Re: Hexenringbildner 2
Hallo Andreas,
die grundlegende Frage ist doch, ob tatsächlich jede Pilzart (hier die
terricolen Saprobionten und Mykobionten) einen Hexenring bilden kann!?
Bisher fand ich dazu keine explizite Erklärung.
Interessant ist, daß beispielsweise Monilinia fructigena, die nicht zu den
o.g. Pilzgruppen gehört, auch bzw. immer eine kreisförmige Ausbreitung
aufweist.
Genauso wäre zu fragen, warum bisher, im Vergleich zur Gesamtartenzahl, nur
so wenige Arten mit Hexenringmerkmalen aufgefunden werden konnten.
Ist in jeden Fall eine artspezifische Ausbreitungsstrategie vorhanden oder
wird alles nur durch abiotische und biotische Standortverhältnisse
bedingt? Bei LYSEK, KREISEL et al. fand ich dazu auch noch keine
Erklärung. Oder doch?
Da gibt es sicher noch Klärungsbedarf und weitere Neugier auf jeden Fall.
Herzliche Grüße René (Buschhexe).
Hallo René,
meine Meinung ist ja! Jede Sporen jeder Pilzart wird bei entsprechenden Bedingungen ihr Myzel versuchen kreisförmig anzulegen. Jede Kultur wird vom Inokultaionspunkt aus gleichmäßig in alle Richtungen weiterwachsen. In "freier Wildbahn" wird aber wohl das weitere Wachstum selten so ungestört verlaufen können wie in einer Petrischale auf Agarboden.
Und außerdem: Du kannst ja auch nicht die Bildung eines "echten" Hexenringes von z.B. dem Nelkenschwindling mit der eines "falschen" von Mykorrhizapilzen vergleichen, oder?!
herzliche Grüße,
Andreas