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Funde von gestern Teil 1 *PIC*

Gernot, (vor 4786 Tagen)

Hallo,

die gestrige Exkursion ging in nährstoffreiche Laub- bzw. Auwälder am Rande eines Sees. Interessanterweise war nur eine Stelle richtig ergiebig, ansonsten war doch ziemlich tote Hose.

Xerocomellus engelii (Hlaváček) Šutara (Eichen-Filzröhrling)

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Häufiger Filzröhrling, der trotz seines deutschen Namens unter diversen Laubbäumen vorkommen kann.

Rhodocybe melleopallens P.D. Orton (Honiggelber Tellerling)

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Wird nicht immer von der freudiger gefärbten R. nitellina getrennt, unterscheidet sich aber durch mehr karamell- bis honigfarbene Fruchtkörper und etwas kleinere Basidiosporen. Laut einer Arbeit von Co-David et al. (2009) ist Rhodocybe ein Synonym von Clitopilus, demnach müsste die hier vorgestellte Art Clitopilus melleopallens (P.D. Orton) Noordel. & Co-David heißen.

Simocybe sumptuosa (P.D. Orton) Singer (Üppiger Olivschnitzling)

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Leider kein Makrofoto, da nur ein einziger, kleiner Fruchtkörper vorhanden war (der deutsche Name passt da wiedereinmal nicht so richtig). Ähnlich ist S. centunculus, der unterscheidet sich aber durch weniger kopfige Cheilozystiden und kleinere Pileozystiden. Meiner Erfahrung nach ist S. sumptuosa die deutlich häufigere Art.

Rutstroemia firma (Pers.) P. Karst (Harter Stromabecherling)

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Wichtige Merkmale sind die gekrümmten und im überreifen Zustand septierten sowie auskeimenden Ascosporen.

Cystolepiota pulverulenta (Huijsman) Vellinga (Bräunender Mehlschirmling)

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Das Mikrobild zeigt die länglichen Velumelemente, die innerhalb der Gattung Cystolepiota charakteristisch für C. pulverulenta sind.

Sericeomyces crystallifer (Vellinga) Bon (Kristalltragender Seidenschirmling)

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Zartes Pilzchen mit kristallbesetzten Zystiden.

Macrolepiota procera f. fuliginosa (Barla) Vizzini & Contu (Düsterer Riesenschirmling)

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Unterscheidet sich von M. procera f. procera durch dunklere Fruchtkörper und beim Kratzen rötende Stielrinde.

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Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeom.) *PIC*

Gernot, (vor 4786 Tagen) @ Gernot

Tipps und Einschätzungen zu den unbestimmten Arten nehme ich sehr gerne entgegen! Alle der hier vorgestellten Pilze wuchsen im nährstoffreichen Laub- bzw. Auwald unter Eiche, Ulme, Pappel, Linde, Esche (hab vielleicht noch was vergessen, jedenfalls keine Nadelbäume) auf lehmigem bis sandigem Boden.

Clitocybe subbulbipes Murrill[/b] (Fleischroter Holz-Trichterling)

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Dieser interessante Trichterling wuchs auf in der Laubstreu vergrabenen Laubholzästen und größeren Rindenstücken. Makroskopisch auffällig waren neben dem Substrat vor allem die dicken, weißen Rhizomorphen an der Stielbasis sowie der weißlich bereifte und nicht geriefte Hutrand. Ein wichtiges mikroskopisches Merkmal ist das inkrustierte Pigment, das man am Mikrofoto erkennen kann.

Inocybe sp. 1[/b] (Risspilz)

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Erstes schnelles Blättern in der entsprechenden Literatur hat mich noch nicht ans Ziel geführt. I. pseudohiulca hat einige Ähnlichkeiten aber die Sporen sind hier schon arg höckerig. Der Stiel ist knollig bis gerandet knollig, hat im jungen Zustand in der oberen Hälfte einen leichten Rosaton und ist gänzlich bereift. Der Hut hat in der Mitte gräuliche Velumreste. Die Sporen messen 7,5-10 x 6-7,5(8) µm.

