Hallo und guten Abend Loschi,
….. In beiden Schlüsseln wird schon früh nach dem Sporenornament ausgeschlüsselt. Das finde ich als Makroskopiker immer etwas schade, aber so ist das halt.
aus diesem Grund ein Auszug aus dem o. g. Schlüssel der ohne diesen ollen mikroskopischen Kram auskommt:
1a) Milch und Fleisch orange oder dunkelrot. Fruchtkörper oft grün angelaufen. ............................. 2
1b) Milch weiß, weißlich oder wasserklar. Fleisch weder rot noch orange. ....................................... 6
6a) Milch wasserklar oder fast so (die vielen Arten, die wässrig-weiße Milch haben siehe Nr.9). .... 7
6b) Milch weiß oder weißlich (nicht selten verfärbend !) ................................................................... 9
9a) Milch auf dem Fleisch violett oder rosa verfärbend (ältere Bruchstelle oder verletzte
Lamellen betrachten !) ........................................................................................................................ 10
9b) Milch unveränderlich, wenig auffallend grau oder grau¬grün verfärbend oder gilbend. .............. 20
10a) Milch auf dem Fleisch rosa bis rostfarben werdend. ................................................................. 11
10b) Milch auf dem Fleisch violett verfärbend. ................................................................................ 16
11a) Hut und Stiel dunkelbraun oder schwarzbraun gefärbt ............................................................. 12
11b) Stiel immer wesentlich heller als der Hut. ................................................................................ 14
14a) Hut feucht schleimig. Milch rötet auch abgetropft. Hut dunkel kastanienbraun, bald
ausblassend. Im Laubwald, vor allem bei Buchen, oft auf Kalk, zerstreut. Ungenießbar:
LACTARIUS ACRIS Fr.
14b) Hut völlig trocken. Milch rötet nur (langsam) auf dem Fleisch. ............................................... 15
15a) Milch mild bis bitter. Hut blaß bis rauchgrau, rußig-braun, haselfarben, kaum radial-
runzelig. Lamellen fast entfernt, blaß. Fleisch langsam (10 Minuten) verfärbend. Sporen
gratig. Im Laubwald, besonders bei Eichen, häufig. Un-genießbar:
LACTARIUS AZONITES Fr.
= Lactarius fuliginosus auct.
15b) Milch sehr scharf (Fleisch mild !). Hut mattocker, ockerbraun, strahlig-runzelig,
4-10 cm. Lamellen gedrängt, zuletzt fuchsig-ocker. Fleisch bald korallenrot verfärbend.
Sporen flügelartig ornamentiert (Abb.29). Im Laubwald, besonders bei Hainbuchen (ob
auch bei Buchen ?), gern auf Kalkböden, häufig. Ungenießbar:
LACTARIUS PTEROSPORUS Romagnesi
Quelle: F.Gröger - Mykologisches Mitteilungsblatt 1980
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co