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Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.) *PIC*

Klaas, (vor 5161 Tagen)

Hallo zusammen,

diese gelben Stielbecherchen schaffen es irgendwann ganz sicher, mich in den Wahnsinn zu treiben
(was vermutlich ohnehin schon unbemerkt geschehen ist).

Vielleicht bekomme ich es ja noch mit, falls mir jemand Tipps zu dieser gestern aufgesammelten Kollektion gibt...
ich denke jedenfalls, dass es sich um etwas aus dieser Hymenoscyphus/Phaeohelotium-Gruppe um epiphyllus handeln sollte.
Bei den ersten Schlüsselversuchen kam zumeist grober Unfug heraus, inzwischen lande ich zumeist bei H. epiphyllus.

Zur Ablenkung hatte ich mal versucht, herauszufinden, ob Eichenrotkappen normalerweise mit blass-orange-rosa Hut groß werden,
genauso ergebnislos. Jedenfalls scheinen die Großpilze zu wissen, dass sie jetzt mal so langsam in die Pötte kommen sollten.
Überall sind inzwischen (zwar oft nur einzelne) Fk zu sehen, die auf den Regen warten. Nach dem wenigen Wasser heute bei uns
kommt hoffentlich noch einiges davon mehr. Die Rotkäppchen von gestern bei staubtrockenen 30 Grad hatten zumeist Streichholzgröße,
dieses hier immerhin schon die eines Daumensegments.

[image]

Aber genug vom Ablenkungsmanöver, zurück zum gelben Problem, ich füge einfach mal den Text aus meiner Zusammenfassung hier ein,
mehr fällt mir dazu nicht ein:

Auf Laubholz-Ästen, dazwischen auch auf Blättern ohne Kontakt zum Holz, gesellig bis gedrängt
wachsend. Vorwiegend am höher gelegenen, rel. trockenen Bachrand mit Buche, Erle u.a., auch auf
Ästen im fast ausgetrockneten Bach, hunderte FK auf zwei Quadratmetern. Kaum auf Rinde wachsend,
vorwiegend an aufgeplatzen Stellen oder im Bach an entrindeten Aststücken.
- Apothecien ca. 1 bis max. 5 mm, jung kreisel- bis trichterförmig, einheitlich dottergelb, sich älter
flach und etwas wellig ausbreitend, Fruchtschicht dann weiterhin dottergelb. Außenseite, Stiel und
Fleisch dann heller gelb bis fast weiß werdend. Trockene und verletzte Apos färben kräftig orange.
- Sporen in Form und Größe recht variabel, unregelmäßig spindelig bis annähernd scutuloid,
(15)17-19(21)x(4,5)5(5,5) μm, vorwiegend mit 2-3 größeren und weiteren kleinen Öltropfen, große
LBs=3-4 μm, OCI=4-5.
- Asci um 90-105x9-10 μm, IKI= schwach blau, CR=+
- Paraphysen schlank, Ø bis 3 μm, zur Basis hin mehrfach (3-4x) septiert, apikal leicht wellig, aber
nicht verdickt, L≈Asci (± 5-10 μm). Multiguttulat, Gutullen in IKI stark reagierend (braun).
- Medulla aus Textura prismatica mit sehr kleinen Öltropfen
- Excipulum aus Textura angularis (Ø15-20 μm), Außenseite mit z.T. moniliformen (Ø bis 15 μm), z.T.
keuligen, aber auch fadenförmigen Zellen.

Ein paar Makros:

[image]

[image]

Und noch die kurze Doku dazu:
http://taunuspilz.de/coppermine/albums/ftp_ul/2012_09_10/2012_09_10_Hymenoscyphus_epiph...

Ich weiß nicht, ob mich oder jemand anders das weiterbringt, ich empfand die Teile als sehr widerspenstig und schwierig unterm
Mikro, u.a. wegen deren Zähigkeit und intensiven IKI-Reaktion in den Paraphysen - gibts dazu Tipps zur besseren Vorgehensweise?
Und welcher Schlüssel führt hierbei auf welchem Weg zum richtigen Ergebnis?

Falls noch jemand Lust haben sollte, noch eine Nectria vom WE, bei der ich mir mit meinem Erstbestimmungsversuch auch nicht zu
100 Prozent sicher bin - passt die Nectria peziza hierzu?

