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Urwald Sababurg (10Pic) *PIC*

Joschi Siembida ⌂, (vor 5097 Tagen)

Hallo Zusammen,

hier noch ein paar Fotos vom Zwischenstop im Urwald.

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Harziger Lackporling Ganoderma resinaceum

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Buchenkreisling Neobulgaria pura

Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch ohne Pilze. So viele alte Baumriesen auf einem Haufen hab ich noch nicht gesehen. Wirklich beeindruckend!

Gruß Joschi

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

Pilzschreck, (vor 5097 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

sind das auf den ersten Fotos nicht die Ganoderma pfeifferi´s an der altbewährten Stelle an Hainbuche?
Ist wirklich ein schönes Gebiet, dahin lohnt sich wirklich mal ein Ausflug.
Schöne Fotos!

Liebe Grüße, Dietrich

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G. resinaceum

Joschi Siembida ⌂, (vor 5097 Tagen) @ Pilzschreck

Hallo Dietrich,

an Hainbuche?

ja die sind von der Hainbuche. Die waren aber schön "weich", d.h. die Trama hat sich leicht eindrücken lassen. Genauer hatte ich dann nicht mehr geschaut, da ich dieses Merkmal noch aus dem Beitrag von Klaus im Kopf hatte.

Gruß Joschi

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

phragmobasidie, (vor 5097 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

Harziger Lackporling Ganoderma resinaceum

da hätte ich auch nachgefragt, an den beiden Arten habe ich mich auch schon mal abgearbeitet... :-/

Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall
gelohnt, auch ohne Pilze. So viele alte Baumriesen auf einem Haufen hab
ich noch nicht gesehen. Wirklich beeindruckend!

Du treibst Dich auch überall rum :) Das ist wirklich ein tolles Gebiet, da gebe ich Dir recht.
Allein das Foto der ersten Buche spricht meine archaischen Launen an. Im "Wirtschaftswald" hier
würde so etwas nicht leben.

Schöne Grüße
Robin

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Re: Urwald Sababurg (10Pic) *PIC*

Joschi Siembida ⌂, (vor 5096 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

da hätte ich auch nachgefragt,...

wie gesagt, habe nur den Drucktest gemacht. Was mitnehmen geht dort ja nicht.

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Allein das Foto der ersten Buche spricht meine archaischen Launen an.

Von der hab ich sogar noch eins für Dich. :-)

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So weit ist es doch garnicht von Dir aus. Nicht weiter als zu Harzi. ;-)

Gruß Joschi

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Re: Urwald Sababurg (10Pic) *PIC*

Marco, (vor 5096 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

Der Urwald Sababurg ist schon ein sehr tolles Waldgebiet. Bin da relativ aus der Nähe und deshalb häufiger mal dort.
Schöne Fotos übrigens!

Beste Grüße,
Marco

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

Joschi Siembida ⌂, (vor 5096 Tagen) @ Marco

Hallo Marco,

Bin da relativ aus der Nähe...

Du Glückspiz! :-)

Schöne Fotos übrigens!

Danke.

Gruß Joschi

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5095 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,
ich bin noch etwas näher dran als Marco.
Wir können ja zusammen hin, wenn du mal wieder einen Abstecher machst.
Die Ganodermas habe ich auch immer für G. pfeifferi gehalten. Mittlerweile bin ich verunsichert, da die FK immer im Winter vergehen. Vielleicht sind es doch G. lucidum. G. resinaceum kenne ich anders. Die wuchsen vor ein paar Jahren üppig an einer riesigen Eiche wenige hundert Meter entfernt, die vor drei Wintern erst gefallen ist, obwohl sie noch vital war.
Die gezeigten Pilze habe ich im Frühjahr hier gezeigt, als sie noch ganz jung waren.
LG Gerd

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

Joschi Siembida ⌂, (vor 5095 Tagen) @ Gerhard Schuster

Hallo Gerd,

Wir können ja zusammen hin, wenn du mal wieder einen Abstecher machst.

gerne. Hätte ich das gewust... Also dann irgendwann nächstes Jahr.

Vielleicht sind es doch G. lucidum.

So ein Gefühl beschleicht mich auch langsam. An die hatte ich vor Ort garnicht gedacht. So groß hatte ich die noch nie und vor allem nicht so seitlich am Stamm fruchtend. Naja, dort ist ja eh alles größer. ;-)

Werde jetzt zumindest ein cf einfügen.

Die vermeintlich gleiche Ganoderma Art gabs auch noch an einem hohen Buchestumpf auf der Rückseite. Die waren nur nicht so fotogen vor lauter Sporenstaub.

...riesigen Eiche wenige hundert Meter entfernt, die vor drei Wintern erst gefallen ist, obwohl sie noch vital war.

War das der Trümmer im lichten farnbestandenen Teil des mittleren Weges? Dort sind auch neue Eichen gepflanzt worden.

Gruß Joschi

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Re: Urwald Sababurg (10Pic)

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5095 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

War das der Trümmer im lichten farnbestandenen Teil des mittleren Weges?

Genau die war es.
Schade, dass sie nun liegt.
LG Gerd

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Re: Frage zu Lackporlingen

UmUlmHerum, (vor 5095 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi und alle anderen Mitleser!

Du hast geschrieben:

Die waren nur nicht so fotogen vor lauter Sporenstaub.
Gruß Joschi

Kann mir jemand erklären, wie diese Unmenge von Sporen AUF die Hüte kommen? Ich beobachte dieses Phänomen regelmäßig auch an absolut einzelstehenden Fruchtkörpern, also keiner drüber, der seine Sporen drauf fallen lassen könnte.

Grüße - Rika

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Re: Frage zu Lackporlingen

Gabriele, (vor 5094 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

mir hat mal einer erklärt, daß durch die Konsolenform an den Kanten der Fk lokale Luftverwirbelungen entstehen, die den Sporenstaub auf die Fk-Oberseite transportieren.
So richtig vorstellen kann ich mir das allerdings immer noch nicht.

Andererseits sieht man ja auch bei einzelnen Zunderschwämmen in Frühjahr und anderen Ganoderma, z. B. applanatum ganzjährig regelmäßig z. T. dicke Spp-Beläge, wird also wohl so sein.

LG
Gabriele

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Re: Frage zu Lackporlingen

Gábor, (vor 5094 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

hier wurde schon einmal darüber diskutiert:
Beitrag 177194

Und hier hat sich jemand richtig Mühe gemacht, um sein Wissen über Thermodynamik auch auf Pilze anzuwenden:
http://bibliothek.fzk.de/zb/veroeff/79073.pdf

Das wäre freilich alles hinfällig, wenn die Sporen tatsächlich auch auf der Hutoberseite produziert werden.
Ich meine nämlich irgendwo gelesen zu haben, dass auch oben auf den Konsolen Sporen produziert werden, und zwar Konidien.

Es kann aber natürlich auch sein, dass ich gerade komplett verwirrt bin :-)

LG, Gábor

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Re: Frage zu Lackporlingen

Joschi Siembida ⌂, (vor 5094 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Und hier hat sich jemand richtig Mühe gemacht, um sein Wissen über Thermodynamik auch auf Pilze anzuwenden: [link]http://bibliothek.fzk.de/zb/veroeff/79073.pdf

das erklärt doch alles. Sehr gut!
Wenn sie nicht festgewachsen wären könnten Pilze also auch fliegen! ;-)

Ich meine nämlich irgendwo gelesen zu haben, dass auch oben auf den Konsolen Sporen produziert werden, und zwar Konidien.

