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eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen)

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/7_tage_news/1163685_Pilz-Sensation...

Hallo,
die Geschichte geht etwa so:

Bodenspekulanten erwerben ein Stück Dünenwald in Biederitz. Im rechtsgültigen Flächennutzungsplan als Wald ausgewiesen. Offiziell heißt der Wald "Naturfreundewald", weil hier die Naturfreunde vor dem 2. Weltkrieg eine kleine Siedlung am Rande von Biederitz aufgebaut haben und in diesem Naturfreundewald auch ein Naturfreundehaus errichtet haben. Sie (Die Naturfreunde) wurden bekanntermaßen von den Nazis enteignet. Warum einen Teil des Waldes dann die Treuhand im Auftrag des Bundes auch nach allen Restriktionsansprüchen immer noch in der Hand hatte, kann keiner nachvollziehen. Jedenfalls hat der Bund das Waldstück dann an einen Bauunternehmer verkauft.

Bürgermeister und Seniorenvertretung werden überredet, dass man doch dringend im Ort ein Pflegeheim braucht. Einziger möglicher Standort für dieses Pflegeheim mit 120 Betten sowie 23 Einfamilienhausstandorte (die müssen auch sein, sonst rechnet es sich nicht) ist dieser Dünenwald am Rande des Ortes. Begründung: Woanders sind die Grundstücke zu teuer.
Vor 9 Jahren wird ein B - Plan gemacht, der abgelehnt wird.
Vor 2 Jahren geht man erneut daran und plant, ein neuer B - Plan wird ausgelegt.

Eine Bürgerinitiative (wir haben knapp über 1.000 Stimmen in unserem knapp 5.000 Seelen-Dorf sammeln können) richtet sich dagegen und kann den B-Plan zunächst erst einmal für ein weiteres Jahr verhindern.
Einziger Knackpunkt, der die Bebauung der Flugsanddüne und die Abholzung des Dünenwaldes verhindern kann, ist der Einspruch eines Bürgers bei der Unteren Naturschutzbehörde, der dort seltene Pilze und Spinnen gefunden haben will. Dieser Bürger, auch Sprecher der Bürgerinitiative schreibt hier gerade.

Dank diesem Einspruch in der B - Plan-Erörterung wird die Auflage erteilt, dass die Investoren nun erst mal kartieren müssen.

Das Planungsbüro, was beauftragt wurde, hat natürlich selbst kartiert und nichts finden können. Es kamen vor allem keine 60 Pilze zusammen. Ob dieses Pseudogutachten überhaupt von der zuständigen Behörde akzeptiert wird, wird sich noch herausstellen müssen.

Die Bürgerinitiative ruft daher zu einer öffentlichen Kartierung am vergangenen Samstag-Vormittag auf, um zu beweisen, dass in einer Stunde (60 Minuten), an einem einzigen Tag (19.10.13) mehr Pilze in dem Wald zu finden sind, als der Investor das ganze Jahr über dort angeblich kartiert haben will.

Tatsächlich kommen - durch absolute Laien gesammelt - in dieser einen Stunde 112 Pilze auf den Tisch. Auch seltene Pize.

Die Bürgerinitiative kann also beweisen, dass hier geschummelt und betrogen wird und da ganz normale Bürger an der Sammlung/Kartierung teilgenommen haben und die gefundenen Pilze von 2 DGfM - Mitgliedern und PSV bei der öffentlichen Auswertung alle soweit als möglich benamst wurden, die Presse das "Beweissammeln" begleitete und in der Lokalpresse veröffentlichen wird - wird das Ganze noch richtig spannend werden.

Geschichte am Rande: Ein bayerischer Besucher von Biederitz, der zu den Teilnehmern zählte, brachte den ultimativen Fund des Tages an den Sammlungstisch. Den deutschen Erstfund von Ossicaulis lignatilis. Die bis vor wenigen Jahren einzige Ossicaulis, nämlich O. lignatilis ist Ende der 80 er von Clitocybe in die neue Gattung Ossicaulis, die extra dafür geschaffen wurde, transferiert worden.

