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Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen

leofelsle, (vor 4424 Tagen) 408 Beiträge @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!
Hier mal wieder ein Pilz, den sogar ich zweifelsfrei und ohne Mikro
rausbekomme ;-)
Nachdem ich dieses putzige Pilzchen vor einer Woche zum ersten Mal gefunden
habe, wollte ich es mir heute näher ansehen. Dabei machte ich einige
interessante Beobachtungen, sprich: "Dinge" am
Ohrlöffel-Stacheling Auriscalpium vulgare , über die ich bisher noch
nichts gelesen habe: Beim Ausgraben des ersten Fruchtkörpers hing an
Selbigem ein dicken "Band" oder "Wurzel"oder wie man
dieses "Ding" bezeichnen soll. Es war ca. 0,5 cm dick (oval) und
5 cm lang, und endete erwartungsgemäß in einem vergrabenen Kiefernzapfen.
Wie nennt man diese dicke Verbindung?
Ein Teil dieses "Dingens" sieht man am (bzw. unter dem) linken
Fruchtkörper:

Dann schaute ich, wo der mittlere Frk. herkam – ein liegender Kiefernzapfen.
Beim Hochheben kam aber ein danebenliegender Zapfen auch mit – wie geht
das? Die beiden Zapfen waren durch einen schwarzen "Schlauch"
miteinander verbunden! Erst dachte ich, es sei vielleicht ein weiterer
Frk., der sich nur seinen Hut in die Schuppen des Kiefernzapfens
eingeklemmt hätte – war aber nicht so! Ich habe die entspr. Schuppe
weggebogen, fand eine Verbreiterung mit Würzelchen, die in der Tiefe des
Zapfens verschwanden:
Kann mir jemand erklären, was hier abgeht??
Viele Grüße – Rika

hallo Rika,
habe heute zufällig auch ein Auriscalpium gefunden und eingedenk Deiner Frage mal etwas genauer angeschaut. Ich habe festgestellt, dass die FK immer kleinere "Nebentriebe" haben, die teilweise verkümmert sind und dann schwarz werden. Ich glaube, dass es sich bei Deinem Fund um einen solchen verkümmerten Austrieb handelt, der in den benachbarten Zapfen eingewachsen ist und dort keinen richtigen Hut mehr ausbilden konnte..
Gruß
Michael

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