Das meine ich im Forum auch schon mal gelesen zu haben. Bleibt aber dennoch die Frage ob die Konidiensporen auch braun sind?

Gruß Joschi

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Re: Frage zu Lackporlingen

Birgit, (vor 5093 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

Und hier hat sich jemand richtig Mühe gemacht, um sein Wissen über
Thermodynamik auch auf Pilze anzuwenden:
http://bibliothek.fzk.de/zb/veroeff/79073.pdf >
das erklärt doch alles. Sehr gut!
Wenn sie nicht festgewachsen wären könnten Pilze also auch fliegen! ;-)

richtig ;-). Das sind die gleichen thermodynamischen Überlegungen, die man auch bei Flugzeugtragflächen anstellt, um zu verstehen, warum die Flugzeuge nicht runter fallen. Pilze bräuchten also nur noch einen Propeller ;-).

liebe Grüße

Birgit

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Re: Frage zu Lackporlingen

Gábor, (vor 5093 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

über die Qualität der Arbeit kann man ja sicherlich streiten.

Es geht m.E. im Prinzip aber auch darum, dass sich Pilzsporen aufgrund ihres extrem geringen Gewichtes nicht mehr wie Festkörper, vielmehr gasförmig verhalten und somit auch strömungsmechanische Prinzipien angewandt werden können.

Es gibt ja diese mit gefärbtem Rauch durchgeführten Strömungsversuche im Windkanal.
Da kann man ja auch sehr schön sehen, wo Verwirbelungen entstehen, bzw. ein Unterdruck vorherrscht und im Leebereich(Windschatten) die Rauchpartikel wie in einem Strudel auch in die entgegengesetzte Richtung gewirbelt werden können.

Ich bin ja in jungen Jahren (als ich noch risikofreudiger war :-)) auch Gleitschirm geflogen und weiss quasi aus erster Hand, wie es sich anfühlt in einer leeseiten Turbulenz wie ein welkes Blatt herumgewirbelt zu werden:-)

LG, Gábor

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Re: Frage zu Lackporlingen

Birgit, (vor 5093 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,

Es geht m.E. im Prinzip aber auch darum, dass sich Pilzsporen aufgrund ihres
extrem geringen Gewichtes nicht mehr wie Festkörper, vielmehr gasförmig
verhalten und somit auch strömungsmechanische Prinzipien angewandt werden
können.

Du hast vollkommen recht, siehe unten bei der ANtwort auf Rikas Beitrag. Und ganz so einfach wie ichs geschrieben habe geht das mit den fliegenden Pilzen auch nicht, mit diesem "Tragflächenprofil" würden sie nicht wirklich fliegen können.

Ich bin ja in jungen Jahren (als ich noch risikofreudiger war :-)) auch
Gleitschirm geflogen und weiss quasi aus erster Hand, wie es sich anfühlt
in einer leeseiten Turbulenz wie ein welkes Blatt herumgewirbelt zu
werden:-)

Ich kenn das auch aus eigener Erfahrung beim Mitfliegen im Ultraleichtflugzeug beim hauseigenen ;-) Piloten im Gebirge. Beim Überfliegen eines Bergkamms in einer Sekunde 8m bergab und in der nächsten Sekunde wieder 3m bergauf, von Null auf speiübel in 2 Sekunden ;-).
Da gehts nicht nur um Strömungsmechanik, sondern da kommen auch noch Turbulenzen auf Grund der Temperatur/Dichte/Druckunterschiede dazu.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Frage zu Lackporlingen

UmUlmHerum, (vor 5094 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabór,

vielen Dank für Deine Recherche!

Nachdem ich Deine beiden links gründlich durchgelesen habe, kann ich sagen:
beide Diskussionen/Theorien sind in diesem Fall nicht wirklich zielführend, Begründung siehe unten.

So bleibt Deine Idee von den Konidien auf der Hutoberseite - das sollten die Mikroskopierer doch verifizieren können?!

Und meine Theorie: Es könnte an der spezifischen, wachsartigen Oberfläche dieser Gattung liegen - da kleben die aufgewirbelten Sporen eben fest. Ich habe das gerade mal untersucht und versucht, die Sporenschicht von einem Flachen Lackporling mit der Nagelbürste (Anblasen bringt rein gar nix) zu entfernen - kaum möglich! Das würde auch erklären, warum ich auf 100% (!) aller ausgewachsenen Ganoderma applanatum die Sporen obendrauf finde.

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In Deinem ersten link geht es um eine thermodynamische Theorie über die Sporenverteilung auf der Tischplatte. Soweit alles korrekt, erklärt aber nicht, wie die Sporen AUF den Hut kommen.

Diese angeblich wissenschaftliche Erklärung im zweiten link bezieht sich zwar explizid auf die seltsammen Sporenansammlungen auf Lackporlingen, krankt jedoch in mehreren Punkten. Die eine der beiden aufgeführte Formeln ist die Bernoulli-Gleichung (S.11), die in diesem Zusammenhang aber rein gar nix bringt. Ebenso unzutreffend ist das laminare Strömungsbild (S.12), weil dieses eben KEINE Wirbel erzeugt! Wenn sich die Verfasser wirklich Mühe gegeben hätten, so hätten sie anhand der Masse ("Gewicht") der Sporen und der Strömungsgeschwindigkeiten die Flugbahnen berechnen können... wobei auch die Modellierung der Hutoberfläche kombiniert mit den Strömungsverhältnissen mit den heutigen digitalen Methoden (3D-Vermessung + Finite Elemente etc.) realisierbar sein sollte. Immerhin ist die Abb. 8 (S.14) richtig, wird aber im wissenschaftlichen Sinn nicht nachvollzogen, s.o. Bernoulli & Co.
- ABER das größte Manko an dieser Arbeit ist: Wäre diese Theorie richtig, müsste auf annähernd ALLEN Pilzen obendrauf Sporenpulver sein! -
- UND: Auch die Annahme, die Hutoberfläche wäre ein gutes Depot, um die Sporen beim "nächsten" Wind weiter zu verteilen, wurde nicht konsequent verfolgt, siehe mein heutiger Versuch.

---------

Ich bin neugierig auf Eure Meinungen!

Grüße - Rika

Hallo Rika,
hier wurde schon einmal darüber diskutiert:
Beitrag 177194
Und hier hat sich jemand richtig Mühe gemacht, um sein Wissen über
Thermodynamik auch auf Pilze anzuwenden:
http://bibliothek.fzk.de/zb/veroeff/79073.pdf
Das wäre freilich alles hinfällig, wenn die Sporen tatsächlich auch auf der
Hutoberseite produziert werden.
Ich meine nämlich irgendwo gelesen zu haben, dass auch oben auf den Konsolen
Sporen produziert werden, und zwar Konidien.
Es kann aber natürlich auch sein, dass ich gerade komplett verwirrt bin :-)
LG, Gábor

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Re: Frage zu Lackporlingen - Ergänzung

UmUlmHerum, (vor 5094 Tagen) @ UmUlmHerum

Kleine Ergänzung zu der pseudo-wissenschaftlichen Arbeit:

WENN die Sporen tatsächlich von unten nach oben geweht werden, so liegt eine TURBULENTE Strömung vor. Turbulente Strömungen gehören zwar in den Bereich der Chaos-Forschung, unterliegen aber dennoch gewissen Gesetzmäßigkeiten. Unser Admin Georg Müller könnte als Meteorologe zu solchen Turbulenzen und deren Berechnung sicher einiges erklären... mit Bernoulli und der Kontinuitätsgleichung kommt man in diesem Fall jedoch nirgends hin.

