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Re: Pilzparadis auf Brennnessel, von Kazuya

Andreas ⌂, (vor 8917 Tagen) 8.003 Beiträge @ Notizbrettbildservice

Wer in Brennnesselbeständen nach abgestorbenen, feuchtliegenden Stängeln
sucht, der hat fast immer Erfolg, auch nur irgendeinen Pilz zu finden.
Dazu kommt, das
diese Arten recht häufig sind, aber selten beachtet werden. Hier zeige ich
mal die häufigsten:
Dies ist Acrospermum compressum, ein Schlauchpilz, der keulenförmige
Fruchtkörper hat, die bis zu 4 mm hoch werden können.

Das Orangerote Brennnesselbecherchen (Callorina fusarioides), sicher für den
einen oder anderen ein gut bekannter Pilz, besiedelt oft massenweise
dieses Substrat und lässt es schon von weitem orangerötlich erscheinen.

Und wieder ein Becherling, diesmal Cyathicula cyathoidea, der bis etwa 3 mm
breit wird und mit kleinem Stiel dem Substrat aufsitzt. Der gekerbte Rand
ist hier gut zu sehen und lässt ihn +/- gut von den Hymenoscyphus-Arten
unterscheiden.

Das ist ein Hymenoscyphus, und zwar der Ausgebreitete Stängelbecherling
(Hymenoscyphus repandus), der etwa bis 2 mm breit wird und gelbbräunlich
gefärbt ist. Der Rand ist meist stark eigebogen und glatt.
Viele Grüße,
Kazuya.

Hallo Kazuya,

Du hast recht, zumindest was die ersten drei Arten betrifft. Sie sind wohl ebenso häufig wie Brennnesseln. Dazu würde ich auch noch Leptosphaeria acuta zählen.
Allerdings glaube ich nicht an Deinen Hymenoscyphus repandus, der gelber sein müßte und flacher in der Scheibe. Ich halte Bild 3 und 4 beides für Cyathicula cyathoidea, wobei die Aufsammlung mit dem gekerbten Rand eher untypisch ist. Ich kenne Cyathicula cyathoidea eigentlich stets mit völlig glattem Rand.

Gruß,
Andreas

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