[image]

Kurzdoku dazu:
http://taunuspilz.de/coppermine/albums/ftp_ul/2012_09_09/2012_09_08_Hydropisphaera_pezi...

VG
Klaas

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

antilocal, (vor 5161 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas

Bei deinem Gelben Stielbecherchen könnt ich mir ganz gut Hymenoscyphus calyculus vorstellen....hat ich letztens auch erst und passt meines Erachtens ziemlich gut.

Mfg Sven

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Klaas, (vor 5161 Tagen) @ antilocal

Hallo Sven,

wenn man von scutuloiden Sporen ausgeht, landet man wohl zielstrebig bei H. calyculus.
Die hab ich hier aber (nach längerer Konferenz mit mir selbst) nicht. In Zottos Schlüssel
ginge es deshalb gleich von 1. auf 49., von da aus mit etwas gutem Willen zu H. epiphyllus.

Wenn ich mir noch Zottos Notizen zu Hymencyphus s. str. anschaue, kommt H. calyculus allein schon
wg. der langgestielten Apos nicht in Frage. Auch die Asci sind weitaus zu lang, Sporenform,
-Inhalt und -Septen gefallen mir dazu nicht.
Da ich aber ahnungslos bin, zudem die genannten Arten nicht kenne, warte ich lieber mal Für und Wider dazu ab.

Danke und Grüße
Klaas

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Abt, (vor 5160 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
ich habs zwar nicht so mit den Excipulum-Benamsungen, da ich mich damit selbst schwer tue, aber ich hätte nichts gegen Deine beiden Asco-Bestimmungen einzuwenden.
Viele Grüße,
Marcel

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Klaas, (vor 5160 Tagen) @ Abt

Hi Marcel,

Du denkst doch nicht etwa, mir ginge es mit solchen Dingen anders... ;)

Danke Dir und viele Grüße
Klaas

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Ingo Wagner, (vor 5157 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

Macht Spaß, deine Doku anzuschauen. Da bleibt ja überhaupt kein Wunsch offen.
So, wie du die ökologischen Verhältnisse schilderst (also eher trocken, auch auf Laub, und häufig (überspringend?) auf Äste) und das, was man auf den Makros sieht (fette Apos, kurzgestielt, Größe bis 5 mm), die ganz frisch weiße Außenseite oder ein weißer Rand, das alles würde für mich ausreichen, dem Pilz genau den Namen zu verpassen, den du vorschlägst. Eigentlich sehe ich überhaupt nichts, was gegen H. epiphyllus spricht.

Der Becherling ist übrigens irgendwie ein Rätsel für mich, seine konkreten Ansprüche habe ich noch nicht begriffen. Ich finde den eigentlich hauptsächlich im Spätsommer, und dann nur in einem Waldgebiet auf Sand und natürlich in der Laubschicht auf Eichenblättern und auf Eichenästen (überspringend?). An anderen, m. E. nach ähnlichen Standorten, ist er nicht aufzuspüren.

Auch befürchte ich, dass es weitere Becherchen genau mit diesen Mikroeigenschaften gibt, die sich aber ökologisch unterscheiden.

Viele Grüße
Ingo W

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Klaas, (vor 5156 Tagen) @ Ingo Wagner

Macht Spaß, deine Doku anzuschauen. Da bleibt ja überhaupt kein Wunsch offen.

Hallo Ingo,

wenn ich meine Wunschliste hinsichtlich Mikro- und Makroskopie einmal in voller Länge herunterleiern würde,
würde sich selbst der standhafteste Zuhörer irgendwann gelangweilt umdrehen und schnellstens das Weite suchen... ;)

Aber mal ganz ernsthaft die Frage: Ich weiß, dass in meinen Dokus nicht alles richtig und stimmig ist, auch die
Fotos sind großteils, naja, "systembedingt", sehr unscharf oder pixelig (was oft aber auch mit JPEG-Kompression
zur Größenreduzierung der Bilder zusammenhängt, in den Original-PDFs ist das teilweise besser) - äh, zur Frage:

Kann man mit sowas wirklich einen Pilz bestimmen bzw. sich dessen Bestimmung zumindest annähern?

