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Re: Russula melliolens – Honig-Täubling !

UmUlmHerum, (vor 3017 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Stephan!

Der Mond ist wieder da und die Gäste weg ... jetzt gibt´s die letzten Mosaiksteinchen:

Geruch: Inzwischen ist das Stückchen von gestern vollends getrocknet und riecht stark nach Propolis bzw. Blütenpollen. Mein Besuch hat auch schnuppern müssen und den Geruch bestätigt. Was ich meine, seht Ihr hier:
http://www.honigtreff.de/Stammtischbilder/bluetenpollen-pollen.jpg
http://www.apisun.com/images/blueternpollen-250ml-800.jpg

Ja, und an der Huthaut tummeln sich solche Büroklammerketten – sollen die "vielgliedrig-zylindrischen Dermatozystiden" so aussehen? Siehe Mikrofoto am Ende des Beitrags.
Alles okay?

Viele Grüße – Rika

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Hallo Stephan,
ein sehr heißer Tipp! DANKE! Habe gerade Beschreibungen des Honigtäublings
durchgelesen – das sieht richtig gut aus. Vorhin habe ich das (inzwischen
angetrocknete) Hutstück, das ich heute morgen zum Aussporen gelegt hatte,
beschnuppert: "Honig" würde ich noch nicht dazu sagen, aber auf
alle Fälle süßlich-obstig, werde morgen dran weiterriechen ;-) und die
Häute mikroskopieren! Da möchte ich ja fast schon wetten... ich stelle
dann die Mikros ein.
Gute Nacht – Rika
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Hallo Rika,
R. mustelina lässt sich allein schon wegen der Hutfarbe völlig ausschließen,
denn ein solches Gelborange bringt sie nicht zustande. Die Hutfarbe von R.
mustelina entspricht fast perfekt der des Fichtensteinpilzes, so dass man
die beiden Pilze von oben betrachtet kaum auseinanderhalten kann, was dazu
führt, dass man in volksbekannten Steinpilzwäldern bisweilen lauter
ausgerissene und weggeworfene Wieseltäublinge findet. Bei diesem Exemplar
hingegen kommt einfach keine "Steinpilz-Assoziation" zustande.
Die von dir angegebene Merkmalsammlung passt mMn am besten zu R. melliolens
(Honigtäubling): die Hutfarbe, das sehr blasse Sporenpulver, das Vorkommen
im basischen Laubwald, dazu die auffallende Neigung zum Bräunen und nicht
zuletzt das sehr feine Sporenornament. Als Beweis bräuchte man jetzt noch
die sehr markanten, vielgliedrig-zylindrischen Dermatozystiden, die
manchmal wie Ketten aus aneinandergehängten Büroklammern aussehen.
FG
Stephan

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