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Der Juergen, (vor 3626 Tagen) 2.227 Beiträge @ Birgit

Liebe Birgti,

worin hast Du die obere Reihe mikroskopiert? Mit KOH? Dann aber vermutlich
mit was stärkerem als 3% KOH?

die obere Reihe ist ganz normal in Leitungswasser mikroskopiert worden.

Ich habe interessehalber nochmal im Clemencon (Anatomie der Hymenomyceten)
nachgeschaut: Danach entwickeln sich Chrysozystiden folgendermassen: 1. Es
entsteht eine Vakuole, in der das nicht gilbende Sekret angereichert wird.
2. Nach einigen Stunden verschwindet die Vakuole, an ihre Stelle tritt ein
nicht gilbender stark lichtbrechender Klumpen aus dem Sekret. 3. Nach dem
Absterben der Zystide löst sich der Klumpen auf und färbt sich mit Laugen
gelb, oft klumpt sich das Sekret im Scheitel der Zystide unregelmäßig
zusammen, seltener verteilt sich das Sekret über de gesamte Zystide.

Interessant!

Patentblau ging hervorragend, ausgewaschen habe ich zweimal mit Ammoniak
(NH3). Und dann kam noch ein Überraschungsgag: für die Probe in KOH (3%)
benutzte ich die Präpariernadel, die noch mit etwas Phloxin an der Spitze
gefärbt war. Dieses wenige Phloxin hat sich so in die Chrysozystiden
reingezogen, dass der Färbeeffekt wirklich gut war, ohne das ganze Bild
pink zu färben.
Ich vermute im übrigen, dass die meisten Färbemittel die Zystiden im 2.
Stadium (s.oben) anfärben, wenn sie noch gar nicht in Lauge gilben.

wiegesagt, "meine" Chrysozystiden, die schon in Leitungswasser gelb waren, hatten sich auch mit Brilliantkresylblau gefärbt.

An Jens: wie Du hier bei den Bildern siehst, haben auch die Zystiden vom
ziegelroten Schwefelköpfe solche Nippel, man konnte aus meinem vorherigen
Bild also wirklich nicht spezifisch Hypholoma capnoides erkennen.

Ich habs irgendwie "gefühlt", dass es H. capnoides sein muss *g*

Grüßle
Jürgen


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