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Inocybe cf. asterospora *PIC*

Goldsucher, (vor 4793 Tagen)

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Re: Inocybe cf. asterospora

Andreas 2, (vor 4792 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Bernhard,

nur vom Bild her ist hier nichts zu machen. Kurzbeschreibung und Mikromerkmale sind unerlässlich für eine in etwa abgesicherte Bestimmung. Auch solltest Du Exsikkate für eine spätere Nachbestimmung anfertigen, sonst bleibt das alles Raterei und Spekulation. Im speziellen Fall glaube ich nicht an asterospora (zuwenig rimos), vielleicht I. oblectabilis???

Gruß Andreas

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Re: Inocybe cf. asterospora

Goldsucher, (vor 4791 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Andreas,

Mikroskop habe ich keines. Ich werd zukünftig keine Inocyben mehr reinstellen. Ist reine Zeitverschwendung. Schade bei der artenreichen Gattung, dass sich kaum wer auskennt.

Liebe Grüße:

Bernd

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Re: Inocybe cf. asterospora

Stephan Weißer, (vor 4791 Tagen) @ Goldsucher

Schade bei der artenreichen
Gattung, dass sich kaum wer auskennt.

Das liegt an Vielem. Inocybe ist an sich schon eine sauschwierige Gattung, und dann gibt's auch nur wenig verfügbare Literatur. Und hast du dann doch mal eine Inocybe mikroskopisch untersucht und bist, wie du glaubst, zu einem Bestimmungsergebnis gekommen, meldet sich ein paar Tage später jemand zu Wort und zweifelt deine Literaturreferenz an, mit dem Hinweis, dass vor zwei Jahren in einer französischen (italienischen, schwedischen) mykologischen Fachzeitschrift ein entsprechender Artikel mit Gegenmeinung erschienen sei. Das alles ist ziemlich undankbar. Mittlerweile glaube ich sogar, dass Inocybe-Bestimmung nur möglich ist, wenn du in einem entsprechenden mykologischen Netzwerk bist.

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Re: Inocybe cf. asterospora

Helmut, (vor 4791 Tagen) @ Stephan Weißer

Servus Stephan,

ganz so schlimm ist es dann doch nicht (immer). Und in vielen anderen Gattungen ist die Bestimmung ähnlich schwierig.

Ein "Netzwerk" ist im deutschsprachigen Raum z. B. verfügbar im Inocybe-Unterforum auf der Homepage der DGfM.

Nur anhand der Makroskopie lässt sich die Gattung der Risspilze halt weitgehend nicht bis auf Art-Niveau festlegen.

Wer aber tiefer in die Pilzkunde einsteigen will, steht irgendwann vor der Frage nach Anschaffung eines Mikroskopes (nicht nur bei Risspilzen).

Dafür sind dann aber die Inocyben dankbare Objekte. Die relevanten Merkmale lassen sich im Mikroskop weitgehend ohne Färbemittel und ohne Interpretationen (z. B. Inkrustationen intrazellulär ...) erkennen. Und wer gut dokumentierte Funde in ein entprechendes Forum stellt, lernt i. d. R. unheimlich schnell dazu.

Die Spezialisten lesen hier schon mit, aber ohne Mikroskopie ...

Gruß

Helmut

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Re: Inocybe cf. asterospora

Violet, (vor 4791 Tagen) @ Stephan Weißer


und dann gibt's auch nur wenig verfügbare Literatur.

Hi Stefan, naja, soo kann man das nun nicht sagen. Es gibt massenweise "verfügbare" Literatur über Inocyben. Die Frage ist, was du unter "verfügbar" verstehst. Das sind natürlich nicht in jedem Laden zu kaufende Pilzbücher. Ich habe inzwischen 18 dicke Aktenordner voll mit Artikeln zu Inocybe. Die sind großteils über Unibibliotheken und dergleichen zu besorgen. Sie sind also überwiegend schon gut "verfügbar". Für den, der sich die Mühe machen möchte, natürlich.

