ich euch zeigen. Auch wenn die Häufigkeits- und/oder Gefährdungssituation in anderen Landstrichen anders sein mag, in meiner Gegend sind es durchgehend seltenere Burschen, und ich präsentiere sie entsprechend in Reihenfolge zunehmender Seltenheit, der seltenste dann als vierter und zugleich als Rätselpilz!

Schöne Grüße,
Josef

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(1) Stadt-Champignon *PIC*

Ulysses, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Der Stadt-Champignon (Agaricus bitorquis), der in diesem Fall zum "Bauernhof-Champignon" wurde... über Nacht hat sich sogar einer zwischen den Zinken der Frontladergabel rausgequetscht. Und ein anderer hat sich geschmückt mit Kies :-)

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(2) Rosafleckiger Milchling *PIC*

Ulysses, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Der Rosafleckige Milchling (Lactarius controversus), hier am Rand einer wassergefüllten Lehmgrube, bei Pappel, Weide, Kiefer und Birke.

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(3) Pfützen-Milchling *PIC*

Ulysses, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Der Pfützen-Milchling (Lactarius lacunarum), im nassen Schlamm der vorgenannten Lehmgrube gewachsen, bei Pappel, Birke, Kiefer und Fichte.

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(4) Rätselpilz *PIC*

Ulysses, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Und hier nun der Rätselpilz. Ums etwas leichter zu machen ein paar Hinweise:

- wie zu erkennen sind die Fruchtkörper hier noch ganz jung; in ein paar Wochen (!) werden sie dann ausgewachsen sein

- ganz arttypisch der Geruch, auch schon jung, ganz lecker-süß ;-)

- verteilt über die ganze Fläche sinds knapp 14 solche Flecken mit jeweils bis zu 200 Fruchtkörpern...

Ich kenne die Art nur von dieser einen Fläche, aber hier wächst sie zum Abwinken seit Jahren, ohne Ausfall. In der Roten Liste Bayerns eine Art der Kategorie 2.

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Re: (4) Rätselpilz

Gernot, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Hallo Josef,

wie wär's mit Sistotrema confluens?

Schöne Grüße
Gernot

Und hier nun der Rätselpilz. Ums etwas leichter zu machen ein paar Hinweise:
- wie zu erkennen sind die Fruchtkörper hier noch ganz jung; in ein paar
Wochen (!) werden sie dann ausgewachsen sein
- ganz arttypisch der Geruch, auch schon jung, ganz lecker-süß ;-)
- verteilt über die ganze Fläche sinds knapp 14 solche Flecken mit jeweils
bis zu 200 Fruchtkörpern...
Ich kenne die Art nur von dieser einen Fläche, aber hier wächst sie zum
Abwinken seit Jahren, ohne Ausfall. In der Roten Liste Bayerns eine Art
der Kategorie 2.

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Re: (4) Rätselpilz

Ulysses, (vor 5184 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

und schon ist das Rätsel auch geknackt, da waren es der Tipps wohl doch zu viele... ;-)

Ja, es ist Sistotrema confluens!

Schöne Grüße,
Josef

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Re: Viermal (eher) selten, einmal Rätsel *PIC*

Gábor, (vor 5184 Tagen) @ Ulysses

Hallo Josef,

Deine Bilder in dem zurzeit hier herrschenden Wüstenklima (Heute 37,1 °C am Kölner Flughafen) sind eine wahre Wohltat!

Agaricus bitorquis ist hier ein sehr häufiger Stadtpilz, wenn nicht sogar der zweithäufigste nach A. xanthoderma.
Und Lactarius controversus finde ich in den mit Pappeln wieder aufgeforsteten ehem. Braunkohleabbaugebieten ebenfalls sehr häufig.

Aber mit Lactarius lacunarum tue ich mich schon schwer und Sistotrema confluens ist mir bislang noch gar nicht untergekommen.

Dafür fand ich letzte Woche diese Hübschen hier:

[image]
Xerocomus parasiticus (Bull.:Fr.) Quél. (Schmarotzer-Röhrling)

Und sogar an einem ganz und gar untypischen, trockenen Standort im Königsforst, direkt neben einem Schotterweg:
[image]

LG, Gábor

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Re: Viermal (eher) selten, einmal Rätsel

jesko, (vor 5184 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Und Lactarius controversus finde ich in den mit Pappeln wieder
aufgeforsteten ehem. Braunkohleabbaugebieten ebenfalls sehr häufig.
Aber mit Lactarius lacunarum tue ich mich schon schwer und Sistotrema
confluens ist mir bislang noch gar nicht untergekommen.

Wundert mich etwas, denn in unseren Aufforstungen auf den Braunkohlentagebaukippen sind alle genannten Arten bei Espe sehr typisch. Bei Euch haben sie wohl nur die falschen Pappeln hingestellt? ;-)

Viele Grüße,
Jesko

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Re: Viermal (eher) selten, einmal Rätsel

Gábor, (vor 5183 Tagen) @ jesko

: Bei Euch haben sie wohl nur die falschen Pappeln hingestellt? ;-)
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Hallo Jesko,

na vielleicht müsste ich nur etwas gründlicher suchen?

Jetzt, wo ich von Dir weiss, dass auch die anderen Arten bei Espenaufforstungen sehr typisch sind :-)

LG, Gábor

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Re: Viermal (eher) selten, einmal Rätsel

Ulysses, (vor 5183 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Agaricus bitorquis ist hier ein sehr häufiger Stadtpilz, wenn nicht sogar
der zweithäufigste nach A. xanthoderma .

In den umliegenden Städten ist Agaricus bitorquis natürlich schon auch häufig(er), aber bei mir hier im angenehm waldreichen (und dabei auch viele Mischwälder) Vorderen Bayerischen Wald siehts halt ganz anders aus...

Dafür fand ich letzte Woche diese Hübschen hier:
Xerocomus parasiticus (Bull.:Fr.) Quél. (Schmarotzer-Röhrling)
Und sogar an einem ganz und gar untypischen, trockenen Standort im
Königsforst, direkt neben einem Schotterweg:

Der wiederum ist bei uns gar nicht mal so selten, finde ich (mit Ausnahmen) jedes Jahr mehrmals, und in aller Regel auch an solchen Standorten wie Du einen präsentierst. Bislang fand ich die Art erst einmal innerhalb der eigentlichen Waldfläche, auch wenn sowohl Wald als auch Waldwegränder voll von Kartoffelbovisten stehen...

Schöne Grüße,
Josef

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Re: Viermal (eher) selten, einmal Rätsel

Ulysses, (vor 5183 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

in unseren Aufforstungen auf den
Braunkohlentagebaukippen sind alle genannten Arten bei Espe sehr typisch.
Bei Euch haben sie wohl nur die falschen Pappeln hingestellt? ;-)

Mmh... da muss ich mal unseren Pappel-Aufsteller fragen ;-)

In der Lehmgrube, aus der die Bilder stammen sind es alles ganz normale Populus tremula, begleitet von Betula pendula, Pinus sylvestris, Picea abies und lokal Salix caprea bzw. Salix-Hybriden unterschiedlichen Ursprungs. Insgesamt gesehen wären sowohl solche Lehmgruben in der weiteren Umgebung durchaus verschiedentlich vorhanden - und auch die genannten Baumarten sind ja jetzt keine Seltenheiten... -, aber Lactarius lacunarum und Sistotrema confluens finde ich bislang nur hier.

Schöne Grüße,
Josef