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Danke, Andreas

Birgit, (vor 8856 Tagen) 2.644 Beiträge @ Andreas

Hallo ANdreas,

auch auf meinen Führungen im Nordschwarzwald haben wir immer wieder
festgestellt, dass L.picinus keineswegs scharf schmeckt, sondern eher
bitterlich, für viele so schwach dass es nicht als unangenehm zu
bezeichnen ist. Einmal hat ein Teilnehmer auch ein paar mitgenommen, die
er zuvor gekostet und als mild bezeichnet hatte. Sie wären durchaus eßbar
gewesen, aber längst nicht so gut wie der Mohrenkopf.

Das milde Exemplar schmeckte roh praktisch genauso gut wie ein Mohrenkopfmilchling. Bitter schmecke ich eigentlich ganz gut, aber ich dneke schon auch daß es wirklich L. picinus war.

L.scrobiculatus kenne ich aus dem Südschwarzwald aus Gegenden, die ich auch
als sauer eingestuft hätte. Aber dort herrscht ein ziemliches geologisches
Durcheinander und vor allem kommt immer wieder stark mineralisiertes
Quellwasser nach oben, dass dann so ungewöhnliche Erscheinungen nach sich
zieht wie Cantharellus aurora im Sphagnum-Moor und ähnliches. Ich glaube
dass L. scrobiculatus auch auf (nur oberflächig?) versauerten Böden
vorkommen kann, sofern diese mineralreich genug sind. Man kann das
vielleicht daran erkennen, dass die Säurezeiger nicht in der Masse
auftreten wie an den richtig sauren Stellen, also die Heidelbeere dort
kümmerlicher und vereinzelter wächst, vielleicht Sauerklee eingestreut
ist, Russula integra dabei ist etc.

Naja die Heidelbeere war direkt daneben und Torfmoos mit spitzgebuckelten Rauköpfen vielleicht 5 m weg. Bäche und Gräben (vermutlich trockengelegtes Moorgebiet) gibts dort aber alle Nase lang und wie die Mineralversorgung dort ausschaut kann ich halt auch nicht wissen. Ich fands jedenfalls erstaunlich.

Liebe Grüße

Birgit

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