Re: P.S. und Fragen
Der Nachweis von G. marginata-Sporen kann ja relativ einfach und eindeutig
über die Dextroinidität der Sporen im Mikroskop erfolgen (Sporen von
Stockschwämmchen sind nicht dextrinoid), ist die Dextrinoidität eigentlich
ein Gattungskennzeichen von Galerina? Das steht nämlich weder im B&K Pilze
der Schweiz noch in Giftpilze von Bresinsky und Besl. Walter Pätzold hat
uns das letztes Jahr im Fortgeschrittenen II-Kurs erzählt.
Hi Birgit,
In der Galerina-Monographie von Smith&Singer wird die Dextrinoidität bei vielen (nich allen) Arten in der Beschreibung erwähnt, aber nirgends als Schlüsselmerkmal verwendet?! Wahrscheinlich gibt es neben den 'eindeutigen' auch wieder viele Zweifelsfälle, wo man dann am Schlüssel nagen würde und sich fragte, ob diese Sporen nun "nicht oder schwach" dextrinoid ... weiter bei(24) oder etwa doch "deutlich dextrinoid"....weiter bei(32) sind.
Kann aber auch sein, daß die Dextrinoidität bei altem Herbarmaterial nicht mehr geht und ein guter universitärer Mykologe zur Artabgrenzung Merkmale vermeidet, die am Typusmaterial später nicht mehr nachvollziehbar sind (... das ist reine Spekulation!)???
Den Hinweis, die Sporen und die Dextrinoidität 'mal als Mikrophotos gegenüberzustellen, finde ich gut und werde ich sicher tun, wenn ich Mitte Nevember endlich meine Streßphase auf der Arbeit überwunden haben werde. Hoffentlich hält das Wetter noch 2 Wochen...
Wolfgang