Re: Frage an Andreas
Hallo Andreas,
Ja, genau da liegt ein Problem (zumindestens für mich). Makroskopisch, wenn
der gesamte Pilz vorliegt, würde ich das sicher als Schirmling, also als
potentiell tödlich giftig erkennen. Aber: Was Andreas sagt stimmt schon,
wie oft hat man so einen Schirmling denn wirklich in der Hand? Ich
zumindestens mit diesem hier das erste Mal. Ich will nicht gerade sagen,
dass Schirmlinge in meiner PSV-Ausbildung komplett an mir vorübergegangen
sind, aber intensiv mit den genauen Merkmalen wurden sie mir nicht
vermittelt.
Mikroskopisch (z.B an Putzresten oder gekochten Pilzstücken) find ichs nicht
mehr so lustig. Besonders beliebt,vermutlich nicht nur bei mir, sind
Hellsporer mit ellisoiden Sporen ohne charakteristische Strukturen wie
z.B. auffallenden Zystiden. Da weist dann nur noch die Dextrinoidität der
Sporen in Richtung Lepiota, oder? Was meinst Du dazu?
liebe Grüße
Birgit
Hallo Birgit,
die Huthaut mit ihren ewig langen Endzellen ("Haare"), die ja bis zu 300 µm oder sogar 400 µm erreichen können ist so charakteristisch, dass in Verbindung mit den dextrinoiden Sporen eigentlich kein Zweifel an einer Lepiota bleiben sollte. Die Arten ohne Huthaare haben eine hymeniforme HDS mit ziemluch großen birnförmigen Elementen - auch das kenne ich in Verbindung mit dextrinoiden Sporen nur von dieser Gattung.
beste Grüße,
Andreas
,vermutlich nicht nur bei mir, sind