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Re: Henningsomyces

Christoph ⌂, (vor 8941 Tagen) 878 Beiträge @ Werner2

Hallo Wolfgang,
das sind Basidiomyceten die aussehen wir röhrenförmige Becherlinge, ähnlich
den Cyphella und Lachnellaarten. Ich glaube das in Mitteleuropa nur 2
Arten vorkommen, aber die Ursel weis das bestimmt besser.
Ein Bild kannst Du hier sehen: http://www.pharmanatur.com/HENNIGCAND.htm
(Was macht die Galerinabestimmung ?)
Gruss Werner 2

Hallo Werner,

es gibt mehr Arten bei uns, so um die zehn. Am häufigsten ist wohl Henningsomyces candidus. Jedenfalls werden die meisten Funde der Gattung vorschnell so bestimmt, da sie die einzige ist, die in Breitenbach & Kränzlin (Pilze der Schweiz Bd. 2) abgebildet ist.
Die Arten werden vor allem durch die Form und Struktur der Randhaare unterscheide: basal dick- oder dünnwandig, wenig verzweigt, sehr stak verzweigt, sofort verzweigt oder mit längerem Basalteil etc. Dann noch durch die Sporenform/-größe. Leider sporulieren die Einzelfruchtkörper meist nur sehr spärlich, so dass die Sporenmaße nicht so einfach zu erhalten sind. Weiterhin ist der Querschnitt durch den Fruchtkörper zu beachten (genauer Aufbau). Ein bisschen ist auch die Fruchtkörperform ein Indiz für manche Arten (lang und dünn oder eher kurz und etwas breiter...).
Die Gattung Rectipilus sieht Henningsomyces sehr ähnlich, allerdings sind die Randhaare hier unverzweigt.

Henningsomyces ist eine interessante Gattung. Wer sie finden will, sollte sehr feucht leigendes Holz (Untrseite) absuchen. Auch in bergwerken an feuchtem Grubenholz können hunderte oder tausende von winzigen weißen Röhrchen stehen.

Grüße, Christoph [image]

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