artenschwund
hallo, coco,
ich habe die befürchtung, dass zum "brätlingsschwund" kaum wer
wirklich mehr weiß.
woher auch?
in den medien sind am rückgang von pilzen, die früher häufig waren, ja seit
jahrzehnten und wahrscheinlich, trotz gegenteiliger fachargumentation, ja
auch weiterhin nur , immer und allüberall die bösen schwammerlsucher
schuld. dass negative umwelteinflüsse die wirklichen ursachen sind, ist
"journalistisch" uninteressant, weil man damit das phänomen
nicht an gewissen personen oder kleineren personenkreisen festmachen
könnte. man müsste den sehr wohl bekannten umweltverschmutzern,
beispielsweise der industrie oder den autofahrern, auf die zehen treten,
und diese zehen sind mächtig; man denke an die verkaufszahlen, an
geldträchtige inserate, an das schlagwort "freie fahrt..." usw.
sehe ich das zu schwarz?
adi
hallo adi,
ich fürchte, das siehst du nicht zu schwarz.
die realität sieht so aus, dass wir den artenreichen wäldern unserer kindheit nachtrauern und dabei kaum würdigen, dass WIR in der pilzvielfalt schwelgen, die unsere kinder nicht mehr erleben werden.
sicher gibt es auch arten, die sich auf grund menschlicher eingriffe ausbreiten - auch ein eingriff ins ökosystem.
letztlich bleibt nur die hoffnung, dass sich unsere masslose gattung selbst aus der evolutionsgeschichte tilgen wird.
lichtstreifende grüsse
coco