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Re: Was für ein Pilz ist das?

Birgit, (vor 4757 Tagen) 2.644 Beiträge @ Marcel Weymann

Hallo Marcel,

So hatte der Hund eines Kollegen nach einem morgendlichen Spaziergang
plötzlich Durchfälle und Rißpilzvergiftungsähnliche Symptome. Der Tierarzt
konnte damit nichts anfangen und der Hund erholte sich zum Glück wieder.
Ich wüsste nicht, dass es irgendwelche Untersuchungen über Pilzvergiftungen
bei Hunden gäbe, vermutlich werden die in der Regel nicht erkannt, oder
einem bösen Nachbarn zugeschrieben, der Hunde vergiftet.

Der Tierarzt sollte zumindestens diese Quelle kennen, die schon seit min. 10 Jahren im Internet zu finden ist. Veterinärmedizinische toxikologische Datenbank der Universität Zürich http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm. Rißpilze sind da übrigens aufgeführt. Wenn man sich da ein bißchen einliest, findet man in der Tat Beispiele, dass Hunde zumindestens Pantherpilze oder Fliegenpilze gefressen haben, teilweise sogar wiederholt. Hunde können also wohl wirklich nicht unterscheiden.

Selbst wenn ein Rötelritterling gekocht für die meisten Menschen nicht giftig
ist - da soll es ja auch Ausnahmen geben - heißt das noch lange nicht,
dass die für Hunde roh unbedenklich sind.

je nun wirds schwierig, wir betrachten als Pilzberater bis auf wenige Ausnahmen alle Pilze roh genossen als giftig. Aber nur bei einigen - gekocht nicht giftigen - weiß man wirklich genau wie stark sie roh giftig sind, geschweige denn, dass wir die Giftstoffe kennen würden. Wie soll da irgend jemand wissen, ob das für einen Hund giftig ist? Unsere Katzen fressen Gott sei Dank keine Pilze und auch sonst keine giftigen Pflanzen. Pferde hingegen können nicht oder nicht immer unterscheiden, daher sind schon einige Pferde an Eibe, Herbstzeitlose etc. gestorben. Pilze frisst allerdings sogar meine verfressene Stute nicht ;-). Im Endeffekt bleibt wohl nur, wie Tanja schrieb, die tödlich giftigen Arten auszuschließen.

Grüße

Birgit

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