Und tatsächlich hatte ich als Sprecher der BI natürlich auch einen Begleiter beim Sammeln - der Bauunternehmer (Investor) wich mir nicht von der Seite. Ich glaube, der hat sogar geguckt, ob mein mitgebrachtes Sammelkästchen vorher leer war.

Mal schauen, wie wir das Abholzen des Waldes verhindern können. Und hier gilt ganz einfach Klappern gehört zum Handwerk. Je mehr umso besser. Und ich habe mir verboten allzu bescheiden zu sein.

Beste Grüße – Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

coco, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

lieber peter,

aus den restriktions- erlaube ich mir restitutionsansprüche zu machen und aus dem ersten lignatilis einen lachnopus.
ansonsten aber: herzliche gratulation zu einem womöglich verhinderten umweltfrevel fiesester sorte. ich freue mich sehr über die tapfere beharrlichkeit, mit der ihr die heuschrecken röstet.

in heidelberg ist das leider zuletzt nicht gelungen, so sehr wir auf einer der letzten richtigen wiesenflächen im stadtgebiet auch nach saftlingen und rl2-käfern gesucht haben. stichwort: eleonorenhaus. auf die wiese rund um den denkmalgeschützten altbau, grüne lunge eines besiedelten, engen tals, werden mal eben 13(!) doppelhaushälften und einzelhäuser geknallt. das baudenkmal, nur eine behutsame sanierung ist genehmigt, wird klammheimlich abgerissen. der baubürgermeister, nicht etwa die heuschrecke, hat alles überprüft und sieht es "im einklang mit baugenehmigung und städtebaulichem vertrag". prost mahlzeit, bauausschuss. respekt, gemeinderat, von uns gewählt, um dann die heuschrecken noch fetter und die natur noch kaputter zu machen. wieviel muss man eigentlich an eine partei pro jahr spenden, damit bebauungspläne weiterhin verhindert werden?

für euren vorbildlichen kampf wünsche ich euch kraft, geduld und erfolg!

coco

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Re: eine Sensation für die Presse

Joschi Siembida ⌂, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

tolle Story! :-D

Geschichte am Rande: Ein bayerischer Besucher von Biederitz, der zu den Teilnehmern zählte, brachte den ultimativen Fund des Tages an den Sammlungstisch. Den deutschen Erstfund von Ossicaulis lignatilis lachnopus. Die bis vor wenigen Jahren einzige Ossicaulis, nämlich O. lignatilis ist Ende der 80 er von Clitocybe in die neue Gattung Ossicaulis, die extra dafür geschaffen wurde, transferiert worden.

Da ist Dir aber im Eifer des Gefechts eine Nahmensverwechslung passiert.

Da wünsche ich Euch noch viel Erfolg gegen den Baulöwen.

Gruß Joschi

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coco war schneller *oT*

Joschi Siembida ⌂, (vor 4754 Tagen) @ coco

- kein Text -

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Re: eine Sensation für die Presse

AK_CCM, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

viel Erfolg, ich Drück euch die Daumen.

Gruß, Andreas

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ coco

Hallo coco,

ja klar - danke.

Irgendwas kam mir doch beim flüchtigen Korrekturlesen merkwürdig vor. Aber zumindest fangen beide Wörter mit "Rest.." an.

Wie ich auf Restriktion kam, weiß ich wirklich nicht mehr.

Die "Sensation" hatte ja auch gleich das Fernsehen auf den Plan gerufen und so hatte ich das hierhin zwischen einem Fernsehauftritt (heute abend bei mdr "Sachsen-Anhalt heute" und meiner eigentlichen Arbeit schnell aufgeschrieben.

Egal, wenn´s uns hilft den Dünenwald zu erhalten soll´s mir recht sein.

