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Xerocomus moravicus / leonis? *PIC*

Michl, (vor 4832 Tagen)

Hallöchen,

Ich habe auch einen Xerocomus gefunden.

Sieht für mich nach X. moravicus oder auch leonis aus, oder ist es doch eine Ziegenlippe ...? ;-)

- Hut hell ockergelb, ca. 4 cm Durchmesser
- Trama im Hut weißlich mit Gelbstich, Richtung vermadetem Stielfuß zunehmend gelblich, im Schnitt ein ganz kleines bisschen blauend
- Länglich ausspitzende Stielbasis, bei beiden Pilzen die Spitzen aber abgebrochen
- Stiele waren ursprünglich etwas heller und hatten nur wenig rot, sind "nachgedunkelt", vielleicht durchs Anfassen
- Poren kräftig gelb, auf Druck bräunlich verfärbend
- Röhrenboden wie Huttrama weißlich mit Gelbstich
- Die beiden standen in einer Art Park unter einer älteren Eiche, basenreicher Boden (bei Herrenberg, BW)

Mikroskopiert habe ich nicht, da (noch) kein geegnetes Mikroskop.

Vielen Dank für jegliche Rückmeldung!

Grüße in die Runde von

Michael

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Re: Xerocomus moravicus / leonis?

Jürgen, (vor 4832 Tagen) @ Michl

Hallo Michl,

das hier hat mit X. moravicus (syn. leonis) nichts zu tun, sondern gehört in die Ziegenlippenverwandtschaft. Möglicherweise handelt es sich um X. chrysonema, den man kürzlich von subtomentosus abgetrennt hat. Dazu würde das von dir beschriebene gelbliche Fleisch im unteren Stielbereich (bei subtomentosus rosabräunlich) und der anscheinend gelbe Basalfilz (bitte prüfen; bei subtomentosus weißlich) passen.

http://boletales.com/genera/xerocomus/x-chrysonemus/

Gruß, Jürgen

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Re: Xerocomus moravicus / leonis?

Michl, (vor 4832 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die schnelle Aufklärung!
Den Basalfilz gibt es leider nicht mehr, bzw. der größte Teil müsste noch in Herrenberg im Boden stecken... ;-(

Grundsätzlich scheint X. chrysonema gut zu passen - bis auf den Standort: Ein sonniger Rasen unter einer Solitäreiche, nicht "damp shady places".

Wenn Du bei Gelegenheit noch kurz sagen könntest, woran Du die Ziegenlippenverwandtschaft im Gegensatz zu beispielsweise X. moravicus erkannt hast, würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße,

Michl

Hallo Michl,
das hier hat mit X. moravicus (syn. leonis) nichts zu tun, sondern gehört in
die Ziegenlippenverwandtschaft. Möglicherweise handelt es sich um X.
chrysonema, den man kürzlich von subtomentosus abgetrennt hat. Dazu würde
das von dir beschriebene gelbliche Fleisch im unteren Stielbereich (bei
subtomentosus rosabräunlich) und der anscheinend gelbe Basalfilz (bitte
prüfen; bei subtomentosus weißlich) passen.
http://boletales.com/genera/xerocomus/x-chrysonemus/
Gruß, Jürgen

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Re: Xerocomus moravicus / leonis?

zuehli ⌂, (vor 4831 Tagen) @ Michl

Wenn Du bei Gelegenheit noch kurz sagen könntest, woran Du die
Ziegenlippenverwandtschaft im Gegensatz zu beispielsweise X. moravicus
erkannt hast, würde ich mich sehr freuen.

Also ich habe da auch gleich was Ziegenlippiges vermutet. Der Ansatz eines olivfarbenen Hutes und der "rillige" Stiel im oberen Bereich sind für mich die Merkmale.
Davon abgesehen bin ich bei Röhrlingen ziemlich unbewandert...

Beste Grüße
Harald

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Re: Xerocomus moravicus / leonis?

Michl, (vor 4830 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

dank dir vielmals für die links, hatte ich gestern noch übersehen.
Der erste link zeigt schön die Ähnlichkeit der Farben beider Kollektionen - auf meinen pics kamen die "löwengelben" Farben nicht so gut raus.
Zeigt aber auch die Unterschiede. Wie ich das sehe:
Die Stieltextur scheint anders zu sein, und vor allem die bei meinen Pilzen kräftiger gelben Poren. Sowie der Röhrenboden, der bei Deinen Pilzen deutlich dunkler war als die Huttrama. Bei mir nicht.

LG,

Michl

Hallo Michael
Zum Vergleichen siehe u.a. hier.
Beitrag 189905
Beitrag 191664
LG Hartmut

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Re: Xerocomus moravicus / leonis?

HARZPILZCHEN, (vor 4829 Tagen) @ Michl

dank dir vielmals für die links, hatte ich gestern noch übersehen.
Der erste link zeigt schön die Ähnlichkeit der Farben beider Kollektionen -
auf meinen pics kamen die "löwengelben" Farben nicht so gut
raus.
Zeigt aber auch die Unterschiede. Wie ich das sehe: Die Stieltextur scheint
anders zu sein, und vor allem die bei meinen Pilzen kräftiger gelben
Poren. Sowie der Röhrenboden, der bei Deinen Pilzen deutlich dunkler war
als die Huttrama. Bei mir nicht.

Guten Morgen Michl

Es braucht etwas Übung, diesen seltenen Röhrling zu erkennen. Er besitzt eine eigenartige Hutfarbe und die Oberfläche fühlt sich anders an als bei den üblichen Filzröhrlingen. Das Fleisch blaut niemals und der Stiel hat fast immer eine spindelige Basis. Auch der Standort macht aufmersam: sehr warme Standorte auf guten Böden, bei mir nur auf Rogenstein + Eiche. Das wichtigste Merkmal ist allerdings der Q-Wert der Sporen, also die Sporen sind nicht so länglich wie bei dem Ziegenlippen.

Und bitte nicht essen, den Pilz stufe ich aus eigener Erfahrung als giftig ein.

LG Hartmut