Selbstversuch mit Hohlfußröhrlingen
Hallo Leute,
wie ihr wisst, haue ich mir gern auch mal etwas Neues in die Pfanne bzw. den Kochtopf. Nachdem ich heute bei einer Waldbegehung als einzig Vielversprechendes eine Familie Hohlfußröhrlinge aufgetan hatte, kamen die an die Reihe. Wie immer in Butter gedünstet und gesalzen, um den Eigengeschmack unverblümt herauszuholen. Insbesondere war ich gespannt, was aus dem herbsäuerlichen Geschmack der rohen Pilze werden würde.
Die Pilze sind ziemlich schnell gar und färben sich beim Braten appetitlich gelbbraun. Von der Konsistenz her sind sie ausgesprochen läätschig (in Norddeutschland heißt das vermutlich labbrig), aber nicht schleimig, etwa gebratenen Rotfußröhrlingen vergleichbar. Aber leider verwandelt sich der säuerliche Geschmack nach zwei, drei Bissen schnell in ein äußerst unangenehmes Kratzen im Hals, vergleichbar mit einer rohen Hallimasch-Kostprobe. Das Kratzen im Hals hielt etwa 20 Minuten an und konnte nur durch einen großen frischen Gurkenschnitz gelindert werden. Für mein Empfinden ist der Hohlfußröhrling ungenießbar und sollte nicht einmal als Füllpilz ins Mischgericht.
Daran sieht man wieder mal, dass man nicht alles essen muss, was im Pilzbuch ein Bestecksymbol hat.
