Hallo Rika,
Die letale Dosis für den Menschen liegt bei 30 bis 50 mg Gyromitrin pro
Kilogramm Körpergewicht. Aufgrund der Flüchtigkeit von Gyromitrin reicht
schon die bloße Präsenz der Giftpilze in einem schlecht gelüfteten Raum
aus, um eine Vergiftung über die Atemwege hervorzurufen.
... das Lorchelgift Gyromitrin ist in Wasser vollkommen löslich und wird beim
Kochen auch mit dem Wasserdampf entfleuchen, weshalb man die Nase nicht
unbedingt direkt über den Kochtopf halten sollte. Für gute Durchlüftung
sollte man sorgen - besser wäre die Zubereitung über einer offenen
Feuerstelle im Freien - und das Kochwasser ist wegzuschütten.
Siehe auch http://www.pilzepilze.de/gyrom.html
M.E. muss man nicht unbedingt alles essen wollen 
diese Eigenschaften können dazu führen, dass ein Koch, der Giftlorcheln zubereitet und selbst nichts davon isst, vergiftet wird, während seine Gäste ihre Mahlzeit unbeschadet überstehen.
Dennoch wird immer wieder vom Genuss der Pilze abgeraten, weil auch trotz angemessener Zubereitung noch Todesfälle auftreten. Eventuell spielen da auch noch andere Faktoren mit rein (individuelle Verträglichkeit, Allergie, Giftgehalt, Hitzeeinwirkung beim Kochen, ...), die noch nicht genau bekannt sind. Aufgrund dessen würde auch ich generell vom Genuss der Pilze abraten.
Viele Grüße
Steffen