Grüße - Rika

Diese angeblich wissenschaftliche Erklärung im zweiten link bezieht sich zwar
explizid auf die seltsammen Sporenansammlungen auf Lackporlingen, krankt
jedoch in mehreren Punkten. Die eine der beiden aufgeführte Formeln ist
die Bernoulli-Gleichung (S.11), die in diesem Zusammenhang aber rein gar
nix bringt. Ebenso unzutreffend ist das laminare Strömungsbild (S.12),
weil dieses eben KEINE Wirbel erzeugt! Wenn sich die Verfasser wirklich
Mühe gegeben hätten, so hätten sie anhand der Masse ("Gewicht")
der Sporen und der Strömungsgeschwindigkeiten die Flugbahnen berechnen
können... wobei auch die Modellierung der Hutoberfläche kombiniert mit den
Strömungsverhältnissen mit den heutigen digitalen Methoden (3D-Vermessung
+ Finite Elemente etc.) realisierbar sein sollte. Immerhin ist die Abb. 8
(S.14) richtig, wird aber im wissenschaftlichen Sinn nicht nachvollzogen,
s.o. Bernoulli & Co.
- ABER das größte Manko an dieser Arbeit ist: Wäre diese Theorie richtig,
müsste auf annähernd ALLEN Pilzen obendrauf Sporenpulver sein! -
- UND: Auch die Annahme, die Hutoberfläche wäre ein gutes Depot, um die
Sporen beim "nächsten" Wind weiter zu verteilen, wurde nicht
konsequent verfolgt, siehe mein heutiger Versuch.

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Re: Frage zu Lackporlingen

Der Juergen, (vor 5094 Tagen) @ UmUlmHerum

Wenn sich die Verfasser wirklich
Mühe gegeben hätten, so hätten sie anhand der Masse ("Gewicht")
der Sporen und der Strömungsgeschwindigkeiten die Flugbahnen berechnen
können... wobei auch die Modellierung der Hutoberfläche kombiniert mit den
Strömungsverhältnissen mit den heutigen digitalen Methoden (3D-Vermessung
+ Finite Elemente etc.) realisierbar sein sollte.

Meine Hypothese (keine Theorie!): Sporen sind sehr leicht, sie gehen als Partikel bei geringsten (nicht mehr messbaren) Luftbewegungen in das sogenannte Luft-Plankton über. Sporen sind also eher Schwebeteilchen als Wurfgeschosse, die einer Ballistik unterliegen. Also so mit Newton'scher Physik Flugbahnen berechenen wollen, ist meiner Ansicht nach ein sinnloses Unterfangen.

Ich würde eine Spezial-Kamera aufstellen, die unterschiedliche Luftdichten visualisieren kann, und dann die Luftbewegungen um so eine Konsole sichtbar machen.

Aber ich habe bisher keine Literatur zu diesem Phänomen gelesen, vielleicht sind es ja doch Konidien, die auf der Oberfläche produziert werden, keine Ahnung.

Grüßle
Jürgen

P.S.: Die Fotos von Ganoderma spec. im Artikel sind übelst Überbelichtet. Sowas in einem wissenschaftlichen Artikel ist einfach nur schlampig. Auch wird überhaupt nicht diskutiert, was für Möglichkeiten schon von anderen Forschern (Mykologen, Physikern) in Betracht gezogen wurden, das ist "Philosophieren im luftleeren Raum".

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

UmUlmHerum, (vor 5093 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen, aber auch Gabór, Birgit, Gabriele, Joschi...

Selbstverständlich werden Sporen aufgrund ihrer geringen Masse in Lüftströmen bewegt. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Ich wollte aber wissen, wieso sie sich ausgerechnet OBEN auf den LACKPORLINGEN regelmäßig und in großer Menge befinden!

Könnte sich vielleicht jemand zu meinen beiden hier vorgeschlagenen Theorien äußern? Hier zur Vergegenwärtigung das Zitat aus meinem Beitrag:

(1) "So bleibt Deine Idee [Gabór] von den Konidien auf der Hutoberseite - das sollten die Mikroskopierer doch verifizieren können?!"

(2) "Und meine Theorie: Es könnte an der spezifischen, wachsartigen Oberfläche dieser Gattung liegen - da kleben die aufgewirbelten Sporen eben fest. Ich habe das gerade mal untersucht und versucht, die Sporenschicht von einem Flachen Lackporling mit der Nagelbürste (Anblasen bringt rein gar nix) zu entfernen - kaum möglich! Das würde auch erklären, warum ich auf 100% (!) aller ausgewachsenen Ganoderma applanatum die Sporen obendrauf finde."

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Meine Hypothese (keine Theorie!): Sporen sind sehr leicht, sie gehen als
Partikel bei geringsten (nicht mehr messbaren) Luftbewegungen in das
sogenannte Luft-Plankton über. Sporen sind also eher Schwebeteilchen als
Wurfgeschosse, die einer Ballistik unterliegen. Also so mit Newton'scher
Physik Flugbahnen berechenen wollen, ist meiner Ansicht nach ein sinnloses
Unterfangen.

Lieber Jürgen, ich rede nicht von Ballistik, sondern ausschließlich von Strömungslehre und deren Anwendung z.B. bei Filter- oder Trenn- oder Beförderungsanlagen sowie bei der freien Ausbreitung, z.B. Emmissionen von feinsten Teilchen (wie radioaktivem Staub). Auch hier spielt die Masse der in einem Fliud eingelagerten Teilchen eine Rolle (leichter oder schwerer als die Luft). Dieser Pseudo-Fachartikel hat in seinen Formeln nur laminare Strömung "berechnet", die hier aber keine Rolle spielt. Das einzige Verwertbare sind die überbelichteten Fotos mit den Sporenschwaden und die Skizze in Abb. 8. Aber all dies sind bekannte Gemeinplätze, die das spezielle Phänomen nicht im Geringsten erklären. Thema verfehlt!

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Grüße - Rika

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Ich würde eine Spezial-Kamera aufstellen, die unterschiedliche Luftdichten
visualisieren kann, und dann die Luftbewegungen um so eine Konsole
sichtbar machen.
Aber ich habe bisher keine Literatur zu diesem Phänomen gelesen, vielleicht
sind es ja doch Konidien, die auf der Oberfläche produziert werden, keine
Ahnung.
Grüßle
Jürgen
P.S.: Die Fotos von Ganoderma spec. im Artikel sind übelst Überbelichtet.
Sowas in einem wissenschaftlichen Artikel ist einfach nur schlampig. Auch
wird überhaupt nicht diskutiert, was für Möglichkeiten schon von anderen
Forschern (Mykologen, Physikern) in Betracht gezogen wurden, das ist
"Philosophieren im luftleeren Raum".