Beste Grüße - Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ coco

Der erwähnte Erstfund muss natürlich Ossicaulis lachnopus heißen. (nicht O. lignatilis)

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi,

danke auch Dir.

Gruß Peter

PS: Wer den Artikel von Holec und Kolarik zur gentechnischen Sequenzierung von Ossicaulis kennt, wird ahnen, dass der dt. Erstfund von Ossicaulis lachnopus wahrscheinlich viel weiter vor zu datieren ist und sich in Herbarien unter O. ligantilis verbergen wird. Beispielsweise sollen nach diesen beiden Autoren alle 4 bei Ludwig abgebildete Tafeln von O. lignatilis in Wirklichkeit O. lachnopus zeigen.
Also für Kritiker: das ist mir bewusst. Das Angeben geschah ausdrücklich für den guten Zweck der Rettung des Waldes und dafür war die "Sensation" grad richtig.

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Re: eine Sensation für die Presse

Thomas Pruss, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Die "Sensation" hatte ja auch gleich das Fernsehen auf den Plan
gerufen und so hatte ich das hierhin zwischen einem Fernsehauftritt (heute
abend bei mdr "Sachsen-Anhalt heute"

Welche Uhrzeit? 19:30 Uhr?

Grüßlis
Thomas

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Re: eine Sensation für die Presse

Nobi, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

ich finde ganz toll, wie ihr es nicht hinnehmt, dass sich Spekulanten auf Kosten der Natur bereichern!
Seid mutig, kämpft und zieht es durch "Bis zum bitteren Ende", wie es bei DTH heißt. Ich hoffe natürlich auf einen guten Ausgang.

Erst am Wochenende war ich mit unserer Dresdner Fachgruppe in einem Binnendünengebiet unterwegs (Heller in DD) und habe das Besondere dieser Landschaft genossen!

Falls du zur Argumentation weitere Erstnachweise benötigst, so kannst du mir gern einige Köttel von Hase oder Kaninchen, die es dort höchstwahrscheinlich geben wird, schicken!
Einige Ascos sollten zu entdecken sein!
Wenn auch nicht unbedingt Erstfunde für D, aber welche für Sachsen-Anhalt halte ich darauf durchaus für realistisch ;-))

LG Nobi

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Re: eine Sensation für die Presse

hansuwe, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,
Du wohnst nicht zufällig am Waldrand in der Strasse Kieferngrund mit den Swimmingpools und daher für den seltenen Pilz, den sonst niemand kennt und keiner der Anwohner vermissen würde, gegen das Pflegeheim auf die Barrikaden gehst?
Ein Pflegeheim im Wald und ein paar Wohnungen im Wald wären doch schön?
Pilzige Grüsse
hansuwe

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/7_tage_news/1163685_Pilz-Sensation...
Hallo,
Mal schauen, wie wir das Abholzen des Waldes verhindern können. Und hier gilt
ganz einfach Klappern gehört zum Handwerk. Je mehr umso besser. Und ich
habe mir verboten allzu bescheiden zu sein.
Beste Grüße – Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ hansuwe

Hallo Peter,
Du wohnst nicht zufällig am Waldrand in der Strasse Kieferngrund mit den
Swimmingpools und daher für den seltenen Pilz, den sonst niemand kennt und
keiner der Anwohner vermissen würde, gegen das Pflegeheim auf die
Barrikaden gehst?
Ein Pflegeheim im Wald und ein paar Wohnungen im Wald wären doch schön?
Pilzige Grüsse
hansuwe

Hallo hansuwe,

schön wenn auch mal einer dagegen hält und zu provozieren versucht.
Also vorweg schon mal: Danke - für die Gelegenheit zur Argumentation.

Meine Adresse steht z. Zt. in jeder ZfM und sicher haben auch einige Leute im Kieferngrund einen Swimmingpool im Garten. Wenn ich einen hätte, müsste ich mich jetzt auch nicht schämen. Die Siedlung stammt aus den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und ja. Hinter meiner Straße ist das Dorf zu Ende und bis jetzt ist da auch Wald und Acker.