Mir kommen die Abbildungen immer sehr klein vor - mir selbst genügt die Größe, da ich das Ganze ja im Original
gesehen habe und mich noch ne zeitlang dran erinnern kann oder bei Bedarf die Mikros 1:1 vorliegen habe.
Dir und ein paar Handvoll PiPi-Lesern vermutlich auch, da ihr die Teile kennt und euch ggf. Unklares zusammenreimen könnt -
aber reicht das, was darin gezeigt wird auch für Leute wie mich ohne Plan, die den Pilz erstmalig vor sich haben?

Mir gehts nicht ums Einheimsen von Lob für bessere Zeiten; dass die Zusammenstellungen für den ein oder anderen
irgendwie hübsch aussehen und bunterweise ansprechend sind, ist klar, ansonsten sollte ich meinen Beruf wechseln.
Ab und zu ein Bisschen Lob ist natürlich auch schön, ich frage mich aber, ob Aufwand und Zeit die Sache rechtfertigen,
ob man damit wirklich etwas anfangen kann oder ich nur hübsch-bunte Pixel produziere.
Ich für meinen Teil würde so oder in ähnlicher Art weiter machen, falls das auch für andere einen Sinn ergibt. Wenn man
aber wichtige Merkmale (oder das, was ich dafür halte) nicht richtig erkennen kann, ist das sinnlos und verlangt nach
einer Umstellung meiner inzwischen beinahe gewohnten Art.
Du hattest mal erwähnt, dass Dich der "Zwang", alles auf einem Blatt unterzubringen, nervt (oder so ähnlich), was ich
schnell nachvollziehen konnte und auf DIN A4 erweitert habe (allerdings noch immer mit Platzproblemen...).

Wenn Du (oder jemand anders) weitere Verbesserungsvorschläge hast, gerne!
Herrje, jetzt habe ich mich wieder in etwas verrannt, geht mir ständig so, sorry für die Langeweile.

Noch ganz kurz zum gelben Becher:
Da bin ich ja wieder in bester Gesellschaft - ich verstehe allein schon den lat. Namen des Bechers nicht,
mit dem er doch eigentlich an Blätter gebunden sein sollte. Auch das Überlaufen auf Holz kommt mir etwas
komisch vor. Vorherige ähnliche Funde, die ich noch weniger als diesen zu Ende bestimmen konnte, waren
nur auf Eichen-Blättern zu sehen, nicht auf Holz, wenn ich mich richtig erinnere.
Hier sah er dann eher so aus, als würde er vom Holz auf Blätter überlaufen, eben mehr als polyphager "Vielfresser"
(Den Sprung von Holz auf Laub sehe ich etwas weniger kritisch als umgekehrt).

Vermutlich hast Du sehr Recht mit der Annahme, dass dazu noch weitere "Klone" existieren - wenn ich dabei wenigstens
verstehen würde, ob man H. epiphyllus als "Sammelart" ansehen kann (was ich namentlich eingangs eigentlich ausschließe),
oder wie diese verdammten ähnlichen/eigentlich gleichen Dinger nun heißen könnten.
Übrigens sind die Apos in diesem Fall außenseitig frisch rein gelb, das Weiß kommt erst im Alter - falls das etwas von
H. epiphyllus abrücken sollte.

Besten Dank und viele Grüße
Klaas

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OT: DIN A3

Joschi Siembida ⌂, (vor 5156 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

... auf DIN A4 erweitert habe (allerdings noch immer mit Platzproblemen...).

wieso denn nicht DIN A3 quer? Oder halt ne Doppelseite? Querformate sind sowieso die besser Wahl wenns gilt viele Fotos unterzubringen. Finde ich zumindest.

Gruß Joschi

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Abt, (vor 5156 Tagen) @ Ingo Wagner

Servus Ingo,
wie wäre es mit Heidekrautwurzeln als Substrat?
Kann H. e. auch -nichts anderes passte...
Viele Grüße,
Marcel

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Ingo Wagner, (vor 5156 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

wenn ich meine Wunschliste hinsichtlich Mikro- und Makroskopie einmal in
voller Länge herunterleiern würde,
würde sich selbst der standhafteste Zuhörer irgendwann gelangweilt umdrehen
und schnellstens das Weite suchen... ;)

Ja, dann hast du das gut gemacht, das zu lassen!

teilweise besser) - äh, zur Frage: Kann man mit sowas wirklich einen Pilz
bestimmen bzw. sich dessen Bestimmung zumindest annähern?

