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Ein gelb/weisser Gallertbecher *PIC*

Rainer_aus_AC, (vor 4853 Tagen)

Hallo Forum,

bei folgendem Gallertpilz möchte ich Euch ebenfalls um Hilfe bitten. Gefunden haben wir ihn Anfang Juli hier in der Nordeifel, in einem sauren Waldstück mit Eichen. Ich vermute deshalb, dass das Substrat auch ein Eichenaststück ist.

Auffällig fand ich die weiße Außenseite speziell bei den jüngeren Bechern. Ich habe mir den Pilz auch mal unter dem Mikroskop angeschaut, siehe nachfolgende Mikrobilder. Nun tue ich mich bei der Interpretation der Strukturen bei dieser Art Pilzen schwer, d.h. ich habe da keinerlei Erfahrung.

Kann man anhand der Bilder und spärlichen Informationen trotzdem was dazu sagen?

Zum Beispiel, ob dieser gelb/weisse Gallertbecher vielleicht der "Gelbweisse Gallertbecher" sein könnte (Femsjonia pezizaeformis, s. Pilze der Schweiz Bd. 2, Nr. 6)??? Aber da dort selten steht, dürfte allein das schon eher dagegen sprechen ... ;-)

Danke für Eure Hilfe,

LG Rainer.

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Mikrobild 1 *PIC*

Rainer_aus_AC, (vor 4853 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Zu den Mikrobilder vgl. das PS im Beitrag "Roter Becherling".
Alles in Wasser.

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Mikrobild 3 *PIC*

Rainer_aus_AC, (vor 4853 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Das rechts neben der "Gabel" (Basidie?) dürfte eine relativ reife Spore sein (?).

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Re: Mikrobild 3

AK_CCM, (vor 4853 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Hallo Rainer,

die gegabelten Basidien deuten auf eine Gallertträne (Dacrymyces) hin.

Gruß, Andreas

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Femsjonia pezizaeformis

Heinz Ebert ⌂, (vor 4853 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Das passt alles gut. Die Art gehört ja zu den Dacryomycetceae. Laut dem AMO-Heft Nr. 4 (S. 112) soll sie zur Gattung Ditiola gestellt worden sein.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Das rechts neben der "Gabel" (Basidie?) dürfte eine relativ reife
Spore sein (?).

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Re: Femsjonia pezizaeformis

AK_CCM, (vor 4853 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

danke für die Korrektur.

Gruß, Andreas

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Re: Femsjonia pezizaeformis

Rainer_aus_AC, (vor 4853 Tagen) @ Heinz Ebert

Vielen Dank, Heinz.

Nach dem Gattungsschlüssel für die Dacryomycetaceae in Großpile BaWü, Bd. 1, Seite 69, ist das entscheidende Merkmal, mit dem man dann bei Femsjonia landet, dass die Hyphen dickwandig sind.Für jemanden wie mich, ohne die entsprechende Erfahrung, ist so ein Kriterium nicht so ganz einfach zu beurteilen, insbesondere, wenn man nicht den Vergleich zu "dünnwandig" hat bzw. die Definitionen dazu kennt. Meine Mikrobilder sind sicherlich nicht berauschend, aber würde das, was man da sieht (die Hyphenwände sind auf jeden Fall "dicker" als eine einfache "Linie") das Kiterium dickwandig per se schon erfüllen? Da war ich mir unsicher.

Bei Pilze der Schweiz stand, dass die Hyphen bisweilen blasig angeschwollen sind. So ein Effekt ist im Mikrobild 2 (rechts) deutlich zu sehen. Aber auch da stellt sich natürlich die Frage, ob das signifikant ist oder nicht.

Das sind wohl alles die typischen Fragen, mit denen man als Einsteiger in die Mikroskopie so kämpft ... .

Viele Grüße,
Rainer.

Das passt alles gut. Die Art gehört ja zu den Dacryomycetceae. Laut dem
AMO-Heft Nr. 4 (S. 112) soll sie zur Gattung Ditiola gestellt worden sein.
Beste Grüße, Heinz Ebert

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Re: Femsjonia pezizaeformis

Heinz Ebert ⌂, (vor 4853 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Hallo Rainer,

Geduld! Du wirst im Laufe der Zeit Erfahrung sammeln, und dann klappt das schon besser. Hast Du denn auch die "Kleine Kryptogamenflora" von Jülich?
Beste Grüße, Heinz Ebert

Vielen Dank, Heinz.
Nach dem Gattungsschlüssel für die Dacryomycetaceae in Großpile BaWü, Bd. 1,
Seite 69, ist das entscheidende Merkmal, mit dem man dann bei Femsjonia
landet, dass die Hyphen dickwandig sind.Für jemanden wie mich, ohne die
entsprechende Erfahrung, ist so ein Kriterium nicht so ganz einfach zu
beurteilen, insbesondere, wenn man nicht den Vergleich zu
"dünnwandig" hat bzw. die Definitionen dazu kennt. Meine
Mikrobilder sind sicherlich nicht berauschend, aber würde das, was man da
sieht (die Hyphenwände sind auf jeden Fall "dicker" als eine
einfache "Linie") das Kiterium dickwandig per se schon erfüllen?
Da war ich mir unsicher.
Bei Pilze der Schweiz stand, dass die Hyphen bisweilen blasig angeschwollen
sind. So ein Effekt ist im Mikrobild 2 (rechts) deutlich zu sehen. Aber
auch da stellt sich natürlich die Frage, ob das signifikant ist oder
nicht.
Das sind wohl alles die typischen Fragen, mit denen man als Einsteiger in die
Mikroskopie so kämpft ... .
Viele Grüße,
Rainer.

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Re: Femsjonia pezizaeformis

Rainer_aus_AC, (vor 4853 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

danke für die aufmunternden Worte :-). Das Buch von Jülich habe ich nicht. Ich entnehme aber Deinen Worten, dass man das haben sollte ... (?).

Das "Problem" bei mir beim Mikroskopieren ist, dass ich es leider zu selten machen bzw. zu selten dazu komme. Ich bin beruflich relativ viel unterwegs, und im Zweifel ist mir dann die Zeit im Wald wichtiger als die vorm Mikro. Aber Freude macht es schon ... Und da ich keine Scheu habe zu fragen, wenn ich unsicher bin, z.B. wie jetzt im Forum, ist am Ende ein Lerneffekt auch fast immer mit dabei. Insofern passt das schon ... .

Viele Grüße,
Rainer.

Hallo Rainer,
Geduld! Du wirst im Laufe der Zeit Erfahrung sammeln, und dann klappt das
schon besser. Hast Du denn auch die "Kleine Kryptogamenflora"
von Jülich?
Beste Grüße, Heinz Ebert