Pilze Pilze Forum
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Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018 *PIC*

UmUlmHerum, (vor 2955 Tagen)

Hallo miteinander!

Hier der zweite Teil meiner "schönsten" Septemberfunde, sie sind diesmal alle bis auf den Hallimasch identifiziert:

(1) Hat mich gefreut, dass sie jetzt doch noch kommt, ist hier eigentlich mehr ein Sommerpilz:
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[image]

(2) Ein paar Meter weiter waren noch 20 Stück, aber älter – da müsst Ihr selber draufkommen:
[image]

(3) Das sind die Hallimasch, die jetzt fruchten – mit grauen Hut. Meinungen dazu?
[image]

(4) Nun ein paar große Röhrlinge... Vor 1-2 Wochen ein Massenpilz – das Vogelbad ist doch allerliebst!? (Ich hab´ da nix reingeworfen!)
[image]

(5) Die ehemalige Verwandtschaft stand auch gleich um die Ecke – in Ausführung "Ziegelrot":
[image]

[image]

(6) Es röhrt weiter, insgesamt an die 10 Fruchtkörper. Ein stabiler Standort seit ca. 10 Jahren, die Frk. entstehen jetzt aber 20 m entfernt von früher, Meter für Meter gewandert.
[image]

[image]

(7) Gemeinerweise standen hier Eiche, Birke, Espe, Hainbuche, Fichte – alles im Umkreis von 8 Metern. Aber 2 Merkmale sollten Aufschluss geben:
[image]

(8) Immer wieder schön der weiße Schleier:
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[image]

(9) So ein Licht hat man selten... da strahlt der Kleine:
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Die Fotos sind übrigens alle mit meiner alten Canon EOS400D gemacht, mit dem mitgelieferten 18-55-Standardobjektiv, ohne Zusatzblitz.

Viele Grüße – Rika

Re: Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018

Karl-Heinz ⌂, (vor 2954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ja der eingepfropfte Stiel in Kombination mit den Bergsteigersöckchen ist ja praktisch ein Alleinstellungsmerkmal.

Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo miteinander!
Hier der zweite Teil meiner "schönsten" Septemberfunde, sie sind
diesmal alle bis auf den Hallimasch identifiziert: (1) Hat mich gefreut,
dass sie jetzt doch noch kommt, ist hier eigentlich mehr ein Sommerpilz:

(2) Ein paar Meter weiter waren noch 20 Stück, aber älter – da müsst Ihr
selber draufkommen:
(3) Das sind die Hallimasch, die jetzt fruchten – mit grauen Hut. Meinungen
dazu?

(4) Nun ein paar große Röhrlinge... Vor 1-2 Wochen ein Massenpilz – das
Vogelbad ist doch allerliebst!? (Ich hab´ da nix reingeworfen!)

(5) Die ehemalige Verwandtschaft stand auch gleich um die Ecke – in
Ausführung "Ziegelrot":

(6) Es röhrt weiter, insgesamt an die 10 Fruchtkörper. Ein stabiler Standort
seit ca. 10 Jahren, die Frk. entstehen jetzt aber 20 m entfernt von
früher, Meter für Meter gewandert.


(7) Gemeinerweise standen hier Eiche, Birke, Espe, Hainbuche, Fichte – alles
im Umkreis von 8 Metern. Aber 2 Merkmale sollten Aufschluss geben:
(8) Immer wieder schön der weiße Schleier:

(9) So ein Licht hat man selten... da strahlt der Kleine:
Die Fotos sind übrigens alle mit meiner alten Canon EOS400D gemacht, mit dem
mitgelieferten 18-55-Standardobjektiv, ohne Zusatzblitz.
Viele Grüße – Rika

Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Birgit, (vor 2954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

die Rotkappe wird wohl ziemlich sicher Leccinum albostipitatum (oder wie auch immer die grad heisst), die "gemeine" Laubwaldrotkappe sein. Wir hatten hier und im westlichen Münchner Raum ein Massenvorkommen dieser Art, was mir zwei Vergiftungsfälle beschert hat. Deswegen möchte ich das auch mal hier aufgreifen. Rotkappen sind ungenügend gegart (z.B. nur kurz auf den Grill geschmissen) ziemlich heftig magen-/darmgiftig. Bei einmal Erbrechen bleibts da nicht. Also bitte: mindestens 15 min gut durcherhitzen. Das gilt natürlich für so gut wie alle Speisepilze.

liebe Grüße

Birgit

Re: Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018

coco, (vor 2954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hier der zweite Teil meiner "schönsten" Septemberfunde, sie sind
diesmal alle bis auf den Hallimasch identifiziert

Hallo Rika,

Substrat vom Hallimasch?
Aus der Hüfte - spricht was gegen ostoyae?

LG Coco

Re: Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018

Doris, (vor 2954 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

wie immer "soooo schön"
hast Du unsere Lieblinge in Szene gesetzt, an ihrem natürlichen Standort.
Danke

und Grüße
Doris

Re: Fotostrecke2: Hallimasch *PIC*

UmUlmHerum, (vor 2954 Tagen) @ coco

Hallo Rika,
Substrat vom Hallimasch?
Aus der Hüfte - spricht was gegen ostoyae?
LG Coco

__________________________________________________

Hallo Coco,

das aktuelle Substrat war Buche. Was mich so verwundert, ist, dass die jungen Hallimasche des ersten Schubs von Anfang September alle braune Hüte hatten (ziemlich sicher Nadelholz) und die jetzigen (21.09.18) alle graue. Hier stelle ich die beiden "Ausführungen" mal nebeneinander. Das linke Foto ist nur scnell aus der Hand geschossen, schlechte Qualität. In diesem jungen Stadium traue ich mir eigentlich noch keine Bestimmung zu... Ich hatte mal eine sehr praktische Tabelle zur Armillaria-Bestimmung – 1 A4-Seite, die ich nun einfach nicht mehr finde – blöd!

Viele Grüße – Rika

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Re: Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018

UmUlmHerum, (vor 2954 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Rika,
ja der eingepfropfte Stiel in Kombination mit den Bergsteigersöckchen ist ja
praktisch ein Alleinstellungsmerkmal.
Viele Grüße
Karl-Heinz

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Hallo Karl-Heinz,

ja, Du hast sie gleich erkannt! In diesem jungen Zustand finde ich sie selten – da sind sie im mustergültigen Outfit und leicht zu bestimmen. Die Älteren sind hoch aufgeschossen, der Ring schon zu 3/4 abgefallen, die Stielbasis am Verrotten – da wird´s dann schon schwieriger. Und sind nicht wirklich fotogen...

Viele Grüße – Rika

Re: Fotostrecke2: 11. - 21. Sept 2018 *PIC*

UmUlmHerum, (vor 2954 Tagen) @ Doris

Hallo Rika,
wie immer "soooo schön"
hast Du unsere Lieblinge in Szene gesetzt, an ihrem natürlichen Standort.
Danke und Grüße
Doris

_________________________________________________

Hallo Doris,

herzlichen Dank für die "Blumen"! So eine Rückmeldung freut mich natürlich ... und motiviert für künftige Fotostrecken – ist ja auch mit einigem Zeitaufwand verbunden.

LG – Rika
P.S.: Anbei noch ein Danke-schön-extra-Track – die Raupe des Taubenschwänzchens, die am 5.9.18 über meine Terrasse eilte.

