Re: Unbekannter alpiner Braunsporer
Galerina? Aber die Hutoberfläche passt nicht dazu. Beim Kleineren sieht man, dass er auf einem Holzstück sitzt... Von den Lamellen her sonst am ehesten noch Gymnopilus oder so - wie war der Geschmack? Interessanter Pilz - hast du noch davon?
LG, Mischi
Servus miteinander,
Anfang September 2014 begegnete mir im Steinernen Meer zwischen Maria Alm und
Funtensee in den dortigen alpinen Matten über Kalk ein Pilz, bei dem ich
mich schwer tue mit der Festlegung überhaupt einmal der Gattung.
Das Sporenpulver tabakbraun mit leichtem Olivton, es hätte als auch eine
untypische Inocybe (Mallocybe) sein können. Aber ich fand keine
Cheilozystiden, und die schönen gelben Lamellen passen da auch nicht
recht. Gefühlsmäßig käme noch Pholiota oder Agrocybe in Frage, da fand
sich in der Literatur aber auch keine entsprechende Art.
Hier die Beschreibung: Hut 22-35 mm, halbkugelig bis leicht kegelig-konvex,
dann flach konvex, Oberfläche in der Mitte +- schuppig, sonst glatt,
orangerotbraun, oft mit heller oragegelblicher Linie am Hutrand; Lamellen
gelb; Stiel 22-29 x 4-6,5 mm, Basis bis 8 mm, gleichdick, hohl, hutfarben
mit weißlichen, genatterten, aber vergänglichen Fasern, Basis weißfilzig
bis auffallend weißlich-strahlig; Geruch schwach, unangenehm
Mikro-Befund vom Quetschpräparat vom Exsikkat in KOH 5%: Sporen bis ca.
(8)9-11,5(12) x 6-7,5(8) µm, meist um 10 x 6,5 mm, oval bis eiförmig,
öfter einseitig abgeflacht , selten leicht eingedellt, Ende stumpf
abgerundet oder seltener subkonisch; Hymenialzystiden nicht gefunden, nur
(vermeintliche) deformierte Basidiolen bzw. Probasidien.
Gruß
Helmut