Pilze Pilze Forum
Erweitert

Fast nix ist los....

Frank H., (vor 8777 Tagen)

Hallo Freunde,

nach den ergiebigen Regenfällen und den doch teilweise ermutigenden Fundmeldungen hier im Forum bin ich heute losgestiefelt. Doch welch´eine Enttäuschung. Zwar gab es Pilze, aber für Mitte Oktober recht wenige Arten. An essbaren, mir bekannten Arten nur:
1 Flockenstieliger Hexenröhrling
2 Steinpilze, uralt
vereinzelt Butterpilze und Maronen
2 Pfifferlinge
1 Parasol
relativ viele Violette Rötelritterlinge.

Ansonsten viele Fliegenpilze (aber wo sind die Steinis), falsche Pfifferlinge und noch einige Arten mehr.

Ich glaube, dieses Jahr wird einer der enttäuschendsten Pilzherbste meiner Sammlerlaufbahn. Viel Hoffnung habe ich jedenfalls nicht mehr. Naja, freuen wir uns auf bessere Zeiten.

Aus dem Rothaargebirge grüßt ein frustrierter Frank.

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Verrücktes Pilzjahr 2002

EricS ⌂, (vor 8777 Tagen) @ Frank H.

Hallo Frank und alle anderen:

lassen wir das Pilzjahr 2002 doch mal Revue passieren:

Frühjahr: es fängt gut an. Viele kleine Kostbarkeiten ab Mitte März, u.a. auch Spitzmorcheln im eigenen Garten. Bereits Ende Februar fand ich eine Gruppe seltsamer Fälblinge bei Steineichen, wie Anfang 2001 auch. Nachdem die Morchelzeit langsam zu Ende gegangen war (viele Spitz- und Käppchenmorcheln, aber keine einzige Speisemorchel), schlug die Stunde der Maipilze. Sie waren recht häufig, da ich aber den Geschmack nicht schätze, blieben sie als Schmuckstück stehen.

Sommer: kurz - SO ETWAS HABE ICH NOCH NIE ERLEBT. Neben reichlichen Speisepilzvorkommen (Steinpilze, Flockis und vor allem ab August Herbsttrompeten) war es das Jahr der persönlichen Erstfunde. Die Wälder waren voll mit den schönsten Raritäten (Anhängselröhrling, Purpurröhrling, Chamonixia caespitosa, Schweinsohren, Kernkeulen und und und...). Im benachbarten Eichen-Buchen-Mischwald wuchsen auf einer Fläche von vielleicht 100x100m 5 (in Worten FÜNF) Boletus-Arten: edulis, appendiculatus, erythropus, radicans und aereus.

Herbst: verwöhnt vom Super-Sommer freute man sich natürlich auf den Herbst, voller Erwartungen. Doch es kam anders. Gut, er war nicht so miserabel wie z.B. bei Frank, aber nach diesem Sommer irgendwie enttäuschend. Speisepilze gab es wenige, ich mußte auf alternative Massenpilze - wie Flaschenboviste - umsteigen. Versöhnlich waren die Besuche der Trockenrasen bei Sulzburg und Steinenstadt, die mit ihren herbstlichen Rötlingsaspekten zumindest noch etwas für Auge, Kamera und Herbarium boten.

Winter: mal sehen, ich hoffe noch auf Austernseitling und Samtfußrübling...

Danke an mein geliebtes MTB8112 für dieses doch tolle Pilzjahr.

An alle: Kopf hoch! Eric