Re: nochmals farbwiedergabe
hallo nochmal,
ich meinte nicht einen hersteller- /laborabhängigen farbstich, den kann man
besiegen. vielmehr die eigenschaft von farblich sensibilisierten
silberhalogeniden im analogen filmmaterial, für die unterschiedlichen
wellenlängen (= farben) im motiv unterschiedlich sensibilisiert zu sein.
das führt zu verschobenen farbwerten innerhalb ein und desselben bildes.
speziell blau- und rottöne sind schwierig in ihrer wiedergabe auf
filmmaterial. und diese probleme hat ein ccd-chip nicht.
ich selbst bevorzuge NOCH den guten alten film, weil er mir höhere auflösung
für weniger geld verschafft, wenn ich ihn sauber einscanne. wenn die
farben besonders exakt differenziert werden sollen, geht nichts über
fujichrome astia.
noch ein gruss von
coco
Hallo Coco,
es stimmt, viele Filme haben Probleme mit der exakten Farbwiedergabe. Besonders der von mir bevorzugte Velvia (belichtet wie 42ASA) zeigt kräftige Rot-Töne und neigt bei hellen Flächen zum sogenannten Farbkippen in Richtung Magenta. Man darf aber nicht vergessen, daß auch Digitalkameras für eine bestimmte Farbtemperatur des Lichts (5600K) optimiert sind. Eine Krause Glucke im Schatten, bei blauem Himmel um die Mittagszeit fotografiert, sieht auch digital nicht besonders appetitlich aus.
Was die Differenzierung feinster Farb- und Grauabstufungen betrifft, ist klassisches Filmmaterial nach wie vor unschlagbar. Allerdings setzt hier das KB-Format auch gewisse Grenzen. Für die Qualität, die Digitalkameras bieten, erscheinen sie mir momentan überteuert (obwohl sie schon praktisch sind).
Gruß
Ralph