Re: Morchelfund und Morchelfrage
Lange Zeit hielt ich "Riesenmorcheln" für nichts anderes als überalterte, große Speisemorcheln, wie sie auch auf Elfis Foto zu sehen sind. Dann fand ich mal in einem Kalk-Quellsumpf selber ein solches Exemplar, das nicht nur äußerst groß war, sondern auch einen auffallend harten, massigen Stiel hatte. Auch ein Freund von mir beobachtet in einem anderen Kalk-Quellsumpf schon seit Jahren solche Apparate. Erst später erfuhr ich, dass der bekannte deutsche Mykologe Hanns Kreisel auf diesen Pilz im "Handbuch für Pizfreunde, Bd. II, aufmerksam macht und ihn als Morchella esculenta var crassipes bezeichnet, interessanterweise nennt er sie "giftverdächtig.
Ob diese "Kalksumpf-Morchel" wirklich was eigenes ist, traue ich mich noch nicht zu sagen, aber man sollte mal auf sie aufpassen, denn der Standort ist schon recht eigenartig.
Viele Grüße
Thilo
Vielen Dank
erstmal an alle, die im Forum ihr Wissen preisgegeben haben. Jetzt hab auch
ich zum
ersten Mal nicht nur die halbfreie Morchel sondern auch die esculenta
gefunden und zwar gleich in großer Menge. Dabei bin ich einem anderen
Pilzler begegnet, der hier ( Rheinauen am Kaiserstuhl) schon viele Jahre
Morcheln sucht und findet.
Er hat dann auch von einer Morchel erzählt, welche die Leute hier Maimorchel
nennen und die sehr groß ( bis 120g das Stück ) werden sollen. Sie stünden
allerdings nicht wie die anderen häufig in Gruppen sondern stets allein,
wären aber aufgrund ihrer Größe recht leicht zu sehen. Mir stellt sich
jetzt die Frage ob schon mal jemand was davon gehört hat, oder ob mich der
Gute auf den Arm genommen hat.
Meine größte Morchel vom Wochenende, und die hielt ich schon für riesig,
brachte 60g auf die Waage und allein der Hut war 12 cm lang.
Nicht dass ich jetzt unbedingt Monstermorcheln suchen möchte, aber ich wüsste
schon gern, ob es sowas gibt.
Die wunderbaren zinnoberroten Kelchbecherlinge von meinem letzten
Auwaldbesuch waren alle weg. Schade, sie sind einfach zu schön.
Für Aufklärung wär ich dankbar
Gerd