Die Frage ist, ob es bei einer in den nächsten Jahren um mehrere Millionen Einwohner in Deutschland zurückgehenden Bevölkerung angemessen ist, für notwendige Bauvorhaben immer noch Landschaft und Wald zu zerstören? Macht es ökologisch Sinn, Industriebrachen, dahinsiechende Altbaugebiete und zerfallende Städte der übernächsten Generation zu hinterlassen und denen auch gleichzeitig noch die Umwelt zu zerstören?

In Sachsen-Anhalt wird die Bevölkerung in den nächsten Jahren (bis 2030) um weitere 15 % abnehmen. Auch in der Gemeinde Biederitz ist ein solcher Rückgang der Bevölkerung in Gang. Jetzt schon wissen Land und Kommunen nicht mehr, wie sie Infrastruktur finanzieren sollen. Bei uns im Dorf ist jede 2. Laterne prinzipiell ausgedreht, weil die Kommune wie viele andere auch, kein Geld mehr hat. Warum sollten wir dann neue Straßen mit Laternen bauen an den Stellen wo jetzt Wald ist? Wenn Du darauf auch nur eine halbwegs vernünftige Antwort hast, kannst Du gerne weiter ätzen.

Selbstverständlich brauchen wir Pflegeheime, für die die alt werden und auch neue Häuser, für die die hier bleiben - aber dafür müssen wir die verfallenden Dörfer und Städte urbanisieren und nicht Ackerland bebauen und Wälder abholzen.

Beste Grüße - Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ Thomas Pruss

Welche Uhrzeit? 19:30 Uhr?
Grüßlis
Thomas

Hallo Thomas,

19.00 Uhr bei Sachsen-Anhalt heute soll der 2 - 2,5 min Beitrag kommen.

Beste Grüße - Peter

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Re: Eine Sensation für die Presse - Volltreffer *oT*

hansuwe, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

- kein Text -

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Re: eine Sensation für die Presse *oT*

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ Nobi

- kein Text -

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4754 Tagen) @ Nobi

Hallo Nobi,

immer, genau wie DTH "Bis zum bitteren Ende" - sehr gut.
"Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt" wäre auch noch ein guter Slogan, den man ausbuddeln könnte - aber das klingt dann nach Klassenkampf.

Aber ich komme auf Dein Angebot mit den Kötteln gern zurück. Irgendwann wird es eine größere Dünenarbeit geben und dann wärst Du mir ein willkommener Partner.

Beste Grüße - Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Joschi Siembida ⌂, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter & hansuwe,

Die Frage ist, ob es bei einer in den nächsten Jahren um mehrere Millionen Einwohner in Deutschland zurückgehenden Bevölkerung angemessen ist, für notwendige Bauvorhaben immer noch Landschaft und Wald zu zerstören? Macht es ökologisch Sinn, Industriebrachen, dahinsiechende Altbaugebiete und zerfallende Städte der übernächsten Generation zu hinterlassen und denen auch gleichzeitig noch die Umwelt zu zerstören?

wer schon mal im Osten war, dem ist es sicher aufgefallen wie viele Häuser dort regelrecht vergammeln! Daß es sich meist nicht lohnt diese zu renovieren ist mir klar, aber wieso man diese nicht zuerst abreißt und eben neue baut ist schwer zu verstehen, zumal die Infrastruktur ja schon da ist.

Nicht nur im Osten stehen auf den Dörfern viele Häuser leer. Auch hier im Westen. In der Alten Welt (Kuseler Raum) sterben die Dörfer auch langsam aus.

Selbstverständlich brauchen wir Pflegeheime, für die die alt werden und auch neue Häuser, für die die hier bleiben - aber dafür müssen wir die verfallenden Dörfer und Städte urbanisieren und nicht Ackerland bebauen und Wälder abholzen.