Eindeutig ja! Und wenn es Probleme bei der Bestimmung gibt, dann liegt das nicht an der von dir überflüssigerweise angeprangerten Nicht-Qualität deiner eigenen Portraits, sondern daran, dass viele Becherchen in der Originaldiagnose nicht gut genug beschrieben sind, so dass auf eben diese Beschreibung mehrere Arten passen. Selbst Exsikkat-Untersuchungen des Originalmaterials bringen da manchmal keinen Aufschluss mehr (siehe Vital-Taxonomie).

Mir kommen die Abbildungen immer sehr klein vor - mir selbst genügt die
Größe, da ich das Ganze ja im Original
gesehen habe und mich noch ne zeitlang dran erinnern kann oder bei Bedarf die
Mikros 1:1 vorliegen habe.

Solange man erkennt, was du beschreibst, ist die Welt in Ordnung. Du beschreibst Öltropfen, Septen, Haken, rötliche Paraphyseninhaltverfärbung mit IKI, alles ist nachvollziehbar, deshalb passt es mit der Größe.

aber reicht das, was darin gezeigt wird auch für Leute wie mich ohne Plan,

Mm, das mit dem "ohne Plan" musste wohl wieder sein?
Vielleicht solltest du dir einfach mal Becher-Lektüre aus den letzten Jahrzehnten reinziehen, damit du dir eingestehen kannst, dass deine Portraits und Portraits einiger anderer in letzter Zeit perfekt sind.

die den Pilz erstmalig vor sich haben?

Für den, der die Becher oder andere Details größer sehen will, hast du ja dann noch die großformatige Version.

Ab und zu ein Bisschen Lob ist natürlich auch schön, ich frage mich aber, ob
Aufwand und Zeit die Sache rechtfertigen,

Klares Ja!

ob man damit wirklich etwas anfangen kann oder ich nur hübsch-bunte Pixel
produziere.

Hübsch bunte Pixel, mit denen man was anfangen kann.
Übrigens könnte es auch sein, dass du mit deiner Dauer-Kritik an deinen eigenen Pilz-Portraits nicht nur für Ansporn sorgst, sondern auch dafür, dass andere Mikroskopiker mit weniger guten Bildern (ich schließe mich da gern mit ein) sich nicht mehr trauen, was einzustellen.

Ich für meinen Teil würde so oder in ähnlicher Art weiter machen, falls das
auch für andere einen Sinn ergibt. Wenn man

Mach weiter. Den richtigen Sinn ergibt es in dem Moment, wenn deine Portraits für andere abrufbar sind.

Noch ganz kurz zum gelben Becher: Da bin ich ja wieder in bester Gesellschaft
- ich verstehe allein schon den lat. Namen des Bechers nicht,
mit dem er doch eigentlich an Blätter gebunden sein sollte. Auch das

Es gibt doch eine Unzahl sinnloserer Pilznamen, die den Kern noch weniger treffen. Epiphyllus wächst doch wenigsten ab und zu auf Blättern, und wurde wahrscheinlich vom Erstbeschreiber auch zunächst darauf gefunden, also ist doch die Sache in Ordnung.

Überlaufen auf Holz kommt mir etwas
komisch vor. Vorherige ähnliche Funde, die ich noch weniger als diesen zu
Ende bestimmen konnte, waren
nur auf Eichen-Blättern zu sehen, nicht auf Holz, wenn ich mich richtig
erinnere.
Hier sah er dann eher so aus, als würde er vom Holz auf Blätter überlaufen,
eben mehr als polyphager "Vielfresser"
(Den Sprung von Holz auf Laub sehe ich etwas weniger kritisch als umgekehrt).

Aber gerade diese Vorliebe ist doch schon beinahe ein Merkmal von H. epiphyllus. Wo schließlich kann man solch eine Eigenschaft so ausgeprägt bewundern? Von wo nach wo er überläuft, ob das mit dem "Überlaufen" überhaupt so stimmt oder ob er womöglich irgendwelche besonderen, weniger auf`s spezielle Substrat ausgerichtete Ansprüche hat, wer weiß? Immer dokumentieren! Wenn das viele machen, kann man sich ein Gesamt-Bild machen.
Auch Marcels Fund auf Heidekrautwurzeln wäre diesbezüglich interessant. Ist er nur daran gewachsen, oder hat er die nur so nebenbei mitgenommen?