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Birgit, (vor 5093 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika, Jürgen, Gabor

Selbstverständlich werden Sporen aufgrund ihrer geringen Masse in Lüftströmen
bewegt. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Okay, das ist uns beiden wegen unserer Vorbildung wohl klar, aber ob das auch bei allen Anderen auch so ist? Dass Sporen auch durch den Wind weiter verbreitet werden und nicht nur gerade auf den Boden fallen, spricht dafür.

Ich wollte aber wissen, wieso sie sich ausgerechnet OBEN auf den
LACKPORLINGEN regelmäßig und in großer Menge befinden!

Wenn wir schon von Thermodynamik und wie Jürgen richtig bemerkt von Dichte- sprich Druckunterschieden in den Luftschichten sprechen, dann sind wir hier auch bei statistischen, zufälligen (Verwirbelungs)prozessen. Es handelt sich m.E. weniger um reine Strömungsmechanik (wie in dem Artikel), sondern um Strömungsmechanik vermischt mit statistischer Thermodynamik. Temperaturunterschiede (z.B. durch SOnneneinstrahlung) in den verschiedenen Luftschichten, die Druck- und Dichteunterschiede bewirken, erzeugen thermische Wirbel. Wie diese Turbulenzen nun genau ausschauen, kann wohl keiner genau berechnen, da wären wir wohl nun wirklich in der Chaostheorie. Ein Punkt ist, dass es nicht sicher ist, auch nicht nach deinen Beobachtungen, dass tatsächlich der überwiegende Teil der Sporen auf der Hutoberfläche zu finden ist. Ich würd gerne erstmal genau wissen, wie viele Sporen insgesamt den Pilz verlasssen, bevor ich auf den ANteil der Sporen schließe, die zufällig durch statistische Prozesse auf dem Hut gelandet sein können. Bei einer großen ANzahl an SPoren kann das eben durchaus nur dem gleichmäßig in alle Richtungen verteilten Anteil entsprechen. Ebensowenig ist die filmische Beobachtung an 1(!) Fruchtkörper in der zitierten Arbeit in irgendeiner Art aussagekräftig.
Ich finde sehr oft beim Mikroskopieren der Hutdeckschicht von Pilzen Sporen, ich glaube nicht, dass die alle durch Verschleppung mit der Präpariernadel oder darüberliegende Hüte dort hin gekommen sind. Da müsste man mal verstärkt drauf achten. Ich denke, dass es vollkommen normal ist, dass Sporen durch thermische Verwirbelung auch auf der Hutoberfläche zu finden sind.

(2) "Und meine Theorie: Es könnte an der spezifischen, wachsartigen
Oberfläche dieser Gattung liegen - da kleben die aufgewirbelten Sporen
eben fest. Ich habe das gerade mal untersucht und versucht, die
Sporenschicht von einem Flachen Lackporling mit der Nagelbürste (Anblasen
bringt rein gar nix) zu entfernen - kaum möglich! Das würde auch erklären,
warum ich auf 100% (!) aller ausgewachsenen Ganoderma applanatum die
Sporen obendrauf finde."

Naja, das kann natürlich sein. Auf einer rauhen Oberfläche haften die Sporen natürlich besser, muss ja gar nicht pappig sein, Schmirgelpapier täts auch ;-). Selbst wenns Konidien wären, seh ich den Sinn des Ganzen nicht wirklich, was bringts dem Pilz, wenn die Sporen auf der Hutoberfläche pappen?

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Lieber Jürgen, ich rede nicht von Ballistik,

nun ja, du sprichst von Flugbahnen, da denk ich auch an physikalisch genau determinierte Ort-Zeit-Kurven.

Dieser Pseudo-Fachartikel hat in seinen Formeln nur
laminare Strömung "berechnet", die hier aber keine Rolle spielt.

Na, es erklärt zumindestens den Überdruck auf der Hutunterseite und den vermeintlichen "Auftrieb" der Sporen auf der Leeseite. Die Luftströmung und mit ihr die Flugrichtung Sporen verläuft natürlich bei einer laminaren Strömung nicht nach oben, ist schon klar. Auf den Furchtkörper wirkt aber tatsächlich eine Kraft nach oben, was du ja auch weisst.

Jürgen, der hauseigene Pilot ;-) kann sich nicht vorstellen, dass es Kameras gibt, die Dichteunterschiede in der Luft darstellen können. Weißt du da Näheres? Scherwinde auf Flugplätzen, auch verursacht durch Dichteunterschiede in der Luft und immens gefährlich für Flugzeuge können noch immer nicht beobachtet werden und da würden solche Kameras - falls existent - eingesetzt werden.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Krötenhocker, (vor 5092 Tagen) @ Birgit

Hallo zusammen,

Jürgen, der hauseigene Pilot ;-) kann sich nicht vorstellen, dass es Kameras
gibt, die Dichteunterschiede in der Luft darstellen können. Weißt du da
Näheres? Scherwinde auf Flugplätzen, auch verursacht durch
Dichteunterschiede in der Luft und immens gefährlich für Flugzeuge können
noch immer nicht beobachtet werden und da würden solche Kameras - falls
existent - eingesetzt werden.

Luftdichteunterschiede kann man mit der Schlierenfotografie darstellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlierenfotografie
Ob aber die Luftdichteunterschiede bei Scherwinden so groß sind, das sie sichtbar werden? Bei gefährlichen Scherwinden könnte man doch einen stationären Rauchgeber installieren, der vom Tower aus bei anfliegenden Flugzeugen eingeschaltet wird und die Verwirbelung gut sichtbar machen könnte.

Aber zurück zu den Sporen auf der Oberfläche. Hatte schon jemand die Theorie, dass der Hut sich oben mehr erwärmt als unten (klar bei Licht bzw. Wärmestrahlung) und die dadurch aufsteigende Luft die Sporen mit nach oben reißt und ggf. durch Wirbel am Hutrand auf die Oberfläche befördert werden?
Das würde auch bei anderen Hutpilzen erklären, wieso man häufig Sporen auf der Huthaut findet.

LG, Jens

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Gábor, (vor 5092 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

ich hatte ja seinerzeit eine etwas andere Theorie und die ging so:
es ist wohl so, dass Ganoderma applanatum sehr große Mengen an Sporen produziert, und das hauptsächlich im Frühjahr.
Die Thermik ist im Frühjahr am stärksten und sie reicht selbst knapp über dem Boden für die extrem leichtgewichtigen Sporen allemal.
Diese werden zunächst nach oben getragen und weil aber die Hutkonsole ein Strömungshindernis darstellt, werden sie im Leebereich schön brav auf die Hutoberfläche aufgeschichtet.

Hier ist meine Theorie
Beitrag 158871

und sogar mit einer richtig dollen Skizze :-)
Beitrag 169159

Mycelio hatte dann auch die spannende Idee mit der Stoffwechselaktivität:
Beitrag 169252

Nachdem Karl dann aber den Hinweis auf die Sporenproduktion direkt auf der Hutoberfläche brachte
http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_2_19.pdf
hielt ich zumindest meine Thermiktheorie wieder für hinfällig.

Wir können die Diskussion natürlich wieder aufleben lassen, allerdings sollten die bereits vorgebrachten Argumente nicht vernachlässigt werden.