Inocybe sp. 2[/b]

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Eine Rimosae mit auffallend goldgelben Farbtönen. Geruch unauffällig, Stielbasis nicht knollig verdickt. Sporen: 10,5-12 x 5,5-6,5 µm

Inocybe sp. 3 Koll. 1[/b]

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Inocybe sp. 3 Koll. 2[/b]

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Zwei Kollektionen derselben Art, müsste I. splendens s. l. sein. Hut mit reichlich grauem Velum überzogen, keine Cortina, Stielbasis knollig, Sporen messen 8-11(12) x 5-5,5 µm.

Russula sp.[/b] (Täubling)

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Den hab ich noch nicht mikroskopiert. Er war aber makroskopisch doch recht auffällig. Der Hut hatte immer grünliche Farbtöne, das Fleisch war zerbrechlich, roch angenehm obstartig, der Stiel graute im Alter leicht, gilbte aber gleichzeitig an der Basis, der Geschmack von Hutfleisch/Lamellen war nach längerer Zeit scharf, Sporenpulver creme. Von diesen Merkmalen her dürfte er R. clariana nahekommen (Pappeln hatte es dort), ich kenne diese Art aber nicht wirklich. Exsikkat ist vorhanden, zur sicheren Bestimmung kann ich also freilich noch mikroskopieren.

Sericeomyces sp.[/b] (Seidenschirmling)

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In der Literatur konnte ich noch keine entsprechende Art finden. Vielleicht ist ja jemandem von euch schon mal so ein ähnlicher Fund untergekommen. Die Cheilozystiden waren nie mit Kristallen besetzt, die Basidiosporen messen 6-8(8,5) x 3,5-4 µm und haben eine kurz aber dennoch deutlich ausgezogene Spitze.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

Helmut, (vor 4785 Tagen) @ Gernot

Servus Gernot,

bei "splendens" mit Velumbelag kommen I. terrifera oder I. alluvionis in Frage. Feuchter Standort und schmale Sporen scheinen sogar für Letztere zu sprechen (hatte ich noch nicht bewusst). Beide waren von Kuyper 1986 mit splendens synonymisiert worden. Da müsste ich mal nachschauen, ob ich die Originalbeschreibungen habe.

Zur Rimosae: Solch gelbe Rimosae aus dem Flachland könnten mit I. xanthocephala angesprochen werden. Da gibt es allerdings Literaturstellen, die Sporen bis 16 µm dafür angeben.

Gruß

Helmut

Inocybe sp. 2
Eine Rimosae mit auffallend goldgelben Farbtönen. Geruch unauffällig,
Stielbasis nicht knollig verdickt. Sporen: 10,5-12 x 5,5-6,5 µm
Inocybe sp. 3 Koll. 1
Inocybe sp. 3 Koll. 2
Zwei Kollektionen derselben Art, müsste I. splendens s. l. sein. Hut mit
reichlich grauem Velum überzogen, keine Cortina, Stielbasis knollig,
Sporen messen 8-11(12) x 5-5,5 µm.

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

interhias ⌂, (vor 4785 Tagen) @ Gernot

Servus Gernot,

die Inocybe spec. 1 sieht sehr interessant aus, ich glaube nicht, dass ich die schon mal gesehen habe. I. pseudohiulca ist das wohl eher nicht (kannst du auch auf Dittes Seite vergleichen).

I. splendens s.l.: Solche Kollektionen mit etwas schmierigem Velum habe ich heuer schon dreimal gefunden - sehr sehr ähnlich wie deine. Dokumentiere ich Ende des Jahres, dann können wir vergleichen. Zur korrekten Namensgebung kann ich nichts sagen, weil mir die Originalbeschreibungen von I. terrifera und alluvionis nicht vorliegen. Eine mutmaßliche Terrifera von einem ganz trockenen Standort (meinem winzigen Garten in München) ist hier dokumentiert.

Grüße
Hias

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

Der Juergen, (vor 4785 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

das ist ein wunderbares Foto von Clitocybe subbulbipes!

Grüßle
Jürgen

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

pilzipilzfreiburg, (vor 4785 Tagen) @ Der Juergen

ich mach auch bald eins! bin mir sicher, das sind die dinger.