Vermutlich hast Du sehr Recht mit der Annahme, dass dazu noch weitere
"Klone" existieren - wenn ich dabei wenigstens
verstehen würde, ob man H. epiphyllus als "Sammelart" ansehen kann
(was ich namentlich eingangs eigentlich ausschließe),

Ich stelle immer mehr fest, dass es Hunderte solcher Arten fest, die zwar im Prinzip auf eine Originalbeschreibung passen (Stark übertrieben, damit du weißt, wie ich es meine: z.B. "Becher 1-2mm, dunkelgrau, Rand fein bewimpert , Sporen 9x2, uni- bis biseriat, Asci clavat, Paraphysen fadenförmig, an Krautstängeln"), sich aber kollektionsabhängig nach Beachtung heutiger Kriterien untereinander schon wieder recht stark unterscheiden.

Eigentlich gerate ich in letzter Zeit von einem Wespennest ins anderes. Schön ist es dann, wenn die eine oder andere Art schon mal genauso wie ich sie finde auch von anderen gefunden wurde. Hilfreich ist dann Zottos DVD oder eben solche Dokus wie du sie machst oder der gedankliche Austausch mit Becherfreunden.

oder wie diese verdammten ähnlichen/eigentlich gleichen Dinger nun heißen
könnten.
Übrigens sind die Apos in diesem Fall außenseitig frisch rein gelb, das Weiß
kommt erst im Alter - falls das etwas von
H. epiphyllus abrücken sollte.

Rückt sicherlich nicht ab, sondern hat womöglich gar nichts mit dem Alter zu tun.

Wenn Du (oder jemand anders) weitere Verbesserungsvorschläge hast, gerne!

Es ist sicherlich sinnvoll, die Beschreibungen durch engl. Begriffe international zugänglich zu machen, aber in deiner deutschen Beschreibung hat mich das "CR+" (für "mit Haken", Croziers = +) im ersten Moment stark irritiert. Ich dachte nämlich, damit sei Congo-Red gemeint, also auf eine Kongophilität hingewiesen.

Beim fertigen Portrait würde mich dann noch deine Rechtfertigung für das gesetzte "cf." interessieren, falls du daran festhältst.

Vermutlich hast Du sehr Recht mit der Annahme, dass dazu noch weitere
"Klone" existieren - wenn ich dabei wenigstens
verstehen würde, ob man H. epiphyllus als "Sammelart" ansehen kann
(was ich namentlich eingangs eigentlich ausschließe),
oder wie diese verdammten ähnlichen/eigentlich gleichen Dinger nun heißen
könnten.

Tja, die Meinung kann ich dir nicht abnehmen. Aber schau, vielleicht muss man sich davon verabschieden, jeden Becher immer mit genauen Namen anreden zu können.
Wenn ich mich so umschaue, dann sind "epiphylluse" oder eben nahstehende (Fast?)zwillinge schon an Nadeln, Grünerle, Krautstängeln, Kastanienhüllen, Pappelblättern und und und gefunden worden. Vielleicht alles das gleiche? Tja, da bleibt nur Unterschiede suchen und Kontinuierlichkeit der vermeintlichen Unterschiede herausarbeiten. Und das braucht Zeit, oft viele Jahre.

Deinen gewählten deutschen Namen finde ich übrigens nicht schlecht!

VG Ingo W

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus

Wolfgang D. ⌂, (vor 5155 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
ohne dass ich jetzt nach deiner tollen Doku die Mikros genau vergleiche, bin ich mir ziemlich sicher, dass es derselbe Pilz ist, den ich seit über 20 Jahren vor allem aus Rand- und Sekundär-Moorwäldern kenne, wo er regelmäßig und bisweilen häufig auf Holzteilen von Eiche und anderen Laubhölzern sowie diversen kleineren und kleinsten Teilchen in der Streuschicht vorkommt.
Bei meinen ersten Funden gab es damals zur Bestimmung nicht viel mehr als PdS-1, und so hieß der erste Arbeitsname "Phaeohelotium umbilicatum". Als ich dann einmal Baral darauf ansprach, war ich ziemlich perplex, dass er ihn Hymenoscyphus epiphyllus nannte ...
LG
Wolfgang

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Re: OT: DIN A3

Klaas, (vor 5155 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

mir fällt ein, dass nur die Originale in A4 angelegt sind, die späteren Bilder rechne ich ja um auf 1024 Pixel Breite - was bei
72 dpi (Bildschirm-)Auflösung ja beinahe schon A3 ist. Noch größere Bilder daraus zu erzeugen scheint mir dann bei gewiss
über 2 MB fürs Netz eher unhandlich. Querformat wäre noch eine Option, wobei unsere gewohnte Lese- und Scrollrichtung
ja mehr vom Hochformat ausgeht.