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Re: Fotostrecke2: Hallimasch *PIC*

UmUlmHerum, (vor 2953 Tagen) @ Jens

Hallo Rika,
vielleicht meinst Du ja das hier?

https://www.waldwissen.net/wald/pilze_flechten/wsl_hallimasch_arten/wsl_hallimasch_arte...
Tabelle auf Seite 3.
Gruß Jens

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Hallo Jens,

ja genau dieses Ding hatte ich gemeint!!! SUPER – endlich wieder da – herzlichen Dank! Und dann mal schauen, wie gut ich die Hallimasche damit rausbekomme... Sie sind schon wieder oder immer noch "aspektbestimmend" – der helle Wahnsinn, sie scheinen sehr trocken-resistent zu sein = ein wenig beunruhigend, wie sie sich breit machen – siehe Foto von heute. Sonst gibt´s kaum Pilze, schon wieder recht trocken.

Viele Grüße – Rika

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Re: Fotostrecke2: Hallimasch

coco, (vor 2952 Tagen) @ UmUlmHerum

Liebe Rika,

mit Verlaub, lass mich die Buche anzweifeln beim ursprünglichen Foto der dunklen Dinger. Das scheint mir nix als ostoyae. Alles andere und aktuellere würde ich in der WG von mellea et al. mit dem Ludwig klären. Zumindest bei Armillaria eine gute und bequeme Quelle. Da sind ja nicht viele in der Gattung.

das aktuelle Substrat war Buche. Was mich so verwundert, ist, dass die jungen
Hallimasche des ersten Schubs von Anfang September alle braune Hüte hatten
(ziemlich sicher Nadelholz) und die jetzigen (21.09.18) alle graue. Hier
stelle ich die beiden "Ausführungen" mal nebeneinander. Das
linke Foto ist nur scnell aus der Hand geschossen, schlechte Qualität. In
diesem jungen Stadium traue ich mir eigentlich noch keine Bestimmung zu...
Ich hatte mal eine sehr praktische Tabelle zur Armillaria-Bestimmung – 1
A4-Seite, die ich nun einfach nicht mehr finde – blöd!
Viele Grüße – Rika

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Andreas ⌂, (vor 2952 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

die Rotkappe wird wohl ziemlich sicher Leccinum albostipitatum (oder wie auch
immer die grad heisst), die "gemeine" Laubwaldrotkappe sein.

Das ist in der Tat Leccinum albostipitum (vormals Leccinum aurantiacum), allerdings heißt die auf deutsch ESPEN-Rotkappe. Die LAUBWALD-Rotkappe (vormals EICHEN-Rotkappe) heißt heute Leccinum aurantiacum, vormals Leccinum quercinum, und wächst vornehmlich unter Eiche, aber durchaus auch unter Pappeln (und anderen Laubbäumen).

beste Grüße,
Andreas

Re: Rotkappen-Namen

UmUlmHerum, (vor 2952 Tagen) @ Andreas

Hallo Birgit,
Das ist in der Tat Leccinum albostipitum (vormals Leccinum aurantiacum),
allerdings heißt die auf deutsch ESPEN-Rotkappe. Die LAUBWALD-Rotkappe
(vormals EICHEN-Rotkappe) heißt heute Leccinum aurantiacum, vormals
Leccinum quercinum, und wächst vornehmlich unter Eiche, aber durchaus auch
unter Pappeln (und anderen Laubbäumen).
beste Grüße,
Andreas

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Hallo Andreas,

was ist denn das schon wieder für ein Namenswirrwarr? OjeOjeOje. Bei mir heißt (oder hieß?) der Pilz "Espen-Rotkappe" und Leccinum rufum. Wikipedia schreibt dazu:
"Die Weißstielige Rotkappe (Leccinum leucopodium,[1] syn. L. albostipitatum, L. aurantiacum ss. auct. plur., L. rufum), auch Espen-Rotkappe oder Rothaut-Röhrling genannt..."
Zu Beginn meiner Digi-Fotografie, als ich jeder Bilddatei einen Namen geben musste, entschied ich mich für "rufum", vermutlich weil es das kürzeste Wort war ;-)
Und da diskutieren wir über Falsch-Kartierungen?