Hallo Gernot,
das ist ein wunderbares Foto von Clitocybe subbulbipes!
Grüßle
Jürgen

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Re: Inocybe spec. 1 *PIC*

Andreas 2, (vor 4785 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

ich habe einmal eine sehr ähnliche Inocybe von F. Wendland bekommen, die ich ebenfalls als cf. pseudohiulca bestimmt habe. Auch da waren die Sporen höckriger als in Lit. angegeben. Ich hatte diese Koll. an U. Luhmann weitergeleitet, er kam unabhängig zum selben Ergebnis. Da mir kaum Vergleichsmaterial vorliegt, ist es schwierig die Variabilität abzuschätzen. Außerdem wäre ein Vergleich mit dem Original von Nöten.

Ich hänge mal ein Dia-Repro und Mikroskizzen mit an.

Gruß Andreas

Inocybe sp. 1 (Risspilz)
Erstes schnelles Blättern in der entsprechenden Literatur hat mich noch nicht
ans Ziel geführt. I. pseudohiulca hat einige Ähnlichkeiten aber die Sporen
sind hier schon arg höckerig. Der Stiel ist knollig bis gerandet knollig,
hat im jungen Zustand in der oberen Hälfte einen leichten Rosaton und ist
gänzlich bereift. Der Hut hat in der Mitte gräuliche Velumreste. Die
Sporen messen 7,5-10 x 6-7,5(8) µm.

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Re: Höckersporer (I. decemgibbosa)

Helmut, (vor 4785 Tagen) @ Gernot

Servus Gernot,

nach Durchforsten meiner Literatur scheint mir I. decemgibbosa am Besten zu passen. Vergleich doch mal die Präsentation der Art bei Ferrari mit Deinem Fund.

I. pseudohiulca ist etwas anderes. Den durfte ich in Tamsweg auf der Dreiländertagung kennenlernen (durch Ditte, die die Art schon kannte; den Fund will ich noch rigendwann im DGfM-Unterforum Inocybe einstellen).

Gruß

Helmut

Inocybe sp. 1 (Risspilz)
Erstes schnelles Blättern in der entsprechenden Literatur hat mich noch nicht
ans Ziel geführt. I. pseudohiulca hat einige Ähnlichkeiten aber die Sporen
sind hier schon arg höckerig. Der Stiel ist knollig bis gerandet knollig,
hat im jungen Zustand in der oberen Hälfte einen leichten Rosaton und ist
gänzlich bereift. Der Hut hat in der Mitte gräuliche Velumreste. Die
Sporen messen 7,5-10 x 6-7,5(8) µm.

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Re: Höckersporer (I. decemgibbosa)

Andreas 2, (vor 4785 Tagen) @ Helmut

Das klingt nicht schlecht, was Helmut vorschlägt. Die Sporen sind zwar auch nicht so stark vorgezogen höckerig, aber sonst ganz OK. Ich hatte auch gar nicht die angegebene kleine Sporengröße beachtet, die ganz und gar nicht zu pseudohiulca passt.

Gruß Andreas

Servus Gernot,
nach Durchforsten meiner Literatur scheint mir I. decemgibbosa am Besten zu
passen. Vergleich doch mal die Präsentation der Art bei Ferrari mit Deinem
Fund.
I. pseudohiulca ist etwas anderes. Den durfte ich in Tamsweg auf der
Dreiländertagung kennenlernen (durch Ditte, die die Art schon kannte; den
Fund will ich noch rigendwann im DGfM-Unterforum Inocybe einstellen).
Gruß
Helmut

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Cystolepiota pulverulenta *PIC*

Goldsucher, (vor 4784 Tagen) @ Gernot

Cystolepiota pulverulenta (Huijsman) Vellinga (Bräunender Mehlschirmling)

Könnte das auch einer sein? Ist von heute vormittag an meinem neuen Fundort:

