Besten Dank
vielen Dank
, lieber Andreas, der Zaunpfahl hat sein Ziel ja doch noch erreicht.
Trotzdem würde ich mir den kleinen Finger abhacken lassen (aber nur den
linken) dass es sich bei Deinem Fund um Lactarius picinus handelt.
Die samtig-braune Hutoberfläche und der praktisch gleichfarben Stiel lassen
nur die Sektion Plinthogali und hier die Gruppe um picinus-fuliginosus zu.
Für mich war das auch L. picinus, aber damals habe ich auch (noch) nicht weiter gedacht.
In die engere Wahl kommen: 5. Lactarius lignyotus: Starker Kontrast zwischen
Stielspitze und Lamellen, Stielspitze gerippt, Hut fein runzelig und meist
mit spitzem Bückelchen. Stiel stets länger als Hutbreite.
Daß das L. lignyotus ist, habe ich nicht angenommen, aber das konntest du ja wirklich nicht wissen. Der ist mir im Hochschwarzwald schon begegnet, wär schön wenns ihn hier geben würde, ist aber leider weder sauer noch hoch genug.
6. Lactarius romagnesii und ruginosus: Beide haben deutlich entferntere
Lamellen und gerippelten Hutrand. Vorkommen im Laubwald auf Lehmboden
(sieht nicht danach aus auf deinem Bild).
Der kleine hat aber doch gerade einen gerippelten Hutrand? Das war mit ein Grund, warum ich das Bild hier reingestellt habe, weil ich eben an unsere letztjährige Diskussion gedacht habe. Gehe ich richtig in der Annahme, daß dann auch das erwachsene Exemplar einen gerippelten Hutrand haben müßte? Du hast recht, das Bild stammt weder aus dem Laubwald noch von Lehmboden, sondern von vermutlich höchstens oberflächlich versauertem Kalkschotterboden im Nadelwald.
Ich halte Deine Kollektion für typischen L. picinus.
Wie gesagt, das dachte ich auch, aber ich wollte mich noch mal vergewissern
.
Liebe Grüße
Birgit