Und hast du dann doch

mal eine Inocybe mikroskopisch untersucht und bist, wie du glaubst, zu
einem Bestimmungsergebnis gekommen, meldet sich ein paar Tage später
jemand zu Wort und zweifelt deine Literaturreferenz an, mit dem Hinweis,
dass vor zwei Jahren in einer französischen (italienischen, schwedischen)
mykologischen Fachzeitschrift ein entsprechender Artikel mit Gegenmeinung
erschienen sei.

Ja, aber das gilt für jede große Pilzgattung! Wer sich wirklich ernsthaft mit einer solchen befasst, der muss sich auch mit dieser Flut an Veröffentlichungen zur Gattung befassen. Es sei denn, sie ist schon derart gut bearbeitet, dass man sich auf das neuste dicke Buch zum Thema verlassen kann. Aber selbst dann... hört die Sache ja nicht auf und finden Leute neue Arten.

Das alles ist ziemlich undankbar. Mittlerweile glaube ich

sogar, dass Inocybe-Bestimmung nur möglich ist, wenn du in einem
entsprechenden mykologischen Netzwerk bist.

Ich finde diesen Gedankengang nicht richtig. Die Leute, die in einem solchen "mykologischen Netzwerk" Antworten geben, tun das ja nicht aus dem luftleeren Raum oder dem hohlen Bauch heraus, sondern im wesentlichen aufgrund des Studiums der Literatur zum Thema. Und dann kommt man sehr wohl zu Antworten, und dann ist die Sache auch nicht mehr undankbar.
Und ergänzend dazu gibt es jetzt die DNA-Analysen, die eine Bestimmung wunderbar bestätigen können.
Als aktuelles Beispiel kann ich dir die Inocybe exilis nennen, eine vermutlich für Deutschland neue Art, die wir im Juni fanden. Wir haben nun von ihr noch eine DNA-Analyse machen lassen und siehe da, sie stimmt vollkommen mit den anderen als exilis bestimmten Inocyben überein.
Besser kanns gar nicht gehen.
Bloß: ohne Mühe läuft nix - aber ist das nicht überall im Leben so?
Liebe abendliche Grüße
Ditte

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Re: Inocybe cf. asterospora

Andreas 2, (vor 4790 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Bernd,

nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Zum Sammeln und Dokumentieren (zum Bild gehören nun mal auch immer Notizen, wie Funddaten, schnell vergängliche und leicht veränderliche Merkmale, Geruch und Geschmack …) sowie einen Herbarbeleg (getrocknetes Material, dann laufen bei den meisten Basidiomyceten die Mikromerkmale auch nicht weg) zu deponieren, braucht es kein Mikroskop. Zum Ordnen kannst Du für Dich auch einen Arbeitsnamen vergeben. Dann hat das ganze schon einmal einen wissenschaftlichen Wert.

Bleibst Du bei der Sache und willst später mal mehr wissen, führt allerdings kein Weg am Mikroskop vorbei. Dann kannst Du aber auf einen Schatz zurückgreifen, nämlich das gesammelte, gut dokumentierte Material und vor allem Deine Erfahrungen mit dem frischen Material. Und bestimmt wirst Du dann sicher überrascht sein, dass trotz makroskopischer Ähnlichkeit oft was ganz anderes rauskommt!

Und das auch mit Mikroskopie und viel Literatur nicht immer eine passende Art herauskommt, finde ich nicht als Verdruss, sondern macht unser Hobby ja erst spanned. Siehe auch das von Ditte und Helmut geschriebene.

Beste Grüße
Andreas

Hallo Andreas,
Mikroskop habe ich keines. Ich werd zukünftig keine Inocyben mehr
reinstellen. Ist reine Zeitverschwendung. Schade bei der artenreichen
Gattung, dass sich kaum wer auskennt.
Liebe Grüße: Bernd