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Violaceinae

jesko, (vor 4784 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

ein Vertreter der Violaceinae ist bei der Russula nicht unwahrscheinlich, allerdings irritiert mich Deine Angabe, der Geschmack sei erst nach längerer Zeit scharf gewesen - dass passt nicht recht ins Bild. Alles, was ich aus dem Formenkreis kenne, steht einer emetica oder fragilis in nichts nach. Ein gutes Merkmal (vermutlich der ganzen Gruppe der Violaceinae) ist der Geruchsumschlag - frisch recht intensiv kompottartig, nach wenigen Stunden eklig fischig. Darauf hat nach meiner Kenntnis Einhellinger als erster hingewiesen. Wenn wir damit ein Merkmal haben, um die Violaceinae als solche abzugrenzen, wird es dann meiner Meinung nach sehr schwierig, Artnamen zu vergeben. Eigentlich wissen wir morphologisch und ökologisch noch zu wenig, und die molekularen Analysen, die ich kenne, offenbaren gerade in diesem Formenkreis ein kleines Chaos wie sonst in nur wenigen anderen innerhalb der Gattung.
In meinem "Hauswald", der mit seinen schwach sauren bis neutralen Lehmböden vermutlich ein ähnliches Habitat bietet wie das, in dem Du unterwegs warst, finde ich recht regelmäßig eine Art der Violaceinae mit grauvioletten bis grünlichen Hutfarben und subretikulierten Sporen - habe gerade von heute Vormittag einen Fruchtkörper vor mir liegen, der gerade anfängt zu fischeln - war übrigens der einzige Täubling, den ich dort heute gefunden habe. Ich denke, dass für diese schmächtige Art eher der Name Russula pelargonia passen sollte. Als Russula clariana würde ich vorerst Funde kräftiger, kompakter Fruchtkörper und Pappel (i.d.R. P. alba) auf Sandböden bezeichnen. Solche kenne ich nicht direkt. Im Übrigen halte ich es für alles andere als gesichert, dass das, was Einhellinger oder Sarnari als clariana vorstellen, wirklich diese Art ist. Aber wie gesagt, in diesem Formenkreis herrscht noch lange keine taxonomische Klarheit.

Viele Grüße,
Jesko

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Helmut

Servus Helmut,

danke für deine Hinweise! Ich hab letztens einen Splendentes-Schlüssel von Kropp et al. gefunden und muss mich mal mit dem sowie weiterer Literatur beschäftigen und schauen, was dabei rauskommt. Vielleicht stelle ich den Fund dann noch ins DGfM-Forum. Auch mit I. xanthocephala werde ich noch näher vergleichen.

Schöne Grüße
Gernot

Servus Gernot,
bei "splendens" mit Velumbelag kommen I. terrifera oder I.
alluvionis in Frage. Feuchter Standort und schmale Sporen scheinen sogar
für Letztere zu sprechen (hatte ich noch nicht bewusst). Beide waren von
Kuyper 1986 mit splendens synonymisiert worden. Da müsste ich mal
nachschauen, ob ich die Originalbeschreibungen habe.
Zur Rimosae: Solch gelbe Rimosae aus dem Flachland könnten mit I.
xanthocephala angesprochen werden. Da gibt es allerdings Literaturstellen,
die Sporen bis 16 µm dafür angeben.
Gruß
Helmut

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

stimmt, I. pseudohiulca hab ich mir auf Dittes Seite schon angeschaut und die sieht in der Tat etwas anders aus (vor allem mikroskopisch).

Übrigens wuchs diese Inocybe sehr zahlreich an ihrem Standort.

Ich bin schon auf deine Kollektionen gespannt. Die, die du bereits auf deiner Homepage hast, erscheint mir regelmäßiger braun gefärbt und hat wohl etwas weniger Velum. Spannende Gruppe.

