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winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartrosa?

Emma, (vor 8808 Tagen)

Hallole aus dem Hohenloher Land (irgendwo zwischen Heilbronn und Nürnberg...:-)
bin seit letzem Jahr eine begeisterte Pilzsucherin (leider meinst suchend und eher selten findend, da hier scheinbar fast jeder das Geheimnis um gute Fundstellen hütet)
letzte Woche hatte ich das Glück zwei recht kleine Riesenbovisten zu finden...heute nun fand ich etwas kleines, kugeliges, das aus dem Stamm einer gefällten Birke herausgewachsen ist.
Durchmesser ca. drei Finger breit. Schale dünn, weich, bissle dunkler als eierschalenweis, eher ein gaaanz helles weißbraun, keine Schuppen oder Warzen (wie der Kartoffelbovist)Geruch angenehm pilzig innen weiß, aber an der Basis irgendwie mit einem Stich ins helle lachsrosa.
Also eigentlich in fast allen Punkten ein Riesenbovist, aber sooo klein und eben keine reinweise Schale.
Ich kann nirgendwo im Netz einen Hinweis finden, daß eine Art essbarer Bovist aus gefällten Bäumen wächst.
Wer kann mir weiterhelfen bevor ich das Teil in die Pfanne schlag? :-)
(War ein Witz,ich ess nix, wo ich nicht ganz sicher bin)
Gruß
EMMA

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Jürgen, (vor 8808 Tagen) @ Emma

Hallo Emma,
bei deinem Fund wird es sich sehr wahrscheinlich um einen ganz jungen Fruchtkörper des Birkenporlings handeln. Dieser ist am Anfang noch kugelig, bevor er konsolenförmig weiterwächst.

Gruß Jürgen

Hallole aus dem Hohenloher Land (irgendwo zwischen Heilbronn und
Nürnberg...:-)
bin seit letzem Jahr eine begeisterte Pilzsucherin (leider meinst suchend und
eher selten findend, da hier scheinbar fast jeder das Geheimnis um gute
Fundstellen hütet)
letzte Woche hatte ich das Glück zwei recht kleine Riesenbovisten zu
finden...heute nun fand ich etwas kleines, kugeliges, das aus dem Stamm
einer gefällten Birke herausgewachsen ist.
Durchmesser ca. drei Finger breit. Schale dünn, weich, bissle dunkler als
eierschalenweis, eher ein gaaanz helles weißbraun, keine Schuppen oder
Warzen (wie der Kartoffelbovist)Geruch angenehm pilzig innen weiß, aber an
der Basis irgendwie mit einem Stich ins helle lachsrosa.
Also eigentlich in fast allen Punkten ein Riesenbovist, aber sooo klein und
eben keine reinweise Schale.
Ich kann nirgendwo im Netz einen Hinweis finden, daß eine Art essbarer Bovist
aus gefällten Bäumen wächst.
Wer kann mir weiterhelfen bevor ich das Teil in die Pfanne schlag? :-)
(War ein Witz,ich ess nix, wo ich nicht ganz sicher bin)
Gruß
EMMA

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Jens ⌂, (vor 8808 Tagen) @ Emma

Hallole aus dem Hohenloher Land (irgendwo zwischen Heilbronn und
Nürnberg...:-)
bin seit letzem Jahr eine begeisterte Pilzsucherin (leider meinst suchend und
eher selten findend, da hier scheinbar fast jeder das Geheimnis um gute
Fundstellen hütet)
letzte Woche hatte ich das Glück zwei recht kleine Riesenbovisten zu
finden...heute nun fand ich etwas kleines, kugeliges, das aus dem Stamm
einer gefällten Birke herausgewachsen ist.
Durchmesser ca. drei Finger breit. Schale dünn, weich, bissle dunkler als
eierschalenweis, eher ein gaaanz helles weißbraun, keine Schuppen oder
Warzen (wie der Kartoffelbovist)Geruch angenehm pilzig innen weiß, aber an
der Basis irgendwie mit einem Stich ins helle lachsrosa.
Also eigentlich in fast allen Punkten ein Riesenbovist, aber sooo klein und
eben keine reinweise Schale.
Ich kann nirgendwo im Netz einen Hinweis finden, daß eine Art essbarer Bovist
aus gefällten Bäumen wächst.
Wer kann mir weiterhelfen bevor ich das Teil in die Pfanne schlag? :-)
(War ein Witz,ich ess nix, wo ich nicht ganz sicher bin)
Gruß
EMMA

