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Re: Problem mit Stummelfüßchen

Thilo, (vor 9011 Tagen) @ DieterB

Hallo zusammen,
vorgestern hab ich an einem Waldrand in einem völlig vermoderten Baumstumpf
die Stummelfüßchen gefunden. Die Lamellen haben tatsächlich so eine
kräftig orange-ocker Farbe wie auf dem Foto. Der größte Fruchtkörper war
2cm im Durchmesser mit feinfilziger Hutoberseite (sieht man auch auf dem
Foto). Die Hyphen haben Schnallen. Im Quetschpräparat eigentlich keine
Sporen in Zahl, lediglich 3 fast kreisrunde feinwarzige Gebilde von 4,5 µm
waren zu sehen. Ich hab das zunächst für die dazugehörigen Sporen gehalten
und deshalb gedacht, es sei Crepidotus applanatus. Gestern konnte ich das
Abwurfpulver betrachten, das genau die gleiche Farbe hat wie die Lamellen.
Und da sieht mann dann Sporen in der Größe 2,7-3,3 x 6,3-7 µm (in Wasser).
Ca. 85% der glatten Sporen sind völlig symmetrisch bananenförmig gekrümmt,
(der Rest gleichförmige gerade Stäbchen) also nicht spindelig, oval,
deutlich tailliert oder sonstwie unregelmäßig. Nur ganz wenige haben so
eine angedeutete Auszipfelung. Zu keinem der Sporenbilder im
Breitenbach/Kränzlin paßt die Form. Lieg ich da mit Crepidotus völlig
falsch? Oder sind bei Crepidotus Abwurfsporen grundsätzlich formuntypisch?
Für Euere Hilfe bin ich dankbar.
Viele Grüße
Dieter

Das ist ganz sicher Phyllotopsis nidulans, ein schöner und ziemlich seltener Spätherbst- bis Frühjahrspilz an Laub- oder Nadelholz. Übrigens: den kann man auch "blind" bestimmen, weil er ziemlich übel nach vergammelndem Kohl riecht, meist schon in frischem Zustand, stärker noch alt und beim Trocknen.

Vorfrühlingsgrüße
Thilo

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