Bericht vom Schwarzwald (MTB 8114)
Bei traumhaftem Herbstwetter zog ich heute los um meinem Gewissen nachzuweisen, daß ja momentan eh Pilzflaute herrscht.
Nach fünf Minuten bereits der erste Schock: Eine Rotkappe vor der man Angst kriegen könnte! Hut 17 cm, Höhe 15 cm. beinhartes Fleisch und traumhaft schön.
Jetzt zähl ich mal auf, was ich sonst noch erkennen konnte:
Baby-Steinpilze (ca. 10) und Baby-Fliegenpilze (viele) neben den verottenden Großeltern
Trompetenpfifferlinge im Moosbett (massig)
falscher Anhängselröhrling, wie die letzten beiden Male auch heute wieder zur Stelle
viele Cortinarien (aber welche ???)
ein paar Wieseltäublinge
ein paar Schafporlinge
eine Handvoll Flockis
2 Birkenpilze
2 (in Worten ZWEI) Pfifferlinge
und dann noch eine Gruppe von sehr stattlichen Pilzen, die ich als Hartpilz aus einem alten Pilzbuch in Erinnerung habe
Es scheint also langsam wieder Pilzwind aufzukommen.
Wie schmecken eigentlich Schafporlinge und Trompetenpfifferlinge? Ich hab Schafporlinge, die hier ziemlich häufig sind, bisher nur mal mit reingemischt. Trompetenpfiffis hab ich noch nie versucht.
Ehrlich ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie jemand Trompetenpfifferlinge als geschmacklos empfinden kann. Ich brate sie meist nur und gebe ein bißchen creme fraiche dazu und dann haben sie für mich ein einzigartiges hervorragendes Aroma wie es eben nur Trompetenpfifferlinge oder auch duftende Leistlinge haben, sie gehören zu meinen Lieblingspilzen weit vor gewöhnlichen Pfifferlingen. Dazu dann noch Nudeln und gebratenes Lachsfilet (Fisch paßt gut dazu, da bin ich mit G. Lockwald konform). Ich muß allerdings dazu sagen, daß ich die Trompetenpfifferlinge selten frisch esse, sondern meist roh und nichtgewaschen einfriere für meinen Wintervorrat, vielleicht verstärkt sich beim EInfrieren das Aroma? Ich habe sie allerdings auch schon frisch gegessen und fand sie ebenfalls sehr gut, hast du die etwa gewaschen?