Pilze Pilze Forum
Erweitert

Re: hoffentlich satire

wald-pauli, (vor 4889 Tagen) @ coco

moin thomas und boris,
ich glaub ich spinne, chemiekeule gegen eine einheimische wildpflanze??
hoffentlich war das als satire gemeint. sonst möchte ich nie wieder etwas
von derbiotopvernichtung gefährdeter pilzarten hören.
der knackpunkt beim giersch ist seine fähigkeit, sich über wurzelteilung
vermehren zu können. er liebt es geradezu, mit dem spaten umgegraben zu
werden. man muss mehrmals mit einer gabel umgraben und dazwischen die oben
befindlichen wurzelteile jeweils vertrocknen lassen - und am besten
absammeln.
vor etlichen jahren übernahm ich einen garten, der aus einem 250m² grossen
gierschfeld bestand. die gärtner rieten zu schwarzer folie für acht
wochen. das kam nicht infrage, weil vor dem giersch dort mehrere tausend
schneeglöckchen blühten. letztlich war der giersch "relativ"
einfach fort: nach dreimaligem fräsen (mietfräse) mit absammeln der
schneeglöckchen und gierschwurzeln konnte sich direkt ein
halbschattenrasen mit diversen wildblumen entwickeln. der giersch durfte
wenige qm unter hasel behalten und wächst jedes jahr etwa 20cm in den
rasen rein. alle zwei jahre muss ich gegensteuern, wobei sich bärlauch als
brauchbarer grenzschützer bewährt.
mir schmeckt giersch am besten im salat, aber nur mit jungen, saftigen,
hellgrünen trieben. im juni käme er mir höchstens als spinatersatz auf den
teller.
lg coco

Hallo, Ihr Gierschbekämpfer! Das ist doch alles ganz einfach. Ich gehe mal davon aus, dass niemand von euch in einer Rasenfläche je einen Giersch gesehen hat. Das heisst: der Giersch verträgt das Mähen nicht! Also, schnappt euch einen kleinen Rasenmäher und mäht den Störenfried regelmässig ab. Nach kurzer Zeit gibt er dann auf!! Allerdings gibt es dann auch keinen Giersch-salat mehr.
Gruss vom Wald-Pauli

Eintrag gesperrt
32 Aufrufe

gesamter Thread: