Re: "Frisch auf den Tisch"
Frühlings-Rötlinge unter Rosengewächsen, wie z.B. der Schlehenrötling
(Entoloma sepium) kommen zerstreut vor und können auch recht kräftig nach
Mehl riechen, ähnlich wie der Mairitterling.
Unterscheidungsmerkmale sind die breiteren, rosa Lamellen, der Standort stets
unter Rosaceen, und die dünnfleischigeren und faserigen, weniger kompakten
Fruchtkörper. Ich glaube sogar, E.sepium hat einen +- hohlen Stiel. Dann
haben die Rötlinge eine mehr oder weniger sichtbare Tendenz zum
Radialfaserigen in der Huthaut.
Unter dem Mikroskop sind die eckigen Sporen natürlich ausschlaggebend.
E. sepium wird angeblich als Speisepilz gesammelt (von wem???) , aber die
schneeweiße E. niphoides soll giftig sein. Insgesamt hast Du recht, dass
hier Doppelgänger lauern.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
gibt es eigentlich makroskopische Unterscheidungsmerkmale zwischen E. sepium und E. clypeatum?
Im Garten eines Bekannten wächst regelmäßig
im Frühjahr eine Rötlingsart, die ich bisher immer als Schildrötling angesprochen habe.
Nach diesen Bildern und Beschreibungen bin ich mir aber nicht mehr so sicher.
Gruß Jens