LG, Gábor

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Krötenhocker, (vor 5092 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Die Konidiensporentheorie ist aber auch im Jahn-Artikel nicht belegt, sondern bleibt eine dort eine Vermutung, sofern ich jetzt auf die Schnelle nichts überlesen habe. Bei der Sporenmenge auf der Oberfläche müssten doch direkt noch unreife Konidiensporen an den Konidienträgern gefunden werden können.
Zitat:
Aus den Untersuchungen von
Hansen (1958) geht hervor, daß die Huthaut der Ganoderma-Arten von
Palisadenzellen gebildet wird, die bei G. resinaceum z . T. 3—5 sterigmen-
artige Fortsätze haben . Es liegt nahe, in den Palisadenzellen degenerierte
Basidien zu sehen. Weitere anatomische Untersuchungen zu diesem Problem
wären sehr erwünscht . Jedenfalls unterscheiden sich bei 4 von mir unter-
suchten Ganoderma-Arten die auf der Hutoberfläche gebildeten Sporen in
Größe und Form nicht von den in den Röhren gebildeten Sporen .

Zitatende

Im letzten Satz setzt Jahn ohne Beweis einfach vorraus, dass auf der Hutoberfläche Sporen gebildet würden, wünscht sich vorher aber noch "weitere anatomische Untersuchungen".
Deine Thermikthese könnte ähnlich meiner Thermikthese also doch möglich sein, es sei denn, jemand hat die Konidiensporen wirklich mal nachgewiesen.

Und Jahn schreibt, dass die Sporen genauso aussehen, wie die normalen Sporen. Könnte nicht das vielmehr ein Hinweis darauf sein, das es normale Sporen sind?

Naja, muß man halt mal mikroskopieren, wenn einem einer unterkommt. Obwohl ich mich mit meiner Erfahrung an so zähe Dinger kaum rantraue.

LG, Jens

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Gábor, (vor 5092 Tagen) @ Krötenhocker

: Naja, muß man halt mal mikroskopieren, wenn einem einer unterkommt. Obwohl
[quote]ich mich mit meiner Erfahrung an so zähe Dinger kaum rantraue.
[/quote]
-----

Hallo Jens,

so ist das aber meistens.
Wenn man irgendwelchen Ergebnissen nicht ganz traut, muss man am Ende immer selbst Hand anlegen :-)

LG, Gábor

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Birgit, (vor 5092 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens und Gabor,

Hansen (1958) geht hervor, daß die Huthaut der Ganoderma-Arten von
Palisadenzellen gebildet wird, die bei G. resinaceum z . T. 3—5 sterigmen-
artige Fortsätze haben . Es liegt nahe, in den Palisadenzellen degenerierte
Basidien zu sehen. Weitere anatomische Untersuchungen zu diesem Problem
wären sehr erwünscht . Jedenfalls unterscheiden sich bei 4 von mir unter-
suchten Ganoderma-Arten die auf der Hutoberfläche gebildeten Sporen in
Größe und Form nicht von den in den Röhren gebildeten Sporen .

er sagt vor allen Dingen in diesem Zitat, dass die Sporen, die er auf der Hutoberfläche fand - ganz unabhängig davon, wie sie entstanden sind - sich in nichts von den in der Röhre gebildeten Sporen unterscheiden. Konidiensporen sollten doch eigentlich schon anders aussehen. Wie ich oben schon mal gesagt habe, finde ich regelmäßig beim Mikroskopieren von beliebigen Pilzen normale Sporen auf der Hutoberfläche.
Zieht man thermische Wirbel in Betracht können natürlich Sporen auf die Hutoberfläche transportiert werden, ich jedenfalls bin noch nicht überzeugt davon, dass bei Lackporlingen auch auf Grund der möglichen hohen Sporenzahl - wie schon von Gabor und auch mir vermutet - überproportional viele Sporen auf der Hutoberfläche landen. Der Großteil der Sporen kann durchaus vom Wind mitgetragen und so weit verteilt sein, dass sie optisch nicht auffallen.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

leofelsle, (vor 5088 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Gábor,

Deine Thermikthese könnte ähnlich meiner Thermikthese also doch möglich sein,

es sei denn, jemand hat die Konidiensporen wirklich mal nachgewiesen.
Und Jahn schreibt, dass die Sporen genauso aussehen, wie die normalen Sporen.
Könnte nicht das vielmehr ein Hinweis darauf sein, das es normale Sporen
sind?
Naja, muß man halt mal mikroskopieren, wenn einem einer unterkommt. Obwohl
ich mich mit meiner Erfahrung an so zähe Dinger kaum rantraue.
LG, Jens

hallo zusammen,
die Diskussion ist jetzt schon etwas länglich, aber da mich das auch schon öfter beschäftigt hat, will ich da auch noch meinen Senf zugeben:
Ich glaube nicht an die Thermik-Theorie, weil die Verteilung des Sporenstaubs dagegen spricht. Ich schau mir das immer wieder an und ich sehe immer wieder bei den stark aussporenden Exemplaren, dass das meiste auf dem Hut liegt, dann ziemlich viel am Boden ausserhalb des Hutrandes, mit der Entfernung abnehmend. Aber unter dem Hut liegt überhaupt nix. Da könnte man doch vermuten, so absurd das erst mal klingt, dass die Sporen tatsächlich ursprünglich auf dem Hut sind. Und tatsächlich: wenn man im Querschnitt mikroskopiert, findet man überall, auch direkt unter der Hutoberfläche Sporen. Ich schließe daraus, dass der Pilz seine Sporen eben nicht nutzlos nach unten fallen lässt sondern nach oben transportiert und dann durch die Hutoberfläche absondert.
Das widerspricht jetzt nicht unbedingt der Untersuchung von Jahn....
Gruß
Michael

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Krötenhocker, (vor 5088 Tagen) @ leofelsle

Hallo Michael,

Und tatsächlich: wenn man im
Querschnitt mikroskopiert, findet man überall, auch direkt unter der
Hutoberfläche Sporen. Ich schließe daraus, dass der Pilz seine Sporen eben
nicht nutzlos nach unten fallen lässt sondern nach oben transportiert und
dann durch die Hutoberfläche absondert.

... wo sie dann erst Recht nutzlos rumliegen ;-)

Das der Fruchtkörper aktiv Sporen durch sein eigenes Trama transportiert halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Ich glaube eher, dass du mit dem Schnitt Sporen auf die Schnittfläche konterminierst und deshalb der Schein entsteht, Sporen würden auch unter der Hutoberfläche vorhanden sein. Nach deiner These müsste man dann ja im gesamten Trama Sporen finden, die auf dem Weg nach oben sind.

LG, Jens

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Re: Antwort der Meteorologin

UmUlmHerum, (vor 5092 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor & alle anderen!

Danke für das Zusammentragen dieser Links, ich habe sie mit großem Intersse studiert. Am spannendsten finde ich das Foto von den Sporen-Bäumchen - da kommen wir der Sache deutlich näher. Auch in dem Artikel von 1960 kamen interssante Details raus - z.B. die Sporen von oben sehen aus wie die Sporen von unten.

Vorhin hatte ich ein ausführliches Telefonat zu diesem Thema mit meiner Schwester in Wien. Sie ist als Meteorologin seit vielen Jahren in Forschungsprojekten tätig, in denen es u.a. um die Emmision von Schadstoffen, ihrer Verteilung in der Atmophäre + Fallout geht (https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.person_projekte?sprache_in=de&menue_id_in=103&id_in=3585&laufzeit_in=abgeschlossen).

