Hallo ihr drei! Ich danke euch allen für eure Antworten. Nun bin ich wieder
um einiges schlauer
Ich werde das dem Pilzkontrolleur so weitergeben.
Bildmaterial vom Fund steht mir leider nicht zur Verfügung.
Boletus radicans scheint wirklich recht variabel zu sein, ich habe ihn in
diesem Jahr selbst schon in vielen verschiedenen Farben und Formen
gefunden. Dank dem Geschmack und dem säuerlichen Geruch konnte ich ihn
aber dennoch immer überführen.
Gruss Svampskogen
Hallo,
meiner Meinung nach ist B. pachypus ein Synonym zu B. calopus, dem Schönfußröhrling. Der kann nämlich auch im mehr oder weniger basenreichen Laubwald vorkommen, sogar an ganz ähnlichen Standorten wie B. radicans. Vor allem im Alter sind die beiden kaum mehr zu unterscheiden, weil B. radicans durchaus etwas Rot am Stiel haben darf und andererseits das Rot des calopus sehr lichtempfindlich ist.
Gut auseinanderhalten kann man die beiden aber anhand ihrer Reaktion auf Melzers oder Lugol im Stielfleisch: B. calopus wird tief tintenblau mit Jod-Jodkalium-Jodid ("amyloid"), während B. radicans negativ bleibt.
Meistens ist der B. calopus im Laubwald eher schmächtig, fast schon ein Doppelgänger zum Rotfuß-Röhrling. Wenn er aber kompakt und stämmig wird wie sonst im Bergnadelwald, und dabei sein Rot am Stiel verliert, dann habt ihr B. pachypus vor Euch 
beste Grüße,
Andreas