Viele Grüße – Rika

Re: Fotostrecke2: Hallimasch *PIC*

UmUlmHerum, (vor 2952 Tagen) @ coco

Liebe Rika,
mit Verlaub, lass mich die Buche anzweifeln beim ursprünglichen Foto der
dunklen Dinger. Das scheint mir nix als ostoyae. Alles andere und
aktuellere würde ich in der WG von mellea et al. mit dem Ludwig klären.
Zumindest bei Armillaria eine gute und bequeme Quelle. Da sind ja nicht
viele in der Gattung.

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Lieber Coco,

vrmutlich habe wir hier nur ein Zuordnungsproblem. Auf dem Doppelbild sind links die braunen, jungen Hallimasch zu sehen – vermutlich auf Fichte, jedenfalls Nadelholz. Auf dem rechten Bild (vom 21.9.18) sind die grauen Köpfchen – das Substrat ist hier wirklich Buche, notfalls noch Hainbuche. Die Hallimasch waren in Gesellschaft von Mycena haemotopus, siehe Foto.

Meine Frage ging ursprünglich darum, ob man aufgrund der Hutfarbe junger Fkr. (gelbbraun vs. grau) schon was zur Art sagen kann. Diese Farbbeobachtungen trafen nicht nur für einen einzelnen Standort zu, sondern für mehrere Wälder. Es kann ja gut sein, dass eine Arm.-Art früher fruktifiziert als eine andere – dann passt meine Beobachtung. Kann aber auch sein, dass die gleiche Art unterschiedliche Hutfarben haben kann, vielleicht substrat- + feuchtigkeitsabhängig?

Gute Nacht – Rika

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Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Birgit, (vor 2952 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Das ist in der Tat Leccinum albostipitum (vormals Leccinum aurantiacum),
allerdings heißt die auf deutsch ESPEN-Rotkappe.

Okay, danke für die Korrektur. Ich wusste schon, dass die eigentlich Espen-Rotkappe heisst, aber ist die wirklich strikt an Espe gebunden? Gerade bei ihr meinte ich gehört zu haben, dass sie eben auch mit u.a. Buchen vergesellschaftet sein kann. Ich meine mich auch zu erinnern, eigene Funde gemacht zu haben, bei denen ich weit und breit keine Espe gesehen habe. Mit den deutschen Namen ist das ja eh so eine Sache (wer legt die fest? Letztens kamen mir Blaupilze unter) und die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) ist zumindestens hier erheblich seltener. Aus meiner sehr beschränkten, lokalen Sicht würde also eher die Espen-Rotkappe Laubwaldrotkappe heissen sollen ;-).

liebe Grüße

Birgit

Re: Rotkappen-Namen

Stephan Weißer, (vor 2951 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
ich habe, auch in einigen älteren Werken, nachgeblättert, aber den Namen Leccinum rufum für die Espenrotkappe habe ich nirgends finden können. In älteren Werken wird sie weit überwiegend mit dem Namen L. aurantiacum belegt, neuerdings heißt sie L. albostipitatum (wegen der lange weiß bleibenden Stielschuppen). Sogar beim "Nestor" der schwäbischen Pilzkunde, Hans HAAS, der in seinem Pilzbuch von 1964 "die Rotkappe" (sic!) abhandelt, heißt die "Varietät" unter Espe schon zumindest "var. aurantiacum".
FG
Stephan

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Andreas ⌂, (vor 2951 Tagen) @ Birgit

Hallo Andreas,
Okay, danke für die Korrektur. Ich wusste schon, dass die eigentlich
Espen-Rotkappe heisst, aber ist die wirklich strikt an Espe gebunden?
Gerade bei ihr meinte ich gehört zu haben, dass sie eben auch mit u.a.
Buchen vergesellschaftet sein kann. Ich meine mich auch zu erinnern,
eigene Funde gemacht zu haben, bei denen ich weit und breit keine Espe
gesehen habe. Mit den deutschen Namen ist das ja eh so eine Sache (wer
legt die fest? Letztens kamen mir Blaupilze unter) und die Eichenrotkappe
(Leccinum quercinum) ist zumindestens hier erheblich seltener. Aus meiner
sehr beschränkten, lokalen Sicht würde also eher die Espen-Rotkappe
Laubwaldrotkappe heissen sollen ;-).
liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit,

