Re: Handke und Simbach am Inn
Was ich an dem Buch sehr mag, ist die durch die Rhythmisierung der Sprache einsetzende und durchgehende Verlangsamung des Lesens, was für mich viel mit dem Thema Pilze zu tun hat.
Der erste Steinpilz mit über 50 trotz ausgedehnter Streifzüge durch den Wald in der Kindheit kann stutzig machen, aber die "Szene" finde ich als Initialzündung für die zweite Phase des Narrentums des Helden sehr gelungen.
Doch Vorsicht: Es handelt sich nicht um einen Roman über das Pilzesammeln. Nicht, dass falsche Erwartungen geschürt werden. Auch wenn ich Gerd Recht geben muss, dass man sich in manchen Formulierungen durchaus selbst wieder erkennen kann.
Gegrüßt, Simon