Schöne Grüße
Gernot

Servus Gernot,
die Inocybe spec. 1 sieht sehr interessant aus, ich glaube nicht, dass ich
die schon mal gesehen habe. I. pseudohiulca ist das wohl eher nicht
(kannst du auch auf Dittes Seite vergleichen).
I. splendens s.l.: Solche Kollektionen mit etwas schmierigem Velum habe ich
heuer schon dreimal gefunden - sehr sehr ähnlich wie deine. Dokumentiere
ich Ende des Jahres, dann können wir vergleichen. Zur korrekten
Namensgebung kann ich nichts sagen, weil mir die Originalbeschreibungen
von I. terrifera und alluvionis nicht vorliegen. Eine mutmaßliche
Terrifera von einem ganz trockenen Standort (meinem winzigen Garten in
München) ist hier dokumentiert.
Grüße
Hias

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Re: Teil 2+Unbestimmtes (Inocybe, Russula, Sericeo

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Der Juergen

Danke! Ist aber auch eine wirklich schöne Art. :-)

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
das ist ein wunderbares Foto von Clitocybe subbulbipes!
Grüßle
Jürgen

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Re: Inocybe spec. 1

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Andreas,

danke für die interessanten Aufzeichnungen! Die Sporenform mit diesen arg ausgezogenen Höckern passt gut zu meinem Fund, bloß weicht die Größe doch recht ab. Ich tendiere mittlerweile ebenfalls zur von Helmut vorgeschlagenen I. decemgibbosa.

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
ich habe einmal eine sehr ähnliche Inocybe von F. Wendland bekommen, die ich
ebenfalls als cf. pseudohiulca bestimmt habe. Auch da waren die Sporen
höckriger als in Lit. angegeben. Ich hatte diese Koll. an U. Luhmann
weitergeleitet, er kam unabhängig zum selben Ergebnis. Da mir kaum
Vergleichsmaterial vorliegt, ist es schwierig die Variabilität
abzuschätzen. Außerdem wäre ein Vergleich mit dem Original von Nöten.
Ich hänge mal ein Dia-Repro und Mikroskizzen mit an.
Gruß Andreas

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Re: Höckersporer (I. decemgibbosa)

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Helmut

Scheint sogar ziemlich gut zu passen! Wie Andreas schon schrieb sind die Höcker im Ferrari nicht ganz so vorgezogen, aber die Kollektion auf Dittes Seite passt diesbezüglich durchaus gut. Danke nochmals!

Schöne Grüße
Gernot

Servus Gernot,
nach Durchforsten meiner Literatur scheint mir I. decemgibbosa am Besten zu
passen. Vergleich doch mal die Präsentation der Art bei Ferrari mit Deinem
Fund.
I. pseudohiulca ist etwas anderes. Den durfte ich in Tamsweg auf der
Dreiländertagung kennenlernen (durch Ditte, die die Art schon kannte; den
Fund will ich noch rigendwann im DGfM-Unterforum Inocybe einstellen).
Gruß
Helmut

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Re: Cystolepiota pulverulenta

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Goldsucher

Könnte m. E. durchaus hinkommen, ja.

Könnte das auch einer sein? Ist von heute vormittag an meinem neuen Fundort:

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Re: Violaceinae

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

auch an dich vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Das mit dem Geschmack war tatsächlich so. Zuerst ein kleines Stück von einem jungen Frkp gekostet, da war nicht viel mit der Schärfe, dann noch ein Stück von einem älteren Exemplar hinterher und nach einiger Zeit kam die Schärfe. Einen möglichen Geruchsumschlag konnte ich leider nicht dokumentieren, da ich die Exemplare relativ schnell getrocknet habe - zumindest zu diesem Zeitpunkt ist mir noch kein Fischgeruch aufgefallen.

Müsste R. pelargonia nicht nach Pelargonien riechen? Das war nämlich eindeutig nicht der Fall. Zur Interpretation von Einhellinger und Sarnari kann ich leider nichts beitragen. Gut zu meinem Fund passt allerdings die Darstellung von R. clariana im Galli.

Kann ich mikroskopisch irgendetwas zur Absicherung einer der diskutierten Arten beitragen? Wenn ja, worauf wäre in erster Linie zu achten?

