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Niedersächische Ascos Teil 2 b: Gnomonia rhoicola *PIC*

Pilzler13, (vor 4910 Tagen)

Hallo in die Runde
diese Art ist überaus häufig an vorjährigen Stengeln des Hirschkolben-Sumachs,Essigbaums (Rhus tphina) zu finden.. Es gibt bis her obwohl die Art sehr häufig anzutreffen ist nur wenige deutsche Nachweise...
Also Augen offen halten!
LG,Eike
Ps:Sry das die Fortsetzung erst zu spät kommt

@Jesko:Es reichen einzelne Bäume aus es muss kein größeres vorkommen sein...

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Sächsische Ascos an Rhus typhina (Blattstiele)

jesko, (vor 4906 Tagen) @ Pilzler13

Gestern sah ich doch am Wegrand bei einem „meiner“ Tagebaurestlochseen ein Grüppchen Essigbäume, unter dem die Suche lohnen könnte. Wild entschlossen zog ich – einen Überschlag riskierend – an der Handbremse meines Fahrrads und machte mich auf die Suche nach überwinterten Blättern, oder besser gesagt Blattstielen, denn von den Blättern selbst ist jetzt nichts mehr übrig, die riesigen Stiele dagegen findet man problemlos in großer Zahl.
Die Gnomonia habe ich dann auch gefunden und natürlich mal unters Mikro gelegt. Schläuche waren banale Gnomonia-Schläuche, die Ascosporen fand ich zweizellig mit stark eingeschnürter Septe, Teilzellen teils in Größe und Form etwas unterschiedlich (leicht apiospor), Enden spitz oder abgerundet, beide Teilzellen mit meist mehreren kleinen Öltropfen an den Enden, ohne Anhängsel, ca. 14-17,5 x 2,5-3,5 μm. Nun fehlt mir allerdings eine Beschreibung, mit der ich mal vergleichen könnte. Die Originalbeschreibung Gnomonia rhoicola (bzw. rhuicola) von Barr (Mycol. Mem. 7: 50, 1978) habe ich leider nicht, vielleicht kann ja ein Mitleser aushelfen. In AF ist eine Kollektion vorgestellt (http://www.ascofrance.com/search_recolte/3442), leider mit wenig Bildern und ohne Sporenmaße. Vom Bild her sähen die Sporen dort allerdings etwas kleiner aus.

Häufig war die Gnomonia allerdings nicht: Bei ca. 15 angeschauten Blattstielen habe ich sie nur an einem in einem kleinen Bereich finden können. Was dagegen an mehreren Blattstielen zu finden war – ÜBERRASCHUNG! – war ein kleiner grauer Becherling, der ganz wie eine Pyrenopeziza daherkam. Diese erste Vermutung fand ich auch mikroskopisch bestätigt – zumindest nach meinem bescheidenen Becherlingsverständnis. Eine Pyrenopeziza an Blattstielen von Rhus ist meines Wissens nicht beschrieben – sollte ich also mein Lateinwörterbuch herauskramen und mich an die Erstellung der Diagnose für die Erstbeschreibung machen??? Nun mag man allerdings über die Substratspezifität von Pyrenopeziza-Arten trefflich streiten. Da gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen. Rein morphologisch habe zumindest ich nichts feststellen können, was gegen Pyrenopeziza petiolaris spräche, und als solche – mit einem kleinen confer im Hinterkopf – lasse ich sie auch erst einmal stehen.

Überträgt man nun das Gesagte auf den Gnomonia-Fund, dann O weh! Abgesehen vom Substrat sprächen auch zumindest die wenigen Merkmale, die ich erfasst habe, nicht gegen Apiognomonia hystrix (Gnomonia cerastis). Sollten wir auf Blattstielen von Rhus exakt dieselbe Pilzgesellschaft vorfinden, die an Bergahornblättern so typisch ist??? Gibt es bei uns wirklich Gnomonia rhoicola bzw. ist das überhaupt eine eigenständige Sippe? Ich versuche mich nicht in einer Beantwortung dieser Fragen. Vordringlich wäre sicher ein Vergleich mit der Originalbeschreibung von Gnomonia rhoicola. Danach bin ich mit meinen Methoden ohnehin am Ende. Wer allerdings an solchen Fragen der Verquickung von Taxonomie und Ökologie interessiert ist und vielleicht weitere Methoden zur Verfügung hat, dem kann auch ich die Suche nach überwinterten Blattstielen von Rhus empfehlen. Geht ganz leicht...

Viel Spaß dabei wünscht Jesko

PS: An den Blattstielen gab es übrigens noch einen dritten Ascomyceten, einen ockerfarbenen Becherling, der vielleicht ein Viertel so groß war wie die Pyrenopeziza. Den habe ich mir zwar mal im Mikro angeschaut, aber entnervt und angesichts der fortgeschrittenen Stunde habe ich von weiteren kläglichen Bestimmungsversuchen abgesehen.

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Re: Sächsische Ascos an Rhus typhina (Blattstiele)

Pilzler13, (vor 4906 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko
die Pyrenopeziza die pelotaris so ähnelt hab ich hier auch!!
Den kleinen orangen Becher leider nicht!
Soweit bekannt ist ist dein Fund so gehen ich und Björn aus der 3..
Allerdings ist noch nicht klar wie du schon ansprichst ob das überhaupt eine eigne Art darstellt.. Ich hefte mal ein paar Links an..
Ist deine Mail-Adresse immernoch die selbe oder hat die sich geändert??
Ich wollte dir nämlich mal ne E-Mail zu etwas senden...

Alle Links führen zu meiner Kollektion .. Die von B.Wergen bearbeitet wurde der hier unter den Namen seraph unterwegs ist!
https://www.sites.google.com/site/funghiparadise/d---ascomycota-sordariomycetes/diaport...

http://forum.dgfm-ev.de/board1-offener-bereich/board5-forum-f%C3%BCr-kartierung/482-erstfund-f%C3%BCr-deutschland-gnomonia-rhoicola/?highlight=

http://forum.dgfm-ev.de/board1-offener-bereich/board2-expertenforum-mykologie-mycologic...=

http://www.pilzforum.eu/board/thema-essigbaum-dingens?highlight=gnomonia+rhoicola

So das wars erstmal
LG,Eike

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Außer der letzte Link *oT*

Pilzler13, (vor 4906 Tagen) @ Pilzler13

- kein Text -

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Pyrenopeziza cf. pelotaris an Rhus *PIC*

Pilzler13, (vor 4906 Tagen) @ Pilzler13

Hallo Jesko
du meinst du den hier??
LG,Eike
Ps: Den findet man wirklich an jeden Stengel...

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