Tricholoma atrosquamosum
Hallo Hias, Andreas,
D'accord, basirubens ist etwas völlig verschiedenes. Aber ich bin weiterhin
der Meinung, daß Du hier atrosquammosum gefunden hast. Die Stiele von
orirubens sind in der Regel glatt und der Hut gleicht eher terreum als
scalpturatum. Dazu schreibst Du auch von einem weißem Basalmyzel, das bei
orirubens meist deutlich gelb ausfällt. Und bei dieser grell pinken
Verfärbung denke ich eher an einen Befall (Viren?) als an eine natürliche
Altersveränderung, aber da kann ich mich auch irren.
liebe Grüße
Günter
Servus Günter,
ich kann das nicht beurteilen, die Angaben in der Literatur gehen stark auseinander. Nach Gröger und Ludwig hat T. atrosquamosum niemals blaugrüne Flecken an der Stielbasis, nach FNE4 gelegentlich schon. Gröger und FNE4 geben übereinstimmend gelbes Basalmyzel für T. orirubens an. Christensen et. al. schreiben , dass T. atrosquamosum keine Schnallen hat und in Mitteleuropa nur in Nadelwäldern wächst. Jedenfalls liegen ihnen keine gesicherten Funde der Art aus Laubwäldern außerhalb Skandinaviens vor. Gröger und Ludwig dagegen geben generell Laub- und Nadelwald an. Gröger schlüsselt auch nach Sporenquotient aus: T. orirubens bis 1,3, T. atrosquamosum darüber.
Hier noch zwei Nadelwaldfunde aus den Bergen, beide mit teils fast völlig glatten, teils mit braunfleckig-punktierten bzw. schuppigen Stielen.
Diese Kollektion aus einem reinen Fichtenwald hatte ich als T. atrosquamosum bestimmt (längliche Sporen, keine blaugrünen Flecken, schwarze Schuppen auf weißem Grund, Basalmyzel weiß):
Und diese bei Fichte und Tanne gewachsene Kollektion hatte ich als T. orirubens angesprochen (mit blaugrünen Flecken, Basalmyzel weiß, aber einzelne Stränge gelblich verfärbt, Sporen gedrungen, mit Schnallen):
Beste Grüße
Hias