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Picnoporus cinnabarinus? *PIC*

Mani walter, (vor 4955 Tagen)

Hallo
Heute auf der Fichtenzapfenrüblingspirsch traf ich diese zwei Porlinge.
Beim Ersten dürfte es sich um die Zinnoberrote Tramete handeln (Pycnoporus cinnabarinus) Die annähernd runden Poren liegen sehr nahe beieinander. Pro mm sind es etwa drei Poren. Auch das Fleisch erscheint etwa gleichrot wie die Hutoberfläche. Auf Hasel oder Kirsche. Bitte um Bestätigung.

Den Zweiten fand ich an derselben Stelle im Wald. Die abgebildete und der Erde zugewandte untere Seite ist mit dem weissen Pilz belegt. Die Poren sind etwas stachelig und ausserdem labyrinthartig angeordnet. Die Feinheit liegt zwischen zwei und drei Poren pro mm. Könnt ihr vielleicht diesen Porling? benennen?

Vielen Dank dafür und Gruss Mani

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Grosser Unbekannter *PIC*

Mani walter, (vor 4955 Tagen) @ Mani walter

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Re: Grosser Unbekannter

Ulysses, (vor 4954 Tagen) @ Mani walter

Hallo Mani,

zum ersten gezeigten gibt es m. W. zumindest bei uns in Mitteleuropa keine Alternative - außen und innen rot ist folglich nur Pycnoporus. Das Substrat scheint mir aufgrund der großen Lentizellen und der ansonsten recht glatten Rinde Hasel zu sein.

Bei deinem zweiten Fund, dem großen Unbekannten, fallen mir spontan zwei mögliche Arten ein. Die sehr deutliche, wattige Zuwachszone am Rand und das faltige bis z. T. leicht stachlig aufgelöste Hymenophor passen sehr gut zu einem etwas blassen Pseudomerulius aureus. Je nachdem, ob das Hymenophor überall so aussieht oder in größeren Bereichen evtl. noch stärker gezähnelt ist, könnte vielleicht auch Steccherinum oreophilum passen, besser würde mir aber die erstgenannte Art gefallen... Mikroskopisch wäre das dann gut zu überprüfen.

Schöne Grüße,
Josef

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Re: Grosser Unbekannter - Nachtrag

Ulysses, (vor 4954 Tagen) @ Ulysses

Hallo Mani,

grade fällt mir noch ein: aufgrund des nadelholzigen Substrats (wohl Fichte!?) bleibt ja eh nur Pseudomerulius aureus übrig...

Grüße,
Josef

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Re: Grosser Unbekannter - Nachtrag *PIC*

Mani walter, (vor 4954 Tagen) @ Ulysses

Hallo Mani,
grade fällt mir noch ein: aufgrund des nadelholzigen Substrats (wohl
Fichte!?) bleibt ja eh nur Pseudomerulius aureus übrig...
Grüße,
Josef

Hoi Josef
Besten Dank für deine Meldung. Der Zinnoberrote Porling ist sicher mal OK.

Der Zweite wächst mit guter Wahrscheinlichkeit auf einem Kirschenästchen. Das Aststück stammt nicht von einem Nadelbäumchen. Beachte den kleinen Seitentrieb.

Rumliegendes, vom Wind verwehtes Feinmaterial der unterschiedlichsten Nadelbäume gibt es zuhauf. (Tannen, Fichten, Lärchen und Kiefernnadeln).

Leider ist dieser Pilz bereits sehr trocken, und dies beeinflusst wohl die Strukturen der untenliegenden Porenseite.

Hier nochmals zwei neue Bilderversuche davon. Die Pilzoberseite schein etwas faserig zu sein.

LG. Mani

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Bild2 - Blick von oben *PIC*

Mani walter, (vor 4954 Tagen) @ Ulysses

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Re: Bild2 - Blick von oben

Ulysses, (vor 4954 Tagen) @ Mani walter

Hallo Mani,

auf dem ersten Foto des großen Unbekannten sah die Rinde irgendwie sehr stark kleinschuppig aus, grade wie bei einem jungen Fichtenstämmchen oder -ast, deshalb meine Vermutung. Auch der Pilzfruchtkörper wirkte deutlich dunkler und mehr bräunlich...

