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Grüne Erdzungen (6 Pics) *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 4410 Tagen)

Hallo Forum

Auf Grund eines Aufrufs beim BGM zur Kartierung von Grünen Erdzungen bin ich verwirrt und wage jetzt hier keine Bestimmung: Microglossum viride oder die neue Art Microglossum griseoviride ? Außer den genannten Unterschiede beim BGM habe ich dazu keine weiteren Infos gefunden.

Fundort: An einer Wegböschung von etwa 10 m Länge in einem engen und feuchten Tal im Pfälzerwald. Mischwald mit Kiefern, Fichten und in der Mehrzahl dicke Buchen. Letztere auch direkt oberhalb von der Fundstelle.
Funddatum: 02.10.2014

Die Sporengröße soll ja bei beiden Arten annähernd gleich sein, deshalb erspare ich mir vorerst eine Vermessung.
Ob da Lebermoose (die zur Eingrenzung mitbestimmend sein sollen) vorhanden sind, kann ich leider nicht beurteilen.

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Kann mich jemand an Hand der Fotos und der Ökologie von meiner Verwirrtheit erlösen ? Das ist für mich ein persönlicher Erstfund, die Fundstelle wurde mir aber genannt.

Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Joschi Siembida ⌂, (vor 4410 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Jürgen Schnieber hat heute auch ein paar Grüne Erdzungen aus der Eifel zur Dreiländertagung mitgebracht. Seine stammen aus einem sehr feuchten "Wiesen" Habitat und haben glatte Stiele. Nach seinen Ausführungen sollte dies M. viride sein. Deine stammen dagegen aus dem Buchenwald und zeigen eine Schuppung am Stiel. Demnach wäre es die neue Art M. griseoviride. Soweit mein Wissen vom hörensagen. Am besten einen Beleg anfertigen und an einen Spezialisten weitergeben.

Gruß Joschi

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 4410 Tagen) @ Joschi Siembida

Am besten einen
Beleg anfertigen und an einen Spezialisten weitergeben.

Hallo Joschi

Wer ist Spezialist für diese Art/Gattung? Erkundige Dich bitte mal in dem erlauchten Kreis.

Gruß Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Joschi Siembida ⌂, (vor 4410 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Wer ist Spezialist für diese Art/Gattung?

die meisten sind jetzt schon im Bett. Mal sehen ob sich morgen wer findet.

Ich hab mir jetzt mal den BMG Thread durchgelesen. Glatter Stiel ist demnach M. olivaceum. M. viride und M. griseoviride haben beide einen schuppigen Stiel. Mit dem Angaben im Ausgangspost von Christoph solltest Du den aber selber rausbekommen. ;-)

Gruß Joschi

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 4410 Tagen) @ Joschi Siembida

Mit dem Angaben im Ausgangspost von Christoph solltest
Du den aber selber rausbekommen. ;-)

Hallo Joschi

Habe das gelesen und dann entstand mein Problem, hier ist für beide Arten alles vorhanden:

- Feuchtes Tal, mit Bach und Teich auf der abgewandten Wegseite, Fichten und (ungeprüfte) Laubbäume in Bachnähe + Lebermoos bei den Erdzungen = M.viride

- dicke Buchen in unmittelbarer Nähe der Zungen (mit eingestreuten Kiefern im Hintergrund) = M.griseoviride

Ich versuche mal morgen das B/L der Asci zu ermitteln, vielleicht hilft es.

Gruß
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Till, (vor 4410 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo, Zungenfreunde

Spezialist ist, wer den entsprechenden Artikel aus der "Mycologia" hat - und damit den hier relevanten Informationsvorsprung. Online ist der aber, soviel ich weiß, noch nicht - oder wenn, dann nicht umsonst.

Schöne Grüße & gute Nacht
Till

Hallo Joschi
Wer ist Spezialist für diese Art/Gattung? Erkundige Dich bitte mal in dem
erlauchten Kreis.
Gruß Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 4410 Tagen) @ Till

Online ist der
aber, soviel ich weiß, noch nicht - oder wenn, dann nicht umsonst.

Hallo Till

Wer sucht, der findet :-), auch für umme. Danke für den Tip.

http://ibot.sav.sk/usr/Viktor/docs/Mycologia%282014%29_Microglos-viride-griseoviride.pdf

Gruß
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Till, (vor 4409 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Na prima, dann sind wir jetzt alle Spezialisten !
Dank & Gruß
Till

PS: unser letzter Fund aus einem Buchenwald zwischen Totentrompeten ist demnach eindeutig griseovirens.

