Hallo Jürgen,
den Vergleich mit Leuchtgas finde auch ich zum ersten Mal bei RICKEN (Die Blätterpilze, 1915).
Hier meine Recherche:
WINTER (Rabenhorsts Kryptogamen-Flora, 1878) beschreibt überhaupt keinen Geruch.
HAHN (Der Pilzsammler, 1890) sagt "ziemlich stark nach Narzissen".
SCHWALB (Das Buch der Pilze, 1891) findet den Geruch nur "unangenehm".
MIGULA (Kryptogamen-Flora von Deutschland..., 1912) sagt "widerlich".
GRAMBERG (Pilze der Heimat, 1913) zitiert andere Autoren: "Altes, faulendes Holz, Blüten des Pfeifenstrauches, Kohlenteer, Schwefel, widerlich".
Jetzt finde ich in meiner Bibliothek zum ersten mal das Leuchtgas:
RICKEN (Die Blätterpilze, 1915): "...Geruch, der am besten wohl mit dem des Leuchtgases verglichen werden kann".
RICKEN (Vademecum für Pilzfreunde, 1918): "lästig, leuchtgasartig"
MICHAEL/SCHULZ (Führer für Pilzfreunde, 1927): "besitzt einen starken,
höchst widerlichen Geruch, der einigermaßen an den des Leuchtgases erinnert".
Gruß
Stefan