Ich versuche ein kurzes Facit:

(1) Für das Absetzen von besonders viel Sporen auf dem Hut sind ausschließlich die Eigenschaften ("Oberflächenwiderstand") der Hutoberfläche und der Sporen ausschlaggebend. Dies muss eine spezifische Eigenschaft dieser Gattungen (Lackporlinge und Zunderschwämme) sein, sonst wären auf alle Pilzhüten viele Sporen. Dabei können elektrostatische Aufladungen ebenso wie bipolare Eigenschaften und Anderes der beteiligten Körper eine Rolle spielen.

(2) Die Masse (Massenträgheit) der Sporen ist nicht egal, sondern die Voraussetzung dafür, dass sich die Sporen überhaupt aus dem Luftstrom lösen und irgendwo absetzen können. Unter dem Stichwort "molekulare Diffusion" (wirksam im Bereich weniger mm) schließen wir den Kreis zu (1) - ein Sporus kommt in seiner Flugbahn der Hutoberfläche bzw. den schon dort liegenden Sporen so nahe, dass er den dringenden Wunsch verspürt, sich ebenfalls dort niederzulassen - aufgrund welcher Kräfte auch immer.

(3) Evolutionstechnisch sinnvoll? war auf alle Fälle die Produktion von möglichst viele Sporen. Selbst wenn davon 1/3 auf dem Hut landen und nicht weiterfliegen, sind immer noch genug andere unterwegs. Aber vielleicht wird diese Sporenschicht bei der Verwesung des Frk. besonders gern von Irgendjemand gefressen?

Ich glaube, viel weiter werden wir mit unseren Erklärungsversuchen wohl nicht kommen, war aber interessant! Danke an alle, die sich hier eingebracht haben!

Grüße - Rika

Hier ist meine Theorie
Beitrag 158871
und sogar mit einer richtig dollen Skizze :-)
Beitrag 169159
Mycelio hatte dann auch die spannende Idee mit der Stoffwechselaktivität:
Beitrag 169252
Nachdem Karl dann aber den Hinweis auf die Sporenproduktion direkt auf der
Hutoberfläche brachte
http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_2_19.pdf
hielt ich zumindest meine Thermiktheorie wieder für hinfällig.
Wir können die Diskussion natürlich wieder aufleben lassen, allerdings
sollten die bereits vorgebrachten Argumente nicht vernachlässigt werden.
LG, Gábor

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

Birgit, (vor 5092 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

Luftdichteunterschiede kann man mit der Schlierenfotografie darstellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlierenfotografie

ich geb den Link weiter, danke.

Ob aber die Luftdichteunterschiede bei Scherwinden so groß sind, das sie
sichtbar werden? Bei gefährlichen Scherwinden könnte man doch einen
stationären Rauchgeber installieren, der vom Tower aus bei anfliegenden
Flugzeugen eingeschaltet wird und die Verwirbelung gut sichtbar machen
könnte.

Das scheint nicht praktikabel zu sein

herzliche Grüße

Birgit

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

haseneier, (vor 5092 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Jürgen, aber auch Gabór, Birgit, Gabriele, Joschi...
Selbstverständlich werden Sporen aufgrund ihrer geringen Masse in Lüftströmen
bewegt. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.
Ich wollte aber wissen, wieso sie sich ausgerechnet OBEN auf den
LACKPORLINGEN regelmäßig und in großer Menge befinden!
Könnte sich vielleicht jemand zu meinen beiden hier vorgeschlagenen Theorien
äußern? Hier zur Vergegenwärtigung das Zitat aus meinem Beitrag: (1)
"So bleibt Deine Idee [Gabór] von den Konidien auf der Hutoberseite -
das sollten die Mikroskopierer doch verifizieren können?!"
(2) "Und meine Theorie: Es könnte an der spezifischen, wachsartigen
Oberfläche dieser Gattung liegen - da kleben die aufgewirbelten Sporen
eben fest. Ich habe das gerade mal untersucht und versucht, die
Sporenschicht von einem Flachen Lackporling mit der Nagelbürste (Anblasen
bringt rein gar nix) zu entfernen - kaum möglich! Das würde auch erklären,
warum ich auf 100% (!) aller ausgewachsenen Ganoderma applanatum die
Sporen obendrauf finde."
Grüße - Rika
----------------------

Hallo Rika,

Beim ersten Versuch, mich in diese wahrlich interdisziplinäre Fragestellung zu vertiefen, erschien mir Deine Hypothese daß mehr als alle thermodynamischen, strömungsphysikalischen oder gar ballistischen Wirkzusammenhänge doch die Beschaffenheit der Hutoberfläche, sozusagen die Haftbedingungen das ausschlaggebende Momentum sein müßten, überaus plausibel. Vertiefte Meditation widerlegte aber diesen Ansatz wieder, da eine die Anhaftung bzw. das Liegenbleiben begünstigende Oberflächenstruktur, egal ob wachsartig, klebrig oder angerauht ja ihre Wirkung nur auf im ersteren Fall eine ein- bis zweilagige Sporenbelegung ausüben könnte, also eine Sporenschicht von allenfalls 20 Mikron, für weitere Schichten aber mangels direkten Hut-Kontaktes keine unmittelbare Wirksamkeit mehr hätte. Mit anderen Worten: Um die hier referierten Beobachtungen millimeter- bis zentimeterstarker Sporenhaufen und auf den Hüten zu erklären, wäre schon eine regelrecht widerborstige Oberflächenstruktur erforderlich, von der ich z.B. bei Ganoderma lucidum nicht wirklich ausgehen möchte. Da müßte man Deine Hypothese schon in Richtung der andernorts bereits angedachten und größere Reichweiten überbrückenden elektrostatischen oder evtl sogar magnetischen Wirkkräfte ergänzen.

Persönlich neige ich ja ohnehin dazu, das ganze unter "Mysterien des Reishi" bzw. "Es gibt mehr Phänomene im Pilzreich, als sich der gesunde Menschenverstand und seine Wissenschaft erklären können" zu subsumieren.

Natürlich werde ich auch in Zukunft mir den kleinen Spaß genehmigen, bei nächtlichen Waldgängen mal hier ein Sporenhäufchen umzuschichten, da einen obenaufwachsenden Bruderpilz spurlos zu beseitigen und dort einen Fliegenpilz in eine Astgabel zu pflanzen oder heimlich einen Hasenköttelbewohner auf ein Rehböllerchen zu verpflanzen, damit der Stoff zum Wundern nicht ausgeht ;=)

Mitternächtlich-zaubrische Grüße
Martin

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

UmUlmHerum, (vor 5091 Tagen) @ haseneier

Hallo Martin, Du Uhu!

OffTopic
Kamst Du gerade aus dem Wald von der Suche nach leuchtenden Pilzen, als Du Deinen u.a. Beitrag geschrieben hast? In Neusseland würdest Du (in manchen Gegenden) schneller mit im-Dunkel-Leuchtenden fündig werden: "Glow Worms" hängen unter Brücken oder anderen größeren Vorsprüngen und natürlich in Höhlen (weltberühmt --> Waitomo Caves). Diese weiß-grünlich leuchtenden Fäden stammen von Spinnen, die damit ihre Beute anlocken.