Das verstehe ich auch nicht, wieso die ein Seniorenheim aufs Dorf und dann auch noch abseits in den Wald legen wollen. Dies entspricht so überhaupt nicht dem Trend der heutigen Zeit. Hier in Hochspeyer haben sie gerade eines in eine Baulücke mitten ins Dorf gebaut. Gleiches kenne ich von Otterberg. In Kaiserslautern sind in den letzten Jahren gleich mehrere mitten in der Stadt entstanden. Die "modernen Alten" von heute wollen nicht irgendwo auf dem Land versauern, sondern mitten im Leben wohnen; kulturelle Angebote, Ärzte, ecetera pp.

Gruß Joschi

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Re: eine Sensation für die Presse

Krötenhocker, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo ihr beiden,

Da hast du, hansuwe echte Reporterfähigkeiten bewiesen, was jetzt ganz ehrlich und nicht irgendwie zynisch gemeint ist. Ich habe auch direkt nachgeschaut, ob du vielleicht Recht hast. Doch nach kurzem sacken lassen ist mir bewußt geworden, dass auch ich mich nur hier vor meiner "Haustür" um meine Umwelt kümmern kann. Die immer wieder auftauchenden (Bau)- Sünden in unseren wichtigen, natürlichen oder naturnahen Lebensräumen bekommt man doch i.d.R. erst dann mit, wenn man mal wieder hinfährt zu seinen Oasen und dann ist da keine mehr... sondern vielleicht ein Tagebau, ein Zaun, ein Golfplatz, eine Rodung, etc. Nur da, wo man wohnt, hat man doch eine kleine Chance, den Klüngel und die Fehlentscheiden zu verhindern.

Und ich kann Peters Argumentation nachvollziehen, welche die Bebauung von schon erschlossenen Flächen preferiert.
Das bauen in solchen Bio-Oasen dient m.M.n. der Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die Natur.
Und gerade in solchen nährstoffarmen Biotopen benötigt die Natur sehr viel Entwicklungszeit. In diesen Biotopen könnte könnte man nicht einfach, falls da z.B. Fehler in der Baugenehmigung waren oder der Bauträger pleite geht, durch Rekultivierung mal "schnell" (also 20 Jahre oder so) wieder den status quo herstellen.

LG, Jens

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Re: eine Sensation für die Presse

Ingo, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

ich finde euren Einsatz vor Ort großartig. Leider lehrt die Erfahrung, dass
es die "Gegenseite" immer wieder versuchen wird, alldieweil da meist handfeste
wirtschaftliche Interessen dahinter stehen. Da ist die erste Hürde zwar oft eine
hohe, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Als nächstes werden dann
Lokalpolitiker "eingesammelt" und die zuerst noch interessierte Presse
eingeseift.
Ich wünsche euch Allen jedenfalls einen längeren Atem und vor allem dauerhaften
Erfolg mit eurem Anliegen.

LG Ingo

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Re: eine Sensation für die Presse *PIC*

Irrlicht, (vor 4754 Tagen) @ Peter S.

Hallo,

ich möchte auch noch kurz meinen Zuspruch kundtun. Ich finde soetwas egtl.
grundsätzlich großartig (und im Hinterkopf denke ich nur wenn jeder, der sich
für Natur begeistert auch etwas für deren Schutz tun würde...). Und schließlich
ist es nicht der Verdienst der ohnehin schon geschundenen Natur, wenn die Grund-
stückspreise woanders zu hoch sind.

Ansonsten geht mir dazu noch durch den Kopf, dass mindestens die Dünen (vermutl.
auch noch mehr) grundsätzlich gesetzlich geschützt sind, aber ich nehme mal an
das wurde durch einen Beschluss (der Gemeinde) ausgehebelt...

