Re: Mycena?
Hallo Mani,
rein makroskopisch fiele mir jetzt auch nichts anderes als der Gelbstielige Nitrathelmling ein. Mikroskopisch kann man freilich viel mehr machen als nur Sporen messen. Helmlingsarten unterscheiden sich glücklicherweise durch eine Vielzahl mikroskopischer Merkmale. Beispielsweise im Lamellenpräparat (am besten gleich in Kongo) kannst Du gleich die Zystidenform, die Sterigmenzahl der Basidien und das Vorhandensein von Schnallen im Hymenium mit beurteilen. Normalerweise gehört auch die Beurteilung der Hut- und Stielhaut dazu. Ggf. ist die Amyloidität der Sporen bzw. die Dextrinoidität bestimmter Hyphen mit Melzer zu prüfen. Bei ganz kleinen, häutigen Arten (z.B. Blatthelmlingen) lässt sich eigentlich schon alles, was wichtig ist, sehen, wenn man einfach einen ganzen Pilz nimmt und vorsichtig anpresst.
Viele Grüße,
Jesko