OnTopic
Hast Du mittlerweile die links von Gabór und meinen letzten Beitrag gelesen?
Beitrag 229586
Dort findest Du weitere Ansätze - nicht die Oberflächenstruktur, sondern deren Eigenschaften bestimmen wohl die Sporenanlagerung. Wie das wirklich funktioniert, da stimme ich Dir vollkommen zu, wird weiter im Dunkel liegen.

Grüße aus dem Nebel - Rika

Hallo Rika,
Beim ersten Versuch, mich in diese wahrlich interdisziplinäre Fragestellung
zu vertiefen, erschien mir Deine Hypothese daß mehr als alle
thermodynamischen, strömungsphysikalischen oder gar ballistischen
Wirkzusammenhänge doch die Beschaffenheit der Hutoberfläche, sozusagen die
Haftbedingungen das ausschlaggebende Momentum sein müßten, überaus
plausibel. Vertiefte Meditation widerlegte aber diesen Ansatz wieder, da
eine die Anhaftung bzw. das Liegenbleiben begünstigende
Oberflächenstruktur, egal ob wachsartig, klebrig oder angerauht ja ihre
Wirkung nur auf im ersteren Fall eine ein- bis zweilagige Sporenbelegung
ausüben könnte, also eine Sporenschicht von allenfalls 20 Mikron, für
weitere Schichten aber mangels direkten Hut-Kontaktes keine unmittelbare
Wirksamkeit mehr hätte. Mit anderen Worten: Um die hier referierten
Beobachtungen millimeter- bis zentimeterstarker Sporenhaufen und auf den
Hüten zu erklären, wäre schon eine regelrecht widerborstige
Oberflächenstruktur erforderlich, von der ich z.B. bei Ganoderma lucidum
nicht wirklich ausgehen möchte. Da müßte man Deine Hypothese schon in
Richtung der andernorts bereits angedachten und größere Reichweiten
überbrückenden elektrostatischen oder evtl sogar magnetischen Wirkkräfte
ergänzen.
Persönlich neige ich ja ohnehin dazu, das ganze unter "Mysterien des
Reishi" bzw. "Es gibt mehr Phänomene im Pilzreich, als sich der
gesunde Menschenverstand und seine Wissenschaft erklären können" zu
subsumieren.
Natürlich werde ich auch in Zukunft mir den kleinen Spaß genehmigen, bei
nächtlichen Waldgängen mal hier ein Sporenhäufchen umzuschichten, da einen
obenaufwachsenden Bruderpilz spurlos zu beseitigen und dort einen
Fliegenpilz in eine Astgabel zu pflanzen oder heimlich einen
Hasenköttelbewohner auf ein Rehböllerchen zu verpflanzen, damit der Stoff
zum Wundern nicht ausgeht ;=)
Mitternächtlich-zaubrische Grüße
Martin

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Re: Darum geht´s doch gar nicht! *PIC*

haseneier, (vor 5091 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Martin, Du Uhu!
OffTopic
Kamst Du gerade aus dem Wald von der Suche nach leuchtenden Pilzen, als Du
Deinen u.a. Beitrag geschrieben hast? In Neusseland würdest Du (in manchen
Gegenden) schneller mit im-Dunkel-Leuchtenden fündig werden: "Glow
Worms" hängen unter Brücken oder anderen größeren Vorsprüngen und
natürlich in Höhlen (weltberühmt --> Waitomo Caves). Diese
weiß-grünlich leuchtenden Fäden stammen von Spinnen, die damit ihre Beute
anlocken.
OnTopic
Hast Du mittlerweile die links von Gabór und meinen letzten Beitrag gelesen?
Beitrag 229586
Dort findest Du weitere Ansätze - nicht die Oberflächenstruktur, sondern
deren Eigenschaften bestimmen wohl die Sporenanlagerung. Wie das wirklich
funktioniert, da stimme ich Dir vollkommen zu, wird weiter im Dunkel
liegen.
Grüße aus dem Nebel - Rika

Hallo Rika,

offT:
da es in diesem thread ja traditionell genau und ernst zugeht, gestatte mir die Bemerkung, daß in den Waitomo Caves keine selbstleuchtenden Spinnenfäden an der Decke baumeln, sondern da oben sitzen selbstleuchtende Pilzmückenlarven(!) der Art Arachnocampa luminosa (zugegeben der Name klingt ein wenig nach Campinglampenspinne), und die locken mit ihrem Licht Touristen und Geschwerl in ihre Klebefäden.
[image] http://www.tripadvisor.de/LocationPhotos-g616349-Waitomo_Caves_North_Island.html
Dieses Foto von Waitomo Caves wurde vom TripAdvisor zur Verfügung gestellt

Ob die kleinen orangefarbenen Weberknechte, welche sich u.a. diese Pilzmücken gerne einverleiben, anschließend auch leuchten, müßte man mal nachschauen. Geht aber ins Geld. Das leuchtende Holz möchte ich lieber in heimischen Wäldern aufspüren, auch Vorschläge, den Armillaria (nein, nicht das Gürteltier) im Goldfischglas auf in Malzbier ausgekochtem Klopapier zu ziehen gehen am romantischen Kern meines Anliegens vorbei. Spinnen, Spinnfäden, Pilzmücken desgleichen, da können sie leuchten wie sie wollen.

onT bzw "Darum geht's doch gar nicht!":
Natürlich hatte ich alle Beiträge und historischen Linksammlungen eingehend studiert, sonst hätte ich sicher nicht gewagt, in diesem fortgeschrittenen Stadium von "Darum gehts doch gar nicht" in diese hochklassige Diskussion einzusteigen. Ich erkenne natürch an, daß Du Deine Hypothese schon vor meinem Beitrag in Richtung immaterieller, jedenfalls nichtmechanischer Oberflächenwirkungen erweitert hattest. Es war nur Schlamperei von mir, daß ich mich nicht noch einmal im Detail auf die Quellenlage bezogen habe.
Nicht sicher bin ich aber nach obigen Zeilen von Dir, ob ich Deine Trennung von Oberflächenstruktur und deren Eigenschaften richtig auffasse. Das ist doch der Versuch, diese Diskussion ins Philosophische zu verlagern? Erkenne ich evtl einen späten Nachtrag zur Platonischen Ideenlehre?
Ich beschäftige mich mit Versuchen zur Aufhebung der Schwerkraft und bin weiterhin an der Abgehobenheit der Lackporlings- und Zundersporen sehr interessiert. Es ist aber zu früh, um mit weiteren Einzelheiten an die Öffentlichkeit zu treten. Je nach Perspektive auch zu spät.

Grüße vom Uhu (klebt nicht, hängt auch nicht an der Decke, aber wird nachts munter)

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:-))) *oT*

Birgit, (vor 5091 Tagen) @ haseneier

- kein Text -

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Re: Hallo Marin (OnTopic)

UmUlmHerum, (vor 5090 Tagen) @ haseneier

Nicht sicher bin ich aber nach obigen Zeilen von Dir, ob ich Deine Trennung
von Oberflächenstruktur und deren Eigenschaften richtig auffasse. Das ist
doch der Versuch, diese Diskussion ins Philosophische zu verlagern?
Erkenne ich evtl einen späten Nachtrag zur Platonischen Ideenlehre?
Ich beschäftige mich mit Versuchen zur Aufhebung der Schwerkraft und bin
weiterhin an der Abgehobenheit der Lackporlings- und Zundersporen sehr
interessiert. Es ist aber zu früh, um mit weiteren Einzelheiten an die
Öffentlichkeit zu treten. Je nach Perspektive auch zu spät.
Grüße vom Uhu (klebt nicht, hängt auch nicht an der Decke, aber wird nachts
munter)

... nach dieser Deiner Steilvorlage bekommst Du eine Erklärung, die hoffentlich Deiner Nachtruhe förderlich ist: Schon beim Schreiben habe ich mir überlegt, ob ich das präziser ausdrücken muss. Selbstredend gehört die Oberflächenstruktur auch zu den Eigenschaften. Du hast aber vollkommen richtig selbst interpretieret, was ich damit sagen wollte: es kommt nicht auf die mechanischen Strukturen an, sondern auf weiß-der-Herr was für Eigenschaften...