Hallo Emma,

das hört sich schon etwas merkwürdig an. Der Riesenbovist wächst jedenfalls nicht an Holz, und auch andere Boviste, Stäublinge etc. nicht. Ausnahme hierbei ist Lycoperdon pyriforme, der Birnenstäubling. Weiß aber nicht, ob der auch an Birke vorkommt. Vielleicht ist er es ja, drei Finger breit sind allerdings für diese Art schon ganz schön groß.

Möglicherweise könnte es auch sein, daß es sich um deformierte Fruchtkörper von sehr jungen Birkenporlingen (Piptoporus betulinus) handelt.

Gruß Jens

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Emma, (vor 8808 Tagen) @ Jürgen

Hallo Emma,
bei deinem Fund wird es sich sehr wahrscheinlich um einen ganz jungen
Fruchtkörper des Birkenporlings handeln. Dieser ist am Anfang noch
kugelig, bevor er konsolenförmig weiterwächst.
Gruß Jürgen

Danke für deine Antwort Jürgen
hmmmmm
meinste?
sind die so kugelrund am Anfang?
ich hab mal hingeleckt...bissle säuerlich
die Konsistenz ist ungefär vergleichbar, als ob man eine reife aber nicht überreife Pflaume zusammendrückt.
Wenn Birkenporling, dann essbar?
EMMA

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Emma, (vor 8808 Tagen) @ Jens

Hallo Emma,
das hört sich schon etwas merkwürdig an. Der Riesenbovist wächst jedenfalls
nicht an Holz, und auch andere Boviste, Stäublinge etc. nicht. Ausnahme
hierbei ist Lycoperdon pyriforme, der Birnenstäubling. Weiß aber nicht, ob
der auch an Birke vorkommt. Vielleicht ist er es ja, drei Finger breit
sind allerdings für diese Art schon ganz schön groß.
Möglicherweise könnte es auch sein, daß es sich um deformierte Fruchtkörper
von sehr jungen Birkenporlingen (Piptoporus betulinus) handelt.
Gruß Jens

jetzt haben sich die Beiträge überschnitten...:-)
ich war zu langsam
Danke für eure Auskunft!
Noch jemand aus dem Hohenloher Ländle hier?
Gruß
EMMA

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Emma, (vor 8808 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen

hab was interessantes dazu im netz gefunden:

Die Inhaltsstoffe des Birkenporlings hemmen den Abbau körpereigener schmerzstillender Eiweißstoffe (Endorphine). Das Beispiel zeigt: Seit Jahrtausenden vertrauen Menschen auf die Heilkraft der Pflanzen, doch erst heute lässt sich dank moderner Technik klären, warum das Vertrauen in die Kräfte der Natur berechtigt ist....usw
:-)
EMMA

Quelle: Stada

Hallo Emma,
bei deinem Fund wird es sich sehr wahrscheinlich um einen ganz jungen
Fruchtkörper des Birkenporlings handeln. Dieser ist am Anfang noch
kugelig, bevor er konsolenförmig weiterwächst.
Gruß Jürgen

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Jens ⌂, (vor 8808 Tagen) @ Emma

Danke für deine Antwort Jürgen
hmmmmm
meinste?
sind die so kugelrund am Anfang?
ich hab mal hingeleckt...bissle säuerlich
die Konsistenz ist ungefär vergleichbar, als ob man eine reife aber nicht
überreife Pflaume zusammendrückt.
Wenn Birkenporling, dann essbar?
EMMA

wenn Birkenporling, dann eigentlich nicht eßbar. Aber es soll Leute geben, die
seine Inhaltsstoffe als förderlich für die Gesundheit betrachten und den Pilz doch irgendwie zu sich nehmen. (ich glaube in dem Buch Heilkraft der Pilze von Lelley steht dazu einiges drin)