Danke Dir für die Anregung und viele Grüße
Klaas

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus? (u.a.)

Klaas, (vor 5155 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort und die guten Tipps darin!

Nur z.B.: Das "CR=+" entstand glaube ich mal aus Platzgründen als Abk. für "mit Haken" und wurde dann munter mit in neue
Dokumente kopiert. Da meine Ambitionen weniger international sind, solche Abkürzung offensichtlich in die Irre führt,
sollte ich das zukünftig ändern.

Was mich sehr nachdenklich stimmt, ist diese Passage:
"Übrigens könnte es auch sein, dass du mit deiner Dauer-Kritik an deinen eigenen Pilz-Portraits nicht nur für Ansporn sorgst,
sondern auch dafür, dass andere Mikroskopiker mit weniger guten Bildern (ich schließe mich da gern mit ein) sich nicht mehr
trauen, was einzustellen."

Darüber hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht - der erste Fall wäre ja in Ordnung, der zweite jedoch überhaupt nicht.
Falls ich da schon Schaden angerichtet habe, bitte ich wegen meiner egoistischen Art und leichten Neigung zur nie erreichbaren
Perfektion um Verzeihung!
Lass Du Dich (und ihr anderen Mikroskopiker) bloss nicht durch meine Unarten davon abhalten, Deine sauberen und einzigartigen
Dokumentationen hier oder anderswo einzustellen - ohne Deine Infos im Netz hätte ich längst mit den Ascos aufgegeben
(vermutlich auch nie damit angefangen).

Wenn ich nun weiß, dass man mit meinen kleinen Dokus etwas anfangen kann, kann ich zumindest diese Unsicherheit langsam ablegen.
Nur noch mal zum Verständnis: Zu diesen kleinen Bechern habe ich kaum Austausch-Gelegenheiten außerhalb dieses Forums, u.a.
daher rührt meine grobe Unsicherheit hinsichtlich Richtigkeit der Bestimmung, Qualität der Dokumentation und Menge der cf.-Vergabe.

Beste Grüße
Klaas

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Re: OT: DIN A3

Joschi Siembida ⌂, (vor 5155 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

... wobei unsere gewohnte Lese- und Scrollrichtung ja mehr vom Hochformat ausgeht.

bei reinem Text definitiv Hochformat, wobei da 21cm auch schon zu breit sind um sicher den nächsten Zeilenanfang zu erwischen. Je mehr Fotos allerdings ins Spiel kommen um so mehr tendiere ich zu Querformat. Monitor, TV etc. hat ja auch alles Querformat. Vorschau anklicken und dann ein großes bildschirmfüllendes Bild/Portrait anschauen, damit wäre die zur Verfügung stehende Fläche optimal ausgenutzt. Rechts-links Scrollen ist natürlich absolut tabu. Scrollen ist generell nervig.

Gruß Joschi

P.S.
Hast Du am Sonntag Zeit nach Waldleiningen zu kommen? Wir könnten da noch nen Stöckchendreher gebrauchen. Kleiner Bachlauf inklusive Teich ist vorhanden. ;-)

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus

Klaas, (vor 5155 Tagen) @ Wolfgang D.

Hallo Wolfgang,

da sehe ich mal wieder, wie blind ich doch bin. Im PdS-1 liegen bei mir hinten Zottos Anmerkungen, von denen ich längst
zumindest die Namen zu den Nummern eintragen wollte... Phaeohelotium umbilicatum hatte ich dort einfach übersehen,
weiß der Geier, warum. Das "Genabelt" im Namen gefällt mir schon besser, als das "epiphyllus", wobei dies ja vermutlich
auch auf unzählige weitere Arten zutrifft.
Die Beschreibungen dazu kommen einigermaßen hin, wobei ich bei meinen bei einer späteren Sichtung nur vereinzelt septierte
Sporen ab (oder eher über) 19µm finden konnte - evtl. liegts wieder am Frischmaterial hier und am Exsikkat dort.
Die Apos auf dem Bild in PDS sehen für mich auch eher aus, als hätten sie ihre beste Zeit bereits hinter sich.