Meine Lieblingsvorstellung zur Aufhebung der Schwerkraft ist ein Klettergeschirr mit einem Heliumballon oben dran, der soweit gefüllt wird, dass Du nur noch 1/3 Deines Körpergewichts spürst. Erstaunlich, dass die Kiwis sowas noch nicht erfunden haben - nach Black Water Rafting, Bungee Jumping und dieser 4m-Plastikkugel, die innen hohl ist und mit der man sich Hügel hinunter rollen lässt; wem das zu langweilig ist, bekommt noch einen Eimer Wasser mit reingeschüttet. Wenn Du wieder zum Stillstand gekommen bist (egal bei welchem dieser "Vergnügen"), bist Du vielleicht doch froh, dass die Schwerkraft noch da ist ;-)

Grüße vom Hochsträß - Rika

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

UmUlmHerum, (vor 5091 Tagen) @ haseneier

Hallo Martin, Du Paramykologe!

OffTopic
Kamst Du gerade aus dem Wald von der Suche nach leuchtenden Pilzen, als Du Deinen u.a. Beitrag geschrieben hast? In Neusseland würdest Du (in manchen Gegenden) schneller mit im-Dunkel-Leuchtenden fündig werden: "Glow Worms" hängen unter Brücken oder anderen größeren Vorsprüngen und natürlich in Höhlen (weltberühmt --> Waitomo Caves). Diese weiß-grünlich leuchtenden Fäden stammen von Spinnen, die damit ihre Beute anlocken.

OnTopic
Hast Du mittlerweile die links von Gabór und meinen letzten Beitrag gelesen?
Beitrag 229586
Dort findest Du weitere Ansätze - nicht die Oberflächenstruktur, sondern deren Eigenschaften bestimmen wohl die Sporenanlagerung. Wie das wirklich funktioniert, da stimme ich Dir vollkommen zu, wird weiter im Dunkel liegen.

Grüße aus dem Nebel - Rika

Hallo Rika,
Beim ersten Versuch, mich in diese wahrlich interdisziplinäre Fragestellung
zu vertiefen, erschien mir Deine Hypothese daß mehr als alle
thermodynamischen, strömungsphysikalischen oder gar ballistischen
Wirkzusammenhänge doch die Beschaffenheit der Hutoberfläche, sozusagen die
Haftbedingungen das ausschlaggebende Momentum sein müßten, überaus
plausibel. Vertiefte Meditation widerlegte aber diesen Ansatz wieder, da
eine die Anhaftung bzw. das Liegenbleiben begünstigende
Oberflächenstruktur, egal ob wachsartig, klebrig oder angerauht ja ihre
Wirkung nur auf im ersteren Fall eine ein- bis zweilagige Sporenbelegung
ausüben könnte, also eine Sporenschicht von allenfalls 20 Mikron, für
weitere Schichten aber mangels direkten Hut-Kontaktes keine unmittelbare
Wirksamkeit mehr hätte. Mit anderen Worten: Um die hier referierten
Beobachtungen millimeter- bis zentimeterstarker Sporenhaufen und auf den
Hüten zu erklären, wäre schon eine regelrecht widerborstige
Oberflächenstruktur erforderlich, von der ich z.B. bei Ganoderma lucidum
nicht wirklich ausgehen möchte. Da müßte man Deine Hypothese schon in
Richtung der andernorts bereits angedachten und größere Reichweiten
überbrückenden elektrostatischen oder evtl sogar magnetischen Wirkkräfte
ergänzen.
Persönlich neige ich ja ohnehin dazu, das ganze unter "Mysterien des
Reishi" bzw. "Es gibt mehr Phänomene im Pilzreich, als sich der
gesunde Menschenverstand und seine Wissenschaft erklären können" zu
subsumieren.
Natürlich werde ich auch in Zukunft mir den kleinen Spaß genehmigen, bei
nächtlichen Waldgängen mal hier ein Sporenhäufchen umzuschichten, da einen
obenaufwachsenden Bruderpilz spurlos zu beseitigen und dort einen
Fliegenpilz in eine Astgabel zu pflanzen oder heimlich einen
Hasenköttelbewohner auf ein Rehböllerchen zu verpflanzen, damit der Stoff
zum Wundern nicht ausgeht ;=)
Mitternächtlich-zaubrische Grüße
Martin

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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

haseneier, (vor 5091 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika Du PataphysikerIn,

Hmmm....

vom Uhu zum Paramykologen.... Wolltest Du mich damit jetzt befördern oder ganz im Gegenteil? Oder übersehe ich was Entscheidendes bei der rev. 2nd ed. Deiner Antwort?

;)
lg
Martin

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Re: Hallo Martin (OffTopic)

UmUlmHerum, (vor 5090 Tagen) @ haseneier

... willst Du die reine Wahrheit wissen?

Ich hatte zwischenzeitlich in Deinem Profil gelesen, dass Du Dich selbst als Paramykologe gezeichnest. Und dieser Begriff passte so gut zum Schluss Deines wie auch meines Beitrags... that´s all - Du hast nix übersehen ;-)

Die Erklärung von den Glow Worms hatte ich irgendwie so abgespeichert, bilde mir ein, die Höhlenführerin hätte uns das anno 2000 so erklärt. Und jetzt sagst Du, die Mückenlarven leuchten, damit die Weberknechte ihr Futter besser finden können? Sei es wie es sei - sah jedenfalls toll aus.

Ach, kennst Du übrigens die andere Bedeutung von "UHU"? Mich hat man an meinem 50. Geburtstag freundlich darüber aufgeklärt, dass ich ab jetzt zu den UHUs gehöre: UnterHUndert ;-))

Guts Nächtle - Rika

Hallo Rika Du PataphysikerIn,
Hmmm....
vom Uhu zum Paramykologen.... Wolltest Du mich damit jetzt befördern oder
ganz im Gegenteil? Oder übersehe ich was Entscheidendes bei der rev. 2nd
ed. Deiner Antwort?
;)
lg
Martin

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Re: Hallo Rika, back to Urwald

haseneier, (vor 5089 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

hat schon gepaßt, Uhu im doppelten Sinn und vielleicht auch Paramykologe (Begriff geht auf Hartmut Geerken, mykophiler Wort- und Klangkünstler zurück und hat z.B. nichts mit Parapsychologie zu tun)

Aber jetzt würde ich gerne aus dem Gedanken- und Assoziationsurwald, zu dem dieser thread angeregt hatte, zurückkommen zu den wunderbaren Bildern der Baumriesen aus dem Sababurgwald und mich bei Joschi dafür bedanken.

Gute Nacht
Martin