Gruß Jens

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

DieterB, (vor 8808 Tagen) @ Jürgen

bei deinem Fund wird es sich sehr wahrscheinlich um einen ganz jungen
Fruchtkörper des Birkenporlings handeln. Dieser ist am Anfang noch
kugelig, bevor er konsolenförmig weiterwächst.

...und hat anfänglich auch diese styroporähnliche Konsistenz und Brüchigkeit von Stäublingen/Bovisten.

Grüße
Dieter

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kleine Korrektur

Jens ⌂, (vor 8808 Tagen) @ Jens

Aber es soll Leute geben,

die
seine Inhaltsstoffe als förderlich für die Gesundheit betrachten und den Pilz
doch irgendwie zu sich nehmen. (ich glaube in dem Buch Heilkraft der Pilze
von Lelley steht dazu einiges drin)
Gruß Jens

Nicht in dem erwähnten Buch, sondern in einer Sendung vom Deutschlandfunk vor einigen Jahren habe ich das gehört. Die Sendung heißt "Forschung aktuell".

Jens

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Re: winziger Riesenbovist? aber an der Basis zartr

Werner Edelmann, (vor 8808 Tagen) @ Emma

Servus Emma,

hab was interessantes dazu im netz gefunden: Die Inhaltsstoffe des
Birkenporlings hemmen den Abbau körpereigener schmerzstillender
Eiweißstoffe (Endorphine). Das Beispiel zeigt: Seit Jahrtausenden
vertrauen Menschen auf die Heilkraft der Pflanzen, doch erst heute lässt
sich dank moderner Technik klären, warum das Vertrauen in die Kräfte der
Natur berechtigt ist....usw
EMMA

Da hast Du recht.
Sogar der berühmte Ötzi, der im Gletschereis gefunden wurde, hatte ein Birkenporlingstück dabei.Warum wohl?
Erstaunlich, nicht war?

Grüße Werner E.

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Oetzi - Birkenporling - halluzinogen??

Werner, (vor 8807 Tagen) @ Werner Edelmann

In einem Prospekt zum Bozener Museum der Archaeologie (da, wo der Oetzi liegt) stand sinngemaess, dass man annehme, Oetzi habe den Birkenporling wegen seiner halluzinogenen Inhaltsstoffe bei sich gefuehrt und dass man annehme, Oetzi waere Schamane gewesen.

Walter Paetzold meinte, das waere Unsinn. Ich neige ja auch zu dieser Ansicht. Dennoch - weiss jemand was Genaueres zu den Inhaltsstoffen?

Nicht dass ich jetzt Birkenporlinge sammeln wollte :-) Aus dem Alter bin ich schon raus ...

Werner

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Re: Oetzi - Birkenporling - halluzinogen??

Georg, (vor 8807 Tagen) @ Werner

Hi Werner,

In einem Prospekt zum Bozener Museum der Archaeologie (da, wo der Oetzi
liegt) stand sinngemaess, dass man annehme, Oetzi habe den Birkenporling
wegen seiner halluzinogenen Inhaltsstoffe bei sich gefuehrt und dass man
annehme, Oetzi waere Schamane gewesen.
Walter Paetzold meinte, das waere Unsinn. Ich neige ja auch zu dieser
Ansicht. Dennoch - weiss jemand was Genaueres zu den Inhaltsstoffen?

Soviel ich weiß ist da nix dran. Kurz nach Ötzis Entdeckung gabs einige
Vermutungen in diese Richtung, aber halluzinogene Stoffe wurden im Birkenporling
keine nachgewiesen. Wahrscheinlich hatte er sie aus anderen Gründen dabei:
z.B. zur Blutstillung oder zur Parasitenbekämpfung.

Georg