Vielen Dank und Grüße
Klaas

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Re: OT: DIN A3

Klaas, (vor 5155 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

wir sollten das mal im Oktober bei einem hochformatigen Bier ausdiskutieren... ;)

Weißt Du, zu Hause sitze ich an so einer kleinen 13-Zoll-Alu-Büchse, da ist jedes Format schwierig zu beurteilen - immerhin muss ich bei meinem
eigenen Kram nicht horizontal scrollen.
(Wenn ich das kurz erwähnen darf, im Büro komme ich mir manchmal vor, wie beim Wachdienst mit den knapp 50 Zoll auf zwei Bildschirmen,
ein paar Zoll mehr, und man wüsste nicht mehr, ob ich an- oder abwesend bin... dort ist allerdings Arbeit angesagt, keine Pilzdokus...
Wenn ich im Büro solche Sachen zusammenstellen würde, sähen sie, auch wegen der Internetanbindung, vermutlich ganz anders aus).

Jedenfalls werde ich vom ehemaligen Internet-Jünger im Alter immer mehr zu jemandem, der gerne etwas in natura, nicht künstlich erzeugt oder digital gefiltert/verändert sieht; ich mag es, etwas anzufassen, zu spüren, zu erleben und auch zu blättern, während nur noch nebenbei auf der
Kiste die Bilder flimmern. Die Online-Verdummung nimmt m.M.n. permanent und derart bedenklich zu, dass die Menschen bald nicht mehr wissen,
wie sich ein Blatt Papier oder ein Blatt Buche am Baum überhaupt anfühlen, damit auch noch die letzte Verbindung zur "Natur" verlieren - aber
das ist wieder ein anderes Thema.
Praktischerweise ist z.B. PDS im Hochformat, da kann ich meine eigenen Infos eben mal an die entsprechende Stelle als Blatt einfügen,
ohne das Buch - welches mir leider immer noch den besten Überblick und Ansatz bei unbekannten Funden bietet - ständig hin und her drehen zu müssen.
Da bin ich wie immer ganz eigennützig, eben bis mein Band 1 in ferner Zukunft irgendwann aus allen Nähten platzen wird...

Zum P.S.: Ist die Exkursion wieder dort, wo Lisa und ich uns erstmalig über freilaufende Preiselbeeren wundern durften?
Stöckchen drehe ich euch gerne um, bestimmen müsst ihr die Pilze daran aber selbst...;)

Viele Grüße
Klaas

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Exkursion

Joschi Siembida ⌂, (vor 5154 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

Ist die Exkursion wieder dort, wo Lisa und ich uns erstmalig über freilaufende Preiselbeeren wundern durften?

ja gleiche Ecke nur andere Richtung. Preiselbeeren gibts dort aber auch.

Stöckchen drehe ich euch gerne um, bestimmen müsst ihr die Pilze daran aber selbst...;)

Kein Problem. Ich sag Dir nen Namen und Du musst erst mal das Gegenteil Beweisen. ;-)

Gruß Joschi

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus

Ingo Wagner, (vor 5154 Tagen) @ Klaas

Hi Klaas!

Septierte Sporen hat man oft erst auch überreif, die sieht man bei vielen Arten in normalreifen Apos noch gar nicht.
Dieser Phaeohelotium umbilicatum in PdS wäre für mich vom makroskopischen her und vom Fundort schon eher so ein epiphyllus-Zwilling, bei dem ich ein cf. verstehen würde. Deinen leg mal schön unter H. epiphyllus ab, die cfs. findest du sicherlich auch noch demnächst.

VG Ingo W

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Re: Hymenoscyphus cf. epiphyllus

Klaas, (vor 5153 Tagen) @ Ingo Wagner

Lieber Ingo,

bevor ich uns noch um weitere Bestimmungszeit bringe, muss ich mich nochmal selbst mit dem Thema und der Gattung mehr befassen.
Sei gewiss, dass ich Dich spätestens nächstes Jahr mit diesen oder ähnlichen Dingen überfalle. Vielleicht auch schon in Kürze,
wenn es die Umstände erlauben... ;)
Das Becherchen lege ich wie vorgeschlagen ab und ändere ein paar Dinge in der Doku, falls hoffentlich ich dazu komme.

Besten Dank und viele Grüße
Klaas