bist Du sicher? Das höre ich zum ersten Mal. Bisher gilt (galt?) die Espen-Rotkappe (L. aurantiacum früher, L. albostipitatum), also die mit dem weißen Stiel, als reiner Espen-Begleiter. Während die Eichen-Rotkappe (L. aurantiacum jetzt, L. quercinum), also die mit den jung schon fuchsbräunlichen Schüppchen, zwar vorwiegend unter Eiche wächst, aber auch Pappel, Weide und Buche nimmt.

Verwirrung bei der Bestimmung machen die Ähnlichkeit von älteren Espen-Rotkappen (weil die alt auch etwas rotbräunlichen Schüppchen kriegen) mit Eichen-Rotkappen (weil die eben auch unter Espen vorkommen können). Aber nur die Eichen-Rotkappe hat gegen die Stielbasis zu auch einen rotbräunlichen Stieluntergrund. Außerdem ist die Hutfarbe meist unterschiedlich.

beste Grüße,
andreas

Re: Rotkappen-Namen

UmUlmHerum, (vor 2951 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Rika,
ich habe, auch in einigen älteren Werken, nachgeblättert, aber den Namen
Leccinum rufum für die Espenrotkappe habe ich nirgends finden können. In
älteren Werken wird sie weit überwiegend mit dem Namen L. aurantiacum
belegt, neuerdings heißt sie L. albostipitatum (wegen der lange weiß
bleibenden Stielschuppen). Sogar beim "Nestor" der schwäbischen
Pilzkunde, Hans HAAS, der in seinem Pilzbuch von 1964 "die
Rotkappe" (sic!) abhandelt, heißt die "Varietät" unter Espe
schon zumindest "var. aurantiacum".
FG
Stephan

_______________________________________________________________________

Hallo Stephan,

im GERHARDT "Der große BLV Pilzführer für unterwegs" (Ausgabe von 2001) steht als wissenschaftlicher Namen Leccinum rufum (Schaeff.) Kreisel Syn.: L. aurantiacum. Das Wikipedia-Zitat hatte ich ja schon eingestellt. Mehr kann ich dazu nicht sagen...

Aber "Weißstielige Rotkappe" bzw. entsprechend L. albostipitatum sind immerhin halbwegs zutreffende Namen – wobei sie im älteren Zustand ja doch nicht so ganz weißstielig sind, sondern Richtung Stielspitze rotbraune Flocken bekommen. Da sie streng an Espe gebunden sein soll, verstehe ich nicht wirklich, warum der deutsche Namen geändert wurde. Um ihn an den Wissenschaftlichen anzugleichen? Nomen est omen ist mir lieber als Namen sind Schall und Rauch ;-)

Viele Grüße – Rika

Re: Rotkappen-Namen Ergänzung

UmUlmHerum, (vor 2951 Tagen) @ UmUlmHerum

Gerade noch nachgeschaut: auch im LAUX "Der große KOSMOS Pilzführer" steht L. rufum, genau gleich wie im GEHARDT...

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Hallo Stephan,
im GERHARDT "Der große BLV Pilzführer für unterwegs" (Ausgabe von
2001) steht als wissenschaftlicher Namen Leccinum rufum (Schaeff.)
Kreisel Syn.: L. aurantiacum . Das Wikipedia-Zitat hatte ich ja schon
eingestellt. Mehr kann ich dazu nicht sagen...
Aber "Weißstielige Rotkappe" bzw. entsprechend L. albostipitatum
sind immerhin halbwegs zutreffende Namen – wobei sie im älteren Zustand ja
doch nicht so ganz weißstielig sind, sondern Richtung Stielspitze
rotbraune Flocken bekommen. Da sie streng an Espe gebunden sein soll,
verstehe ich nicht wirklich, warum der deutsche Namen geändert wurde. Um
ihn an den Wissenschaftlichen anzugleichen? Nomen est omen ist mir
lieber als Namen sind Schall und Rauch ;-)
Viele Grüße – Rika

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

42, (vor 2950 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Rotkappen sind ungenügend gegart (z.B. nur kurz
auf den Grill geschmissen) ziemlich heftig magen-/darmgiftig. Bei einmal
Erbrechen bleibts da nicht.

