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Kann das Chamaemyces fracidus sein? *PIC*

Birgit, (vor 4783 Tagen)

Hallo,

gestern fand ich diese Pilze in einem grasigen Kiefernwald auf Kalk. Begleitpilz war unter anderm Lactarius deliciosus.
Die Hutoberfläche der Pilze war klebrig, der Hut und auch die Lamellen bräunen auf Druck. Die Lamellen sind frei, Sporenpulverfarbe ist weiß. Der Hutdurchmesser beträgt 6 cm, die Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 1 cm. Die Stiele besitzen ein Basalknöllchen. Am Stiel ist keine Spur eines Ringes zu entdekcen. Der Geruch der Pilze erinnerte mich entfernt an Lepiota/Echinoderma aspera und im Stielknöllchen rochen sie leicht parfümiert.
Die elliptischen Sporen sind weder amyloid noch dextrinoid und haben eine mittlere Größe von 4,5 * 3,1 µm. Es sind sowohl Pleuro- wie auch Cheilozystiden, zahlreich vorhanden. Ihre Form ist keulig, spindelförmig oder utriform. Die Größe beträgt bis zu 62*20 µm.

Die Größe der Sporen, Form und Größe der Zystiden, das Bräunen auf Druck, die Klebrigkeit des Hutes und der Geruch passen zu Chamaemyces fracidus, dem fleckenden Schmierschirmling. Allerdings passt der Stiel überhaupt nicht: C. fracidus besitzt einen Ring und unterhalb des Ringes sollten bräunlich eingetrocknete Tröpfchen sichtbar sein. Da ich C. fracidus selber noch nicht gefunden habe, könntet Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus

Birgit

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Re: Kann das Chamaemyces fracidus sein?

Andreas ⌂, (vor 4782 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

ja, da hast Du richtig bestimmt. Makroskopisch kaum mehr erkennbar, aber die Mikromerkmale, insbesondere dass Pleurozystiden vorhanden sind und die kleinen Sporen, machen den Pilz unverwechselbar.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Kann das Chamaemyces fracidus sein?

Birgit, (vor 4782 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Bestätigung.

ja, da hast Du richtig bestimmt. Makroskopisch kaum mehr erkennbar,

bis auf den Stiel eines Exemplars sind Hutfleisch, Stiel und auch Lamellen sehr fest und ohne Maden. Ich bin daher gar nicht auf die Idee gekommen, dass das alte Schlappen sind. Anscheinend ist der Pilz ziemlich unzerstörbar.

aber die
Mikromerkmale, insbesondere dass Pleurozystiden vorhanden sind und die
kleinen Sporen, machen den Pilz unverwechselbar.

Danke Dir für diese Info, dann erkenne ich ihn das nächste Mal hoffentlich wieder. Als ich ein Quetschpräparat in Melzer betrachtete fiel mir übrigens auf, dass der Inhalt der Pleurozystiden nicht gänzlich mit der normalen gelbbränlichen Farbe von Melzer gefärbt war, sondern dass ein ungefärbter Rand von bis zu 4 µm Breite am oberen Rand der Zystiden zu sehen war, so ähnlich als wären die Zystiden dort sehr dickwandig. Das konnte ich aber bei einem vorherigen Präparat in Kongo nicht sehen.

liebe Grüße

Birgit