Re: End-Januar-Pilze-2016 – Auflösung
Hallo miteinander!
Josef & Gernot herzlichen Dank für´s Mitmachen – Ihr Beide ergänzt Euch prima!
(1) Zwar erst kürzlich in seiner flachen Form hier gezeigt, fand ich die violetten
Hütchen dermaßen schön, außerdem ließ sich das Stämmchen so gut drehen:
Der war ja einfach, da eindeutig und außerdem erst kürzlich hier mit Namen gezeigt: Violetter Lederporling Trichaptum abietinum
(2) Diese munteren Gesellen schossen nur wenige Meter weiter aus dem Moos,
der Stamm von (3) hatte auch schon eine Kolonie auf sich... jaja, das Frühjahr naht:
In dieser Perspektive mit nichts zu verwechseln: Geselliger Glöckchennabeling Xeromphalina campanella
![[image]](http://up.picr.de/24489154xg.jpg)
(3) Bei diesem hier war Strecken angesagt, man thronte in 2m Höhe! Zum Glück
war der Sturmbruch-Stamm schon so morsch, dass ich ihn von Hand soweit
zerlegen konnte, bis ich an die Fruchtkörper ran kam. Findet Ihr es sinnvoll,
eine gar nicht besonders große Gattung aufzuteilen und den Braunfäule-
Erzeugern ein "Neo-" vor den bisherigen Gattungsnamen zu stellen?
Bei diesem war ich mir erst sicher, als ich ihn in der Hand hatte und die Mulchkrümel nicht von Hut und den Lamellen bekam – so stark klebte der Harzige Sägeblättling (Neo-)Lentinus adhaerens
![[image]](http://up.picr.de/24479983ry.jpg)
(4) In den Beschreibungen steht: "Diese wachsen später zusammen und
bilden mehrere dezimeterlange Überzüge, die beiderseits von bis zu 1 cm
abstehenden Hutkanten gesäumt sind..." Die Länge kann ich bestätigen,
aber die Breite kann man locker verdoppeln! Der Gute ist kein
Kostverächter und überwuchert nicht nur Laubholzäste, sondern auch
Brombeer- und Himbeerranken, selbst vor Grashalmen macht er nicht Halt:
Hier brauchte ich "a little help from my friends", weil leider nicht alle Schichtpilze (also die mit glattem Hymenium) zu Stereum gehören: Tabakbrauner Borstenscheibling Pseudochaete tabacina / Hymenochaete tabacina – Unterseite:
![[image]](http://up.picr.de/24479987ua.jpg)
(5) Das Beste zum Schluss, zumindest was die Optik betrifft – dafür kämpfte
ich mit fiesen, feinstacheligen Brombeerranken und kniete im völlig
durchnässten Untergrund. Erst auf diesen Fotos habe ich bemerkt, dass die
bernsteinfarbene Art ja Stacheln trägt! Von "bewimperten Rand"
wird geschrieben, habe ich aber noch nicht beobachten können. Von Stacheln
auf dem Hymenium steht da nix – kennt Ihr die?
Über die babylonische Namensverwirrung bei den Drüslingen haben wir uns ja schon ausgetauscht
... Der Kandisfarbene ist bernsteinfarben, weil er ja auf Linde wächst (und nicht auf Fichte, dann könnte es Exidia saccharina sein): Knorpeliger Drüsling Exidia cartilaginea. Der schwarze Kollege setzt immer etwas weiter oben am Ast an, aber irgendwann treffen sie sich. Warziger Drüsling (Hexenbutter) Exidia plana / Exidia nigricans
![[image]](http://up.picr.de/24479990bn.jpg)
Viele Grüße – Rika