Das kann ich dank meiner Frau absolut bestätigen. Sie meinte, ein paar (Espen-)Rotkappen
nach 5 Minuten in der Pfanne als 'durchgegart' essen zu können. Folge: zwei Tage
heftiges Erbrechen und Durchfall.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

P.S.: Übrigens: ebenfalls dank meiner Frau kenne ich jetzt auch die 'Genießbarkeit' des
Salzwiesenchampignons. Dieser wuchs bei uns in einer Reithalle (sicherlich aufgrund der
Nitrathaltigkeit des Streubodens) in wunderschönen festen, weißen, rot anlaufenden Exemplaren .
Ergebnis: siehe oben bei den Rotkappen, aber Wirkung nur 1 Tag anstatt 2 :-)

Re: Rotkappen-Namen

Andreas ⌂, (vor 2950 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo,

Da sie streng an Espe gebunden sein soll,
verstehe ich nicht wirklich, warum der deutsche Namen geändert wurde.

Wer hat den deutschen Namen denn geändert und in was? Ist mir neu *grübel*

Übrigens wäre meiner Ansicht nach ein gültiger Name für diese Art Leccinum leucopodium (Pers.) Dörfelt & G. Berg, und es hätte keine Notwendigkeit bestanden für Den Bakker und Noordeloos, einen neuen Namen zu kreieren.

beste Grüße,
Andreas

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Stephan Weißer, (vor 2950 Tagen) @ 42

Mensch Thomas, bist du braun... haha... Wahnsinn...!

Sorry, diesen Insider für Badesalz-Fans konnte ich mir nicht verkneifen, da passt einfach alles zusammen, sogar der Vorname.

Grüß mir die Heidi!
Stephan

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

42, (vor 2949 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

Mensch Thomas, bist du braun... haha... Wahnsinn...!
Sorry, diesen Insider für Badesalz-Fans konnte ich mir nicht verkneifen, da
passt einfach alles zusammen, sogar der Vorname.

Leider sagt mir Thomas Braun nichts, aber ich nehme an, dass dieser einen sehr trockenen Humor hat?

Grüß mir die Heidi!

Ist das auch ein Insider?

Beste Grüße
Thomas

Re: Vergiftungen mit ungenügend gegarten Rotkappen

Stephan Weißer, (vor 2949 Tagen) @ 42

Hallo Stephan,
Leider sagt mir Thomas Braun nichts, aber ich nehme an, dass dieser einen
sehr trockenen Humor hat?
Ist das auch ein Insider?
Beste Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
der Sketch stammt von der DIWODASO-CD des hessischen Komik-Duos Badesalz. Thomas erzählt seinem Kumpel von der Urlaubsreise mit seiner Frau Heidi, die ihm alle Widrigkeiten des Lebens unter Einsatz ihres eigenen Lebens abnimmt, z. B. macht sie unfreiwillig den Vorkoster, und prompt ist die Fischsuppe verdorben... Natürlich "übernimmt" die Heidi im gemeinsamen Schlafzimmer auch alle Schnakenstiche allein, anschließend wird sie von Thomas zum Dank "eingerieben"... usw. Alles was dem Kumpel dazu einfällt ist: "Mensch Thomas, bist du braun!"
Diese CD MUSS man gehört haben, aus einer Zeit in der Comedy noch echt witzisch war.
FG
Stephan