Hallo,
in Deutschland kann niemand die Zahl der tatsächlichen Toten a. G. von Pilzvergiftungen kennen, denn es gibt einfach keine Meldepflicht dafür.
In der DDR gab es eine, und daher lassen sich die Zahlen auch für Gesamtdeutschland in etwa erahnen. Freilich gibt es innerhalb Deutschlands von Nord nach Süd wie auch von Ost nach West ein völlig unterschiedliches Sammelverhalten.
Dazu kommt, dass die Zahl a. G. der geringen Größe natürlich von Jahr zu Jahr erheblich schwankt.
Alle Statistiken die für die BRD angefertigt wurden und in Umlauf sind, widerspiegeln die Zahlen, die aus der Presse entnommen werden.
Rechnet man die Zahlen der in den Jahren 1970 bis 1989 verbindlich gemeldeten Todesfälle je Jahr in der DDR auf Gesamtdeutschland hoch, dürfte die Zahl weit unter 10 liegen, dabei schwankt sie je Jahr wohl zwischen 0 und 8.
Die 2.000 Vergiftungsfälle pro Jahr (ist durchaus möglich, wenn jeder Dünnpfiff nach Karbolegerlingsgenuss ebenso mitgezählt wird, wie jeder aufgeregte Anruf einer besorgten Mutter, deren Kind mal einen Pilz auf der Wiese in den Mund genommen hat) wurden in einer anderen Zeitung als 2.000 Vergiftete = Tote gesehen.
Ich würde niemanden unterstellen, der bei der Betonung der Gefährlichkeit von Pilzvergiftungen eindringlich warnt, dass er damit kommerzielle Interessen verbinde.
Wie viele Pilzsammler tatsächlich beraten werden, ist von Bundesland zu Bundesland tatsächlich drastisch unterschiedlich, was mit den Strukturen in den Ländern zu tun hat (aber das hatten wir ja schon, und ich konnte es nicht ändern).
Beste Grüße - Peter