Nun haben wir also die Kombination auf Laubholz - breitstacheliges Hymenophor - weißlicher Fruchtkörper, z. T. resupinat, z. T. mit abstehender Hutkante. So als Schnellschuss makroskopischer Natur fällt mir dazu nur Irpex lacteus ein. Für ein sicheres Ergebnis wird man auf jeden Fall das Mikroskop bemühen müssen!

Schöne Grüße,
Josef

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Danke *oT*

Mani walter, (vor 4954 Tagen) @ Ulysses

- kein Text -

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Re: Irpex lacteus

UmUlmHerum, (vor 4953 Tagen) @ Ulysses

Hallo Mani,

den Irpex lacteus konnte ich vor wenigen Wochen auch gerade kennenlernen. Kannst ja mal die Bilder/Beschreibungen von mir und Jürgen mit Deinem Fund vergleichen, vor allem Jürgens Abgrenzung zu ähnlichen Arten finde ich interessant (2. Link):
Beitrag 231626
Beitrag 231699

Grüße - Rika

Hallo Mani,
auf dem ersten Foto des großen Unbekannten sah die Rinde irgendwie sehr stark
kleinschuppig aus, grade wie bei einem jungen Fichtenstämmchen oder -ast,
deshalb meine Vermutung. Auch der Pilzfruchtkörper wirkte deutlich dunkler
und mehr bräunlich...
Nun haben wir also die Kombination auf Laubholz - breitstacheliges Hymenophor
- weißlicher Fruchtkörper, z. T. resupinat, z. T. mit abstehender
Hutkante. So als Schnellschuss makroskopischer Natur fällt mir dazu nur
Irpex lacteus ein. Für ein sicheres Ergebnis wird man auf jeden Fall das
Mikroskop bemühen müssen!
Schöne Grüße,
Josef

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Re: Irpex lacteus

Mani walter, (vor 4952 Tagen) @ UmUlmHerum

Hoi Rika
Bei Irpex lacteus muss ich mich voll auf Spezialisten abstellen. In meiner an Anzahl bescheidenen Bücherauswahl ist dieser Porling nicht enthalten.

Doch mein Porling vom 06.04.2013 ist sicherlich rein makroskopisch beurteilt mit demjenigen von dir (Bilder 3,4 und 5) identisch.

Namentlich bei den unregelmässigen Porenformen und die abstehenden "Stacheln" sehe ich keine wesentlichen Unterschiede.

Mein Fund von Freitag fand sich auf einem abgeschnittenen Wildkirschenästchen (d =ca 5 bis 20mm) Am gleichen Aste gab es drei verschieden lange weisse Pilzzonen.

Nun möchte ich einfach noch den Namen Schizopora paradoxa, den Schiefen Eggenpilz ins Gespräch bringen. Dieser Name findet sich im Naturführer von R. Phillips. Doch hier ist die Umrandung nicht so sichtbar wie bei unseren gefundenen Exemplaren. Kann man den begründet ausscheiden?

LG auch an alle Interessierten von Mani

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Re: Irpex lacteus

Ingo Wagner, (vor 4952 Tagen) @ Mani walter

Nun möchte ich einfach noch den Namen Schizopora paradoxa, den Schiefen
Eggenpilz ins Gespräch bringen. ..... Kann man den begründet ausscheiden?

Hallo Mani!

Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) kann man schon deshalb ausschließen, weil der keine überhängenden Fruchtkörper bilden würde wie auf "Bild 2-Blick von oben" zu sehen ist.
Dessen Fruchtkörper schmiegen sich immer ans Substrat an bzw. bilden an senkrechtem Substrat höchstens Knubbel, nie aber Fruchtkörper, die breiter sind als das Substrat.
Schiefer Eggenpilz ist ein komischer, befremdlicher deutscher Name für Schizopora paradoxa.

VG Ingo W

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Re: Irpex lacteus

Mani walter, (vor 4952 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Mani!
Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) kann man schon deshalb
ausschließen, weil der keine überhängenden Fruchtkörper bilden würde wie
auf "Bild 2-Blick von oben" zu sehen ist.
Dessen Fruchtkörper schmiegen sich immer ans Substrat an bzw. bilden an
senkrechtem Substrat höchstens Knubbel, nie aber Fruchtkörper, die breiter
sind als das Substrat.
Schiefer Eggenpilz ist ein komischer, befremdlicher deutscher Name für
Schizopora paradoxa.
VG Ingo W

Hoi Ingo
Ich bedanke mich für deine Super-Ergänzung
LG. Mani