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
ein Vertreter der Violaceinae ist bei der Russula nicht unwahrscheinlich,
allerdings irritiert mich Deine Angabe, der Geschmack sei erst nach
längerer Zeit scharf gewesen - dass passt nicht recht ins Bild. Alles, was
ich aus dem Formenkreis kenne, steht einer emetica oder fragilis in nichts
nach. Ein gutes Merkmal (vermutlich der ganzen Gruppe der Violaceinae) ist
der Geruchsumschlag - frisch recht intensiv kompottartig, nach wenigen
Stunden eklig fischig. Darauf hat nach meiner Kenntnis Einhellinger als
erster hingewiesen. Wenn wir damit ein Merkmal haben, um die Violaceinae
als solche abzugrenzen, wird es dann meiner Meinung nach sehr schwierig,
Artnamen zu vergeben. Eigentlich wissen wir morphologisch und ökologisch
noch zu wenig, und die molekularen Analysen, die ich kenne, offenbaren
gerade in diesem Formenkreis ein kleines Chaos wie sonst in nur wenigen
anderen innerhalb der Gattung.
In meinem "Hauswald", der mit seinen schwach sauren bis neutralen
Lehmböden vermutlich ein ähnliches Habitat bietet wie das, in dem Du
unterwegs warst, finde ich recht regelmäßig eine Art der Violaceinae mit
grauvioletten bis grünlichen Hutfarben und subretikulierten Sporen - habe
gerade von heute Vormittag einen Fruchtkörper vor mir liegen, der gerade
anfängt zu fischeln - war übrigens der einzige Täubling, den ich dort
heute gefunden habe. Ich denke, dass für diese schmächtige Art eher der
Name Russula pelargonia passen sollte. Als Russula clariana würde ich
vorerst Funde kräftiger, kompakter Fruchtkörper und Pappel (i.d.R. P.
alba) auf Sandböden bezeichnen. Solche kenne ich nicht direkt. Im Übrigen
halte ich es für alles andere als gesichert, dass das, was Einhellinger
oder Sarnari als clariana vorstellen, wirklich diese Art ist. Aber wie
gesagt, in diesem Formenkreis herrscht noch lange keine taxonomische
Klarheit.
Viele Grüße,
Jesko

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Sericeomyces

Andreas ⌂, (vor 4784 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

Sericeomyces sp. (Seidenschirmling)
In der Literatur konnte ich noch keine entsprechende Art finden. Vielleicht
ist ja jemandem von euch schon mal so ein ähnlicher Fund untergekommen.
Die Cheilozystiden waren nie mit Kristallen besetzt, die Basidiosporen
messen 6-8(8,5) x 3,5-4 µm und haben eine kurz aber dennoch deutlich
ausgezogene Spitze.

warum muss es ein Sericeomyces sein? Hast Du schon mal bei den Leucoagaricus geschaut? Da gibt's doch einiges, vielleicht findest du dort was. Hab keine Literatur bei mir um nachzuschauen ....

beste Grüße,
Andraes

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Re: Sericeomyces

Gernot, (vor 4784 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ja, berechtigter Einwand. Ich war mir mit der Gattungszuordnung am Ende auch nicht mehr so sicher. Bei den Sericeomycessen fehlt mir die Erfahrung noch. Allerdings konnte ich auch in Leucoagaricus nix Passendes finden...

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
warum muss es ein Sericeomyces sein? Hast Du schon mal bei den Leucoagaricus
geschaut? Da gibt's doch einiges, vielleicht findest du dort was. Hab
keine Literatur bei mir um nachzuschauen ....
beste Grüße,
Andraes

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Re: Violaceinae

phragmobasidie, (vor 4784 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

Kann ich mikroskopisch irgendetwas zur Absicherung einer der diskutierten
Arten beitragen? Wenn ja, worauf wäre in erster Linie zu achten?

zur Absicherung vielleicht sowieso schwierig, aber allein zur Diskussion wären die Huthaut mit Haaren und Zystiden
und die Sporen wichtig.

Beste Grüße
Robin

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Re: Sericeomyces

Andreas ⌂, (vor 4782 Tagen) @ Gernot

Hallo Andreas,
ja, berechtigter Einwand. Ich war mir mit der Gattungszuordnung am Ende auch
nicht mehr so sicher. Bei den Sericeomycessen fehlt mir die Erfahrung
noch. Allerdings konnte ich auch in Leucoagaricus nix Passendes finden...
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,

Bin inzwischen auch drauf gekommen, was mich störte an Sericeomyces: Der Eindruck einer leichten Schuppigkeit.

beste Grüße,
Andreas