nicht unbedingt
wenn südafrika wirklich steinpilze exportieren kann, muss es da je etwas wie
"farmen" geben
muss deshalb nicht sein. die osteuropäischen länder von litauen bis bulgarien exportieren auch jede menge pilze, die allesamt wildpilze sind, also gesammelt und in keiner weise irgendwie gezüchtet, nicht einmal in den wäldern irgendwie absichtlich gefördert werden.
in südafrika sind es wahrscheinlich (richtig wissen tut /me es von dort nicht :) boletus edulis, die unter der in den subtropen weltweit angepflanzten kiefer pinus radiata wachsen, ursprünglich stammt diese kiefernart aus kalifornien. in chile, wo sie sonst von der forstwirtschaft eingeführt wurde, wollte sie zunächst nicht recht wachsen, bis einer auf die idee kam, den butterpilz als mykorrhizapartner mitzunehmen. seitdem gedeihen dort die kiefernwälder und chile exportiert unmengen getrockneter butterpilze, die beispielsweise im jägersosse als fertiggericht oder kantinenessen landen :)
mangels konkurrenz wird so eine massenentwicklung ermöglicht. in anderen regionen scheint, wohl eher zufällig, der steinpilz diese rolle übernommen zu haben. aus neuseeland wurde mir von einer steinpilzschwemme unter am strand angepflanzten pinus radiata berichtet. selber konnte ich auf tenerife steinpilze unter pinus-radiata-kulturen entdecken. nach dem aussehen handelte es sich um "fichtensteinpilze" (stiel sehr hell, hut glatt) und nicht um kiefernsteinpilze, jedenfalls eindeutig um steinpilze. vielleicht sind die südafrikanischen exportpilze damit ein nebenprodukt der forstkultur.
ciao,
michel