Viel Erfolg!
VG
Konrad

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Re: eine Sensation für die Presse *PIC*

Peter S., (vor 4753 Tagen) @ Irrlicht

Hallo Konrad, danke für den Zuspruch.
Nur zur Richtigstellung: Wir reden hier von einer Binnendüne an der Mittelelbe. Der ca. 60 km lange Zug aus aufgewehtem Sand entlang der Ostseite der Elbe steht nur an 3 Stellen relativ kleinen Stellen unter Naturschutz, das ist jeweils dort, wo in den vergangenen 10.000 Jahren seit der abgeschlossenen Aufwehung nicht gesiedelt, abgebaut oder umgepflügt wurde. Der Rest der Düne hat keinen Schutzstatus und ist in vielen Bereichen natürlich auch kaum noch als Düne erkennbar.
Anbei mal ein Bild von einer intakten und auch geschützten Binnendüne. Diese hier ist etwa 150 km von mir elbabwärts bei Klein Schmölen.

Beste Grüße - Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Thomas Pruss, (vor 4753 Tagen) @ Peter S.

Moin Peter,
hatte deine Sendezeit nicht mehr mit bekommen und die Sendung daher verpasst. Gerade in der Mediathek angeschaut, aber eure Aktion ist wohl der 2':19" zum Opfer gefallen.
Grüßlis
Thomas

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Re: eine Sensation für die Presse

Gábor, (vor 4753 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

ich habe großen Respekt vor so viel Einsatz gegen die Bebauung der Flugsanddüne!
Wo soll ich mich demnächst anketten :-)

Zwar habe ich diese noch nicht live erlebt, aber solch einzigartige Biotope müssen ganz einfach vor der grenzenlosen menschlichen Gier und diesen Spekulanten-Heuschrecken geschützt werden.

Diese "Hier-und-Heute-stopfe-ich-mir-die-Taschen-voll-und-nach-mir-die-Sinnflut"-Mentalität kotzt mich ja schon seit langem dermaßen an :-(

Und leider leider können sich weder Tiere, Pflanzen noch Pilze einen guten Anwalt leisten...

LG, Gábor

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Re: eine Sensation für die Presse

Gerhard Schuster ⌂, (vor 4752 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

Beharrlichkeit führt ins Ziel.
Ich wünsche euch Erfolg mit euren Schutzbemühungen.

Wen hatte das Planungsbüro denn kartieren geschickt?
60 Arten hört sich unglaubwürdig wenig an.

Viele Grüße
Gerd

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Re: eine Sensation für die Presse

Biber, (vor 4752 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter! Ich drücke Dir & Euch ganz doll die Daumen!

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und erneut in der Presse

Peter S., (vor 4740 Tagen) @ Peter S.

Hallo, die Zeitungsredaktion hat dieses Forum gefunden und meinen Eingangsbeitrag zu diesem thread nahezu vollständig abgedruckt.
Vielleicht haben die Redakteure das anders gemeint und beabsichtigt, dafür spricht die von ihnen gewählte Überschrift, aber ich bin Ihnen unendlich dankbar, dass das erneut den Weg in die Presse gefunden hat.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/burg/1171412_Biederitz-Pilzfund-Sensation-i...

Beste Grüße - Peter

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Re: eine Sensation für die Presse

Peter S., (vor 4740 Tagen) @ Gerhard Schuster

Wen hatte das Planungsbüro denn kartieren geschickt?
60 Arten hört sich unglaubwürdig wenig an.

Ich nehme an, dass das die gleiche Mitarbeiterin eines Landschaftsplanungsbüros war, die im 1. Gutachten das Vorkommen der Weinbergschnecke in dem Wald als einzig nennenswerten Reptilienfund nannte. (Das ist kein Witz von mir).
Ich denke, dass ich es wüsste, wenn dort (100 m von meinem Haus entfernt) jemand kartiert hätte, der weiß, dass Pilze nicht nur in Speisepilze und Giftpilze aufgeteilt werden können.

Beste Grüße - Peter

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