Hallo Till

Wer sucht, der findet :-), auch für umme. Danke für den Tip.
http://ibot.sav.sk/usr/Viktor/docs/Mycologia
%282014%29_Microglos-viride-griseoviride.pdf
Gruß
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Tanja, (vor 4409 Tagen) @ Till

Na prima, dann sind wir jetzt alle Spezialisten !
Dank & Gruß
Till
PS: unser letzter Fund aus einem Buchenwald zwischen Totentrompeten ist
demnach eindeutig griseovirens.
Hallo Till

Und wie macht man das jetzt am sichersten fest?

http://forum.pilze-bayern.de/index.php?topic=1370.0

Ich hatte ja im Bayerischen Forum schon gepostet, da ich viride/griseoviride dies Jahr viermal hatte (davor noch nie).

´Konntet ihr bei euren Kollektionen das mit der Ascus-Breite nachvollziehen?

VG, Tanja

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 4409 Tagen) @ Tanja

´Konntet ihr bei euren Kollektionen das mit der Ascus-Breite nachvollziehen?

Hallo Tanja

Bei 13 Vermessungen kam ich für das L/B im Mittel auf 10,4 (8,6 - 11,6). Das würde nach den Ausführungen von Christoph für M.viride sprechen. Als Reagenz wurde von mir lediglich BWB am Frischmaterial eingesetzt.

Wenn ich das in der Erstbeschreibung richtig verstehe, wurden dort die Mikrountersuchungen mit 5% KOH plus Melzer am getrockneten Material durchgeführt. Inwieweit diese Chemikalien evtl. eine Größenveränderung bewirken, kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen.

So richtig machte mich die Erstbeschreibung für meinen Fall auch nicht schlau. Das einzig Positive war G.griseoviride in den gezeigten Fotos, die mit Farbe, Gestalt, Stielpunktierung fast exakt meinen Exemplaren (ohne Gelbtöne) entsprachen.

Auf Grund des Aussehens benenne ich meine Exemplare jetzt Microglossum griseoviride. Diese Art soll auch häufiger vorkommen als M.viride. Von anderer Stelle wurde mir das auch schon vorgeschlagen.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Andreas ⌂, (vor 4408 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Als Reagenz wurde von mir lediglich BWB am Frischmaterial eingesetzt.

damit kannst Du leider Deine Messergebnisse in die Tonne tun. Baumwollblau ist sofort letal und bringt falsche Ergebnisse.

Messungen bei Ascomyceten, insbesondere bei inoperculaten, dürfen nur in (Leitungs-)Wasser vorgenommen werden!

Baumwollblau ist gut um die Sporenornamente von operculaten Ascomyceten anzufärben, aber die SPoren messen darf man in Baumwollblau nicht.

beste Grüße,
Andreas

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 4408 Tagen) @ Andreas

damit kannst Du leider Deine Messergebnisse in die Tonne tun. Baumwollblau
ist sofort letal und bringt falsche Ergebnisse.
Messungen bei Ascomyceten, insbesondere bei inoperculaten, dürfen nur in
(Leitungs-)Wasser vorgenommen werden!

Hallo Tanja, hallo Andreas.

Eine Messung mit Leitungswasser veränderte mein vorheriges Ergebnis nur minimal.
Ascus L/B im Mittel 10,6 (9,6-11,5)
Asci Breiten überwiegend ca.11 µm
Sporen im Mittel 5,7 x 17,4 (4,6-6,1 X 15,3-19,9) µm

Mit Ausnahme der Sporenbreite spricht meine Vermessung und das Vorhandensein von Lebermoos für M.viride. Dem widerspricht aber die fehlende gelbe Komponente und sein Standort in unmittelbarer Nähe von Buchen.

Je mehr ich mich mit diesem Pilzchen beschäftige um so mehr erhöht sich meine Verwirrung.

Frustrierter Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

Re: Grüne Erdzungen (6 Pics)

Till, (vor 4408 Tagen) @ Tanja

Hallo, Tanja,

ich muss gestehen, dass ich diese Breitenmessung bei den Frischpilzen nicht nachvollzogen habe, weil diese M. griseovirens zu dem Zeitpunkt für mich noch kein Thema war. Das war halt eine "Grüne Erdzunge", die man bis vor kurzem ja eigentlich nicht zu mikroskopieren brauchte... vor allem bei der Pilzschwemme, bei der es noch so viel anderes anzuschauen gab. Die Exsikkate hab ich noch nicht untersucht. Ich hab das für den Winter vor und will mir dann auch die anderen Kollektionen aus meinem Herbar daraufhin noch einmal ansehen.

Wenn ich mir trotzdem ziemlich sicher bin, dass es sich um griseovirens handelt, dann liegt das am Standort (reiner, keineswegs besonders feuchter Buchenwald ohne Lebermoos) und an der rein grünen Farbe von "Hut" und Stiel, also ohne Gelbtöne.

Was die Ascusbreite als entscheidendes Trennmerkmal betrifft - ob das so hundertprozentig sicher ist? Ich kann das Gegenteil natürlich auch nicht beweisen. Zuverlässiger sind sicher die molekularen Unterschiede, die in dem Artikel ja ausführlich dargestellt werden.

Schöne Grüße
Till

Und wie macht man das jetzt am sichersten fest?

http://forum.pilze-bayern.de/index.php?topic=1370.0
Ich hatte ja im Bayerischen Forum schon gepostet, da ich viride/griseoviride
dies Jahr viermal hatte (davor noch nie).
´Konntet ihr bei euren Kollektionen das mit der Ascus-Breite nachvollziehen?
VG, Tanja

Lebermoos ist vorhanden

Pfalz-Pilz, (vor 4410 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Ob da Lebermoose (die zur Eingrenzung mitbestimmend sein sollen) vorhanden
sind, kann ich leider nicht beurteilen.

Von anderer Stelle erfuhr ich soeben, das eine Calypogeia-Art auf den Fotos zu sehen ist, sehr wahrscheinlich das Eingeschnittene Bartkelchmoos (Calypogeia fissa), eine Lebermoosart.

Dieter

Kommentar von Zotto zur Grünen Erdzunge

Pfalz-Pilz, (vor 4399 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Forum

Nach meinem Kontakt mit Zotto darf ich hier sein Kommentar dazu übermitteln:

Zitatanfang

Liebe Leute, habt ihr jetzt ganz vergessen, dass Asci schrumpfen? Andreas hat ja eine Andeutung gegeben, aber leider im irreführenden Zusammenhang: Der Artikel von Victor Kucera, auf den mich übrigens Karl Keck aufmerksam machte, enthält ja nur Totmaße, wie schon angedeutet (in KOH). Also MUSS man auch tot messen, wenn man vergleichen will. Lebend sind die Asci von Microglossum nämlich 20% breiter (oder 15 oder ...), ähnlich bei vielen anderen Ascos. Dass man Sporen und Asci nicht tot messen darf ist Quatsch. Man ist vielmehr quasi dazu gezwungen, will man mit Literatuwerten vergleichen (die sich aber oft nicht eindeutig auf Totmaße beziehen). Ich messe deshalb meistens beides, vital und tot, auf jeden Fall aber vital, falls vitale Elemente vorhanden sind.

Jetzt hat Dieter BWB in Wasser verwendet. Falls das Lactophenol oder dgl. enthielt, dann ist es ja o.k. Da er aber in purem Wasser dieselben Breiten ermittelte, ist es wohl doch nur wässriges, wie er sagte (BWB-Pulver kann man durchaus in Wasser lösen, ähnlich wie Kresylblau). Dann stellt sich aber immer noch die Frage: hat er lebend oder tot gemessen? Das kann man natürlich beides in Wasser erreichnen, und sogar beides gemischt in einer Maßbereichsangabe. Das wäre ganz normal, weil es viele so machen, was aber ganz große Kacke ist (sorry). Wenn schon Ascusgrößen als Artmerkmal herhalten sollen, dann bitte peinlichst darauf achten, ob lebend oder tot gemessen wird, und die Werte getrennt aufnehmen. Zur Unterscheidung von lebend und tot schaut auf meine neue Homepage (http://www.invivoveritas.de/articles/vital-taxonomy/), oder fragt mich.

Ich hatte mit Victor schon zu tun, und muss sagen, dass seine Mikroanalysen ziemlich unbrauchbar sind, viel zu oberflächlich und ungenau. Ich halte von seinen Resultaten sehr wenig, was Morphologie angeht. Ich finde zudem, es gehörte vom Code her verboten, neue Arten aufzustellen, ohne Mikros abzubilden. Die gezeigten Makros sind zwar lieblich, aber es wird da ein Unterschied vorgegaukelt, der gar nicht existiert, sobald man nämlich die Beschreibungen vergleicht: Da sind dann doch beide blaugrün. Überzeugend ist natürlich die Genetik, und mit solchen Resultaten werden wir wohl immer mehr zu tun haben. Ich will es auch nicht leugnen, dass da zwei Arten sind, aber als Amateur könnte man doch auch darauf verzichten, alles ganz genau zu wissen, oder?

Ich hatte vor etlichen Jahren Geoglossaceen untersucht, und dabei gefunden, dass sich M. viride durch fehlende Haken von den anderen Microglossum-Arten unterscheidet. Darauf sollte man also schonmal achten, was Victor auch tat (er hat sich ja etwas an meinen unveröffentlichten Resultaten orientiert), leider hat er das dann aber nicht abgebildet, um es auch glaubhaft zu machen. Nun habe ich mich also gefragt, zu welcher der beiden Arten meine als M. viride bestimmten Funde gehören. - Ergebnis: ich konnte es nicht sagen! Die Werte sind so +/- dazwischen. Ihr könnt das gerne selber schauen:
https://www.cubbyusercontent.com/pl/CC%2bAscomycota/_1354d48ffaad4b59bd3ffdbb35915d1f#CC%20Ascomycota/7a%20Helotiales/1%20Leotiaceae/Microglossum

Ich habe deshalb vor, meine Funde zum Sequenzieren zu geben (an Guy Marson). Da ich den rezenten Fund von Dieter zugeschickt bekomme, wird der auch gleich an Guy geleitet. Ich hoffe dass es mit den relativ alten Funden (14-22 Jahre) noch klappt.

Viele Grüße
Zotto

Zitatende

Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

Ergebnisse von Zotto zur Grünen Erdzunge *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 4398 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Forum

Hier die Mitteilung von Zotto über seine Untersuchungen meiner grünen Erdzunge.

Zitatanfang
Hier auf die Schnelle mein Resultat. Demnach muss es M. griseoviride sein. Auch mein alter Fund aus einem Buchenwald sollte hierher gehören anhand der Ökologie (kein Feuchtgebiet).
Jetzt habe ich mich nochmal mit meinen Funden beschäftigt und komme zum Schluss, dass man die beiden Arten schon trennen kann. Demnach ist der Fund von Bernd Oertel in einem Birkenbruchwald (HB 6607) M. viride, sowie natürlich HB 6958 (Boudiers Typus von M. lutescens). Die Asci sind hier deutlich über 10 µm breit (tot). Auch ein Fund von Benkert, zu dem ich nur Notizen habe, ist M. viride (er wuchs zwischen Pellia epiphylla!). Demnach habe ich M. viride bislang nur getrocknet gesehen, also fehlen mir die Vitalmaße hierzu.

Die Zunge kam recht aufgelöst an (den Druck mag sie nicht), aber in Teilen waren sie doch noch gut. Ich habe zwei Stückchen herausgeschnitten und denke, die sollte Guy sequenzieren können.

Gruß in Eile
Zotto
Zitatende

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Neben den Fotos lieferte Zotto auch eine Vergleichs-Tabelle (Sporen und Ascis) im Word-Format. „Microglossum viride-griseoviride Vergleich.doc“. Wie ich die hier darstellen kann, ist mir leider nicht bekannt. Sie ist aber im pilzepilze-Server in meinem Ordner pfalzpilz für Intressierte greifbar. Falls erforderlich versende ich diese Tabelle auch gerne per Email.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

Tabelle von Zotto zur Grünen Erdzunge *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 4397 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: Tabelle von Zotto zur Grünen Erdzunge

Ulysses, (vor 4397 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

schön, dass es mit der Tabelle geklappt hat - danke fürs Posten!

Bei der Ökologie muss es wohl heißen "Leicht saure".

Interessant ist, dass Zotto nun nicht allgemein "Lebermoos" schreibt, sondern das ganze auf "meist Pellia" eingrenzt. Es gäbe für mich auch wenig Sinn, wenn die Artabgrenzung (neben anderem natürlich, aber trotzdem...!) anhand des Vorhandenseins von Lebermoosen oder deren Fehlen festgelegt würde - es gibt Lebermoosarten "für quasi jeden Standort" von sauer bis basisch und von aquatisch bis trocken. Die Eingrenzung auf Pellia zeigt aber nun gut, was hier eigentlich gemeint ist: unsere Pellia-Arten wachsen allesamt auf deutlich sickerfeuchtem bis nassen Lehmboden an Waldwegen etc.

Die Frage nach dem Lebermoos meint also wohl weniger dieses selbst, sondern ob der Standort auf lehmigem, nassem Boden liegt – oder eben auf "normalem" Waldboden.

Schöne Grüße
Josef

Ergänzte Tabelle von Zotto zur Grünen Erdzunge